Freitag, 27. März 2015

Creep

Zahlreiche Songtexte kann man auf zahlreiche Art und Weise interpretieren. So auch bei dem Song, um den es diese Woche geht. Die Alternative-Rockband Radiohead gründete sich 1985 in Oxford. Einer der größten Hits ist "Creep", der 1993 rauskam. Auch hier gehen die Meinungen auseinander, was der Text bedeuten könnte. 
Zum einen könnte es Satire sein. Es könnte durch eine misslungene Beziehung entstanden sein, nach der der Sänger oder das "ich"/"me" im Lied höhnisch witzig darüber macht, dass er dachte, sie sei perfekt und besser als jede Andere auf dieser Welt.Seine Erkenntnis, dass dem nicht so ist, sei auch miteingeflossen. Sie ist ach so etwas besonderes? - Von wegen. Auch, wenn wohl nie bekannt sein wird, ob das Lied aus diesem Grund geschrieben wurde und für wen, ist diese Interpretation eine meiner Ansicht nach gut denkbare Version.
Zum anderen, so sagen wieder andere Fans des berührenden Songs mit durchdringender E-Gitarre im Refrain, könnte es auch an niemanden gerichtet sein. Möglicherweise ist das auch nur eine Hymne an alle weiblichen Wesen dieser Welt. Vielleicht sei es ein Zeichen, dass alle Frauen bedingungslose Liebe verdient haben und so behandelt werden sollten, als wären sie wundervolle, einzigartige Engel. Ein Mann, der die Frauen im allgemeinen liebt, der alles für sie tun würde. - "Whatever makes you happy, whatever you want." Wenn ihr mich fragt: Diese Interpretation ist alles andere als unmöglich, aber vielleicht doch etwas zu allgemein gehalten.
Meiner Meinung nach ist folgende Interpretation am wahrscheinlichsten: Ein Mann, der in einer Bar an der Theke sitzt, sieht auf einmal eine wunderschöne, junge Frau. Sie sieht für ihn aus wie ein Engel. In ihm kommen die verschiedensten Stimmungen auf - von "Sprich sie an!" bis hin zu dem, was im Refrain besungen wird; Er selbst ist doch nur irgendein Jemand, ein Niemand. Er denkt, er sei es nicht wert, mit ihr zusammenzusein, mit ihr zu reden oder überhaupt in einem Raum mit ihr zu sein. Er denke sich: "Sieh dich an. Warum sollte sie ausgerechnet dich auch nur im Ansatz mögen?" Ich kann mich in diese Gedanken gut hineinversetzen, da ich sie selbst schon erlebt habe.
Die beste Version, die ich von diesem Herz-Schmerz-Liebeskummersong bisher gehört habe, ist eine Acoustic Cover Version von Scott Hoying und Caitlin Notey. Hört euch das Lied an und entscheidet selbst, welche Deutung des Textes eurer Meinung nach am besten passt. Vielleicht kommt ihr auch zu ganz anderen Interpretation.

Creep (Radiohead) Cover

Freitag, 20. März 2015

Bauch und Kopf

Bei jeder Entscheidung können in einer einzigen Person zwei verschiedene Meinungen vertreten sein. Das Bauchgefühl sagt uns, was wir spontan empfinden und der Kopf hingegen entscheidet über Sinn und Unsinn unserer Optionen oder bereits getroffenen Entscheidungen. Bauch sagt Ja, Kopf sagt nein, dazwischen steht man selbst und fühlt sich hin- und hergerissen. Mark Forster singt in seinem Song "Bauch und Kopf" über genau solche Situationen, in denen wohl jeder von uns schon war. Oft beobachte ich das Verhalten anderer Personen in ähnlichen Situationen und es scheint ihnen schwerelos von der Hand zu gehen, sich für eine Option zu entscheiden und damit zufrieden zu sein. Aber ich selbst wäre an manchen Entscheidungen beinahe verzweifelt. Selbst aus psychologischer Sicht gibt es dafür eine Erklärung. Das "Es" ist die Instanz, die uns sagt, welche Entscheidungen unseren tiefsten Bedürfnissen und Trieben nachkommen - allgemein wird das als Bauchgefühl bezeichnet. Das "Über-ich" ist eher bekannt als "der Kopf", also die Instanz, die unsere Entscheidungen den Normen, Gesetzen und Leitsätzen anpassen will. Quasi dazwischen ist das "Ich", das einen Kompromiss aus beiden entwickeln will und muss. Im Lied heißt es: "Bauch sagt: Kopf, ja! Kopf sagt: Bauch, nein! Und zwischen den Beiden steh ich und weiß nicht"
Wenn ich das Lied aus Mark Forsters gleichnamigem Album höre, erinnere ich mich an etliche Situationen, in denen ich nicht wusste, was ich machen sollte. Ich genieße es, denn mir wird immer wieder aufs Neue bewusst, dass es nichts schlimmes ist, sich nicht sofort entscheiden zu können oder sich mal selbst zu hinterfragen. Der Beat geht in den Fuß, der Text in den Kopf und die Melodie ins Ohr. Lange Rede kurzer Sinn: Viel Spaß beim Hören!

Bauch und Kopf - Unplugged

Freitag, 13. März 2015

Ein bisschen Frieden

Früher Grand Prix de la chanson, heute Eurovision Song Contest. Eine Legende ist dabei die damals sehr junge Sängerin, Nicole, die nur mit ihrer Gitarre und wenigen anderen Musikern auf der Bühne das Publikum europaweit berührte und begeisterte. Ihr Lied "Ein bisschen Frieden" ist wohl einer unglaublich breiten Masse von Menschen bekannt - vor allem unseren Eltern und Großeltern, die in der Zeit der deutschen Teilung aufwuchsen. Ich persönlich habe eine sehr emotionale Beziehung zu diesem Lied, da es das Lieblingslied meines Großvaters war. Er wünschte sich immer von Herzen, dass ich ihm das Lied einmal vorsinge. Als ich mir einen passenden dafür Moment ausgesucht hatte und bereits in den Proben steckte, war es von einem auf den anderen Tag zu spät.
Ein bisschen Frieden wünscht sich jeder auf dieser Welt. Doch ob es je zu einer Welt ganz ohne Krieg und Waffen kommen wird? Darüber kann man zweifeln und streiten. Nichts desto trotz ist der von Ralph Siegel komponierte, bewegende Song  einerseits Anlass zum Hoffen, Träumen und Beten, andererseits wird mir dadurch immer wieder bewusst, dass jeder Einzelne von uns seinen Teil dazu beitragen muss, den Frieden herzustellen und zu sichern, zu stabilisieren. Gelegentlich muss ich beim Hören des Liedes die ein oder andere Träne vergießen. Ich hoffe, dass der Song euch auch so erreicht, wie er mich erreichte, als ich ihn das erste Mal hörte.
Singt mit mir ein kleines Lied, dass die Welt in Frieden lebt!

Nicole - Grand Prix 1982

Freitag, 6. März 2015

Am seidenen Faden

Jeder von uns kennt Situationen, in denen er so viel zu tun, an so viel zu denken hat, dass man sich nur noch gestresst fühlt. Da vergisst man schnell mal andere wichtige Dinge wie Geburtstage, Familientreffen, Verabredungen mit Freunden oder was auch immer. Dabei ist unser Leben, jedes einzelne Leben unsagbar wertvoll. Jeder Atemzug muss genossen werden. Tim Bendzko besingt in seinem Song "Am seidenen Faden" das Gefühl von dieser Aufgewühltheit. Probleme im Leben können sich wiederholen und trotzdem muss man durch.  Mal geht man ständig im Kreis oder es kommt einem sogar so vor, als liefe man ständig auf der Stelle. Aber Stress und noch mehr Druck helfen dann nicht weiter. Unsere Freunde, Familie, Bekannten, unsere Liebe zu unseren Menschen, unser Leben ist vergänglich und jeder "rote Faden" des Lebens findet irgendwann sein Ende - mal früher und mal später. Wann der Faden zu Ende ist oder vielleicht auch reißt, weiß niemand. Unser Leben wird bestimmt von diesem seidenen Faden, wir werden von ihm gelenkt und an unser eigenes Lebensende geführt. Ich finde es wichtig, dass man sich gelegentlich mal klar macht, dass jeder Atemzug der letzte sein kann, ob man es nun will oder nicht. In der nächsten Stresssituation sollte man nicht die Kontrolle verlieren, den Mut niemals aufgeben und sein Leben genießen, so führen, wie man es selbst für richtig hält.

Tim Bendzko - Am seidenen Faden

Freitag, 27. Februar 2015

Trichter drauf

 „Wir schreiben das Jahr 1621. Ob eines glücklichen Zufalls gehen drei ansehnliche doch nicht minder poetische junge Recken am Gutshof de Wedding in die Irre. Alsbald gewahren sie die Ähnlichkeit ihrer Sinne und beginnen diesen mit Laute, Maultrommel und Sackpfeife Ausdruck zu verleihen. Doch ach! Niemand erhört die hierbei entstehenden lieblichen Klänge und schon nach wenigen Monden geraten unsere Helden in Vergessenheit. Niemand erinnert sich heute an ihre Namen.
Kaum dreihundertundachtzig Jahre später, wir befinden uns im Jahr 1990, finden sich ganz nah jener Stelle von damals drei andere junge Männer zusammen und probieren sich an ihrem musikalischen Können. Horst Karbunke, Karl-Heinz Brockhausen und Manfred Allersleben gründen die Band „Between Garbage and Flowers“. Auch sie wollen ihre Namen vergessen und nennen sich fortan Rossi, Frunz und Loco.“
© 2014 - 2015 Between Garbage and Floweers

So stellt sich die Punkrockband, die ich euch diese Woche präsentiere und empfehle,  auf ihrer Website vor. So wie diese Erzählung, so auch die Liedtexte; clever, gewitzt und doch mit einer wichtigen Aussage. Beispielsweise beim Song „Trichter drauf“.  Ich selbst habe mich auch schon oft gefragt, wie viel die Schulnoten wirklich über mich aussagen.  Eigentlich ist das doch nichts weiter als Zahlen aus Tinte auf zusammengepressten Ästen (Papier). Ich will damit nicht sagen, dass Schulnoten unwichtig sind und man sich keine Mühe geben soll - Gott bewahre! Aber man darf sich nicht zu sehr darauf versteifen. Menschen sind keine Maschinen, sie können nicht alles. Man lernt für das Leben, nicht für die Eltern oder die Schule, den Spruch kennt wohl jeder. Aber wenn man einen bestimmten Beruf ergreifen möchte, benötigt man manche Themen aus der Schule nicht mehr. Wenn man etwas nicht kann oder nicht versteht, ist man nicht weniger wertvoll als andere Menschen, die über dieses oder jenes Thema mehr Ahnung haben. Dass diese Nachricht in einem Lied mal verdeutlicht wird, finde ich persönlich gut.

Die drei Männer haben den Punk im Blut, und das Blut fließt wodurch? Durchs Herz! Das ist auch nicht zu klein geraten, im Gegenteil. Nicht nur auf der Bühne wirken die Gentlemen unglaublich authentisch.  Wer sich selbst ein Bild dieser Band machen will, kann sich auf den folgenden Seiten mal umsehen:


Samstag, 21. Februar 2015

Der Wind ruft meinen Namen

Dieses Mal möchte ich mich nicht mit einem Song, einem einzelnen Lied beschäftigen, sondern ich möchte euch ein Album vorstellen, bei dem ich stolz bin, es "mein Eigen" nennen zu dürfen. Denn die Band Santiano hat mit dem Album "Bis ans Ende der Welt" eine wunde Stelle meines Herzens getroffen.
"Groß ist die Sehnsucht, sie zieht mich raus aufs Meer. Groß ist die Sehnsucht, fällt auch der Abschied schwer."
"An Board sind alle gleich. Egal, ob arm, ob reich. Und Freiheit ist der Lohn. Wir sind frei! Frei wie der Wind."
"Soweit die See und der Wind uns trägt. Segel hoch, volle Fahrt, Santiano! Geradeaus, wenn das Meer uns ruft, fahren wir raus, hinaus ins Abendrot."
Das sind nur 3 von sehr sehr vielen Songtextzitaten, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren kann. Seit etlichen Jahren sitzt ein Traum tief in meinem Herzen: Einmal eine echte Seefahrt erleben. Es gibt mehr als einen guten Grund dafür, dass ich allein schon für Kreuzfahrten schwärme. Auf einem Schiff zu stehen, in die Ferne zu blicken, umgeben von Wasser und frischem Wind in den Haaren. So stelle ich mir wahre Freiheit vor. Natürlich ist eine echte Seefahrt etwas völlig anderes als eine Kreuzfahrt, aber dennoch fasziniert mich von Kindhet an die Vorstellung, mit einem Schiff durch das Meer zu reisen - vielleicht ohne ein bestimmtes Ziel, sondern einfach dahin, wohin der Wind mich trägt. Auch die Geschichten von der Seefahrt meines Onkels mögen noch völlig anders sein als ein "Piratenleben" oder wie auch immer man das bezeichnen möchte. Dennoch fände ich es unglaublich spannend, so eine Reise mal mitzuerleben. Natürlich will ich dabei nicht allein sein, denn auch das wird in einigen Liedern der Band Santiano beschrieben: Der Zusammenhalt der Mannschaft auf dem Schiff hält ewig. "Wir sind uns treu bis in den Tod" und "Wir sehen uns wieder in Walhalla." sind weitere Textausschnitte. Ich weiß, dass man sehr großes Heimweh erleiden kann und nichts daran ändern kann, das man Seemeilen von seinen Lieben entfernt ist. Trotzdem interessiert es mich sehr, ob mein Traum von der Freiheit als Realität auch meiner persönlichen Definition von Freiheit entspricht.
Umso schöner ist es für mich, Santiano zu hören, die Augen zu schließen und zu träumen von einem Leben auf See. Probiert es doch auch einmal aus!

Freitag, 13. Februar 2015

Too young to grow old

Ich denke gerne an vergangene Zeiten zurück. Diese Reise durch das eigene Leben zeigt tausende und abertausende von Erinnerungen und diese Erinnerungen sind fester Bestandteil von dem, was wir heute sind, wer wir heute sind. Ich sehe Bilder vor mir, wie ich mit meinen Freunden und meiner Familie als kleines Kind im Garten spiele, wie ich mir einmal beide Knie aufschlug und  wie ich mich - mit oder ohne Erfolg - an etlichen Instrumenten versuchte, die sich in unserem Haus finden ließen. Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die gerne in Erinnerungen schwelgt und an alte Zeiten zurückdenkt.
Um Erinnerungen aus vergangenen Zeiten geht es auch in „Too young to grow old“ von Thomas Godoj. Manchmal stellt man fest, dass all diese kindlichen und naiven - spielerischen Tage der Vergangenheit angehören und es kann durchaus schockierend für dich selbst sein, zu erkennen, dass du „erwachsen“ geworden bist. Deswegen kann es in jedem Alter, ob 21 oder 41, guttun, diese „rockigen Zeiten“ wieder aufleben zu lassen und einfach Spaß am Leben zu haben. Menschen sind ein Leben lang zu jung, um alt zu werden; zu alt, um den Spaß am Leben zu verlieren. Manchmal benötigt man einen Spiegel, der einen wieder darauf aufmerksam macht, wer man war oder wer man ist und was das Leben alles bereithält. Aber das gut bekannte und oft zitierte „Kind in dir“ darf solange du selbst lebst nicht sterben. Und dafür muss man selbst allein sorgen.

Das Lied des „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner von 2008 hat mein Lied der Woche auf seiner aller ersten CD „Plan A“ veröffentlicht. Der Musikstil des heute 36jährigen gefällt mir persönlich echt gut und bei dem Lied „Too young to grow old“ sehe ich einerseits all diese Kindheitserinnerungen, andererseits aber auch aktuellere Erlebnisse vor meinem inneren Auge. Immer wieder wird mir bewusst, wie wichtig es ist, das Leben zu leben, trotz allen Problemen und Konflikten. Ich kann euch allen nur raten: Achtet darauf, dass ihr niemals 100%ig erwachsen werdet. Ein Stück Kind muss in uns bleiben - bis zum Tod.


Freitag, 6. Februar 2015

Das geht nie vorbei

Man kann ihm spätestens jetzt nicht mehr aus dem Weg gehen. Jeden Abend sendet mindestens ein Fernsehsender Sitzungen aus ganz Deutschland. Von Aachen bis Mainz, von Cottbus bis Köln - überall feiert man Karneval. Die Karnevalisten in ganz Deutschland lassen Abend für Abend die Korken knallen ud die Fetzen fliegen. Ich gehöre seit Jahren und abermals Jahren zu den auf kölsch genannten Jecken und freue mich sehr auf die fünfte Jahreszeit. Und eine Sache kann ich definitiv bestätigen: Einmal Karnevalist, immer Karnevalist - einmal Jeck, immer Jeck! 
De Höhner sind für ihre Karnevalslieder bekannt und in ihrem Lied "Das geht nie vorbei" das, was ich sofort unterschreiben würde. Wenn man einmal mit dem Karnevalsfieber angesteckt wurde, wird es nie mehr los. Es gibt viele Vorurteile über das Leben in der Karnevalszeit - betrunkene Leute, grässliche Musik und viele dämliche Tätigkeiten -  aber das ist auch nur die Spitze des Eisbergs. Karneval ist für mich eine Zeit im Jahr, in dem man einfach mal sich und das Leben feiern kann. Singen, lachen, tanzen, feiern, genießen. Karneval ist für mich nicht nur eine Zeit des Jahres, sondern viel mehr ein Lebensgefühl, eine Lebenseinstellung. Und genau das verdeutlicht meiner Meinung nach auch das Lied "Das geht nie vorbei". Das Lied löst gute Laune aus und man kommt wunderbar in Schwung. 

Samstag, 31. Januar 2015

Das Schweigen der Spammer

Manche finden sie lustig, viele finden sie nervig. Egal, ob im Kino, oder zu Hause, im Fernsehen - Werbung ist in jeder Medienbranche vollzet präsent. Die möglicherweise positiven aber auch negativen Aspekte der Werbung zeigt Bodo Wartke in seinem Lied "Das Schweigen der Spammer" mit zugespitztem Humor und Übertreibungen auf. "Wenn die Welt ohne Werbung wär" - ja, was dann? Man kann sich von dem Lied des klavierspielenden Mannes zum Nachdenken motivieren lassen, oder man lässt sich einfach unterhalten. Doch für welche Möglichkeit man sich auch entscheidet, eine Sache steht für mich fest: Mindestens einmal kann man definitiv nicht anders, als zu grinsen oder zu kichern. Bei mir löst das Lied gute Laune aus und man bekommt eine andere Sicht auf die Welt nähergebracht: eine sehr lockere und satirische Sicht, verstärkt durch clevere Wortspielereien. Dieses Merkmal dominiert bei sehr vielen - gar allen Liedern von Wartkes Programmen. Natürlich kann man das auch als Grauzone oder recht schwarzen Humor empfinden, aber ich denke, dass diese Ansichtsweise auch mal sein muss. Man sollte meiner Meinung nach nicht immer alles zu objektiv, sachlich und ernst sehen. Der Humor ist ein wichtiger Teil unseres Lebens, man darf ihn nicht verlieren. 

Freitag, 23. Januar 2015

Afire Love

Das Lied der Woche ist dieses Mal eins, das mir persönlich so nahe geht, wie kein anderes zuvor. Ed Sheeran und sein eher unbekannter Song "Afire love" bringt nicht nur mich, meine Stimme, sondern auch mein Herz und meine Seele zum Mitsingen, Winseln und Weinen. Ein hochemotionaler Songtext und die sanfte, melancholische Stimme des Briten vereinigen sich zu einer perfekten Mischung und machen es so anhörenswert, wie es für mich ist. Ich erlebe die im Text  beschriebene Situation momentan zum Dritten Mal und kann es manchmal nicht anders in Worte fassen, als: Ed spricht/singt mir aus Herz und Seele. Ich möchte 2 übersetzte Textstellen hier etwas näher betrachten. 
"Gestern war noch alles in Ordnung, dann nahm der Teufel dir die Erinnerung. Und wenn du heute stirbst, hoffe ich, dass der Himmel zu deinem Ruheplatz wird." Für niemanden ist es einfach, wenn man einen Demenzfall erleben muss. Der Betroffene muss lernen, seine Unabhängigkeit zu verlieren und die Angehörigen müssen die neuen Lasten ertragen, die die Krankheitsfälle mit sich bringen. Jüngere Mitglieder der Familie mögen das zunächst sehr naiv sehen, aber umso schmerzhafter ist es, wenn man erkennt und versteht, was Demenz oder Altsheimer beispielsweise für Beschwerden und Folgen mit sich bringen. Damit kommen wir zur 2. Textstelle:
"Mein Vater sagte mir: Es ist nicht seine Schuld, dass er dein Gesicht nicht kennt und du bist nicht der Einzige." Man weiß, dass es so weit kommen kann, aber wenn es dann soweit ist, schockt es einen so sehr, dass man es kaum beschreiben kann. Man kann sich noch so oft und lange darauf vorbereiten, wenn die Person auf einmal vor dir steht und dich selbst nicht mehr erkennt, weißt du nie, wie du dich verhalten geschweige denn fühlen sollst. Auch wenn die Worte des Liedes kein Trost sind, sollte man sie nie vergessen: Es ist nicht die Schuld des Betroffenen, genauso wenig wie deine eigene. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es besonders in solchen Situationen sehr bedeutend ist, von seiner Familie und besten Freunden in den Arm genommen zu werden und die Herzen "wie eins" schlagen zu lassen.
Für mich ist das Lied sehr berührend und ich finde, dass es nicht nur für Menschen, die Angehörige von Betroffenen sind, sondern auch für alle anderen in vielen Situationen etwas sein kann, das Trost spendet. 

Freitag, 16. Januar 2015

Gefahr mit Humor

Musik muss man nicht immer ernst nehmen. Es gibt einige, die zu den aktuellen Hits aus den Charts Parodien machen. Wen ich meine? - YouTuber!
Die besten Song Parodien, die ich kenne, kommen zum Beispiel von Die Lochis. Ihre Parodie von "Dangerous" - urprünglich von David Guetta, gehört zweifelsohne zu den besten, die ich bisher gehört habe. Mit Humor und zugespitzten Darstellungen wird eine Misere gezeigt, die wohl jeder Jugedliche gut kennt: Handy- und Laptopakku ist leer und man findet das Ladekabel nirgends. Da fleht man auch mal seinen Kumpel an. Sehr witzig und wenn man mal länger darüber nachdenkt, erkennt man wieder wie abhängig man von all den technischen Geräten ist und das man - wenn man sich wirklich Mühe gibt, auch offline leben kann. Nichts desto trotz ist die Parodie unglaublich amüsierend, unterhaltend wie empfehlenswert! Ich sage: Danke für dieses superwitzige Video!

Freitag, 9. Januar 2015

Du und Ich

Kein Mensch kann allein überleben. Wir sind soziale Wesen und brauchen die Interaktion mit anderen Leuten. Und jeder hat wohl mindestens eine Person, ohne die er nicht überleben könnte. Mit dieser Person ist man erst perfekt. Sie ergänzt uns perfekt, steht immer zu und hinter uns und hilft uns aus noch so großen Schwierigkeiten. Diese Person muss keinesfalls nur der eigene Bezehungspartner sein, sondern kann auch aus dem eigenen Familien- oder Freundeskreis stammen. Die Worte "Ich liebe dich" sind für diese Person sehr angebracht und nicht übertrieben, weil sie wie ein Rad im Antrieb unseres Herzens sind. 
Genau darum geht es in dem Lied der Woche. Marco Angelini, ein ehemaliger Teilnehmer von Deutschland sucht den Superstar bezieht den Text seines Liedes "Du und Ich" im Video direkt auf die Frau seines Herzens, aber trotzdem kann man selbigen Text auch auf andere Menschen, die zum Motor des eigenen Lebens gehören, übertragen. Zu Beginn des Liedes hört man neben der Begleitung vom Bass und den auf Off-beats gespielten Grundtönen von der E-Gitarre die Melodie des Refrains auf dem Klavier. Danach hört man die Stimme des Österreichers, wie durch ein Megaphon gesprochen, etwas verhallend und gedämpft. "Du und ich" ist für mich wirklich ein Lied für gute Laune und ich muss jedes Mal, wenn ich das Lied höre, an die Personen um mich herum denken, die mich stets auf meinen Weg begleiteten und die ich im Leben einfach nicht missen möchte, weil ich mir kaum vorstellen kann, wie ich ohne sie weiterleben soll, wie weit ich ohne sie gekommen wäre, wer ich ohne sie geworden wäre.

Freitag, 2. Januar 2015

Don´t you

Man kann sich Musik aus unserem Alltag gar nicht mehr rausdenken. Während man selbst in Cafés und Restaurants überall beschallt wird, gibt es auch immer mehr Songs, die berühmt werden, weil sie Soundtrack eines Films sind. Einer dieser Soundtracks, die mich bewegt haben ist der Filmsoundtrack zu "Breakfast Club" - "Don´t you forget about me" von Simple Minds.
Kraftvolles Gitarrensolo mit eingängigem Beat leiten ein und die gute Stimmung ist spätestens beim motivierenden "Hey hey hey hey!" vollständig vorhanden. Im Kopfkino wird man in eine Szene von ener Disko in den 80er oder 90er Jahre versetzt. Die Melodie kann man nach höchstens drei Mal hören im Kopf und Passagen zum Mitsingen oder -grölen gibt es auch jede Menge. Egal, ob den Refrain oder die Bridge mit "la la la la" verbreitet Stimmung und vermittelt an mich jedes Mal, wenn ich das Lied höre auch so eine Art Mut und Motivation. Denn die Message, die der Text rüberbringt, sollte man auch nicht übersehen. Don't you forget about me - Vergiss mich nicht. Das ganze ist so gemeint, dass jeder Mensch auf der Welt sein Licht leuchten lassen sollte. Jeder sollte das tun, für das er brennt, auch in schweren Zeiten. Super Song, super Ohrwurm, super Text.

Samstag, 27. Dezember 2014

Simply the Best

Das Jahr geht zu Ende und wir alle blicken zurück auf die vergangenen 362 Tage. Fragen kommen auf: Habe ich meine Vorsätze eingehalten? Was habe ich erreicht? Was muss sich ändern? Und ich habe mich mal gefragt: Was waren meine größten Hits 2014? Also werde ich euch jetzt mal meine Top 5 Songs von 2014 vorstellen.

Keine Geige, kein Bass, kein Schlagzeug - keine Instrumente, nur eine männliche, zärtliche und sanfte Stimme. Weltberühmt wurde "I see fire" durch den Film "Der Hobbit", aber meiner Meinung nach hätte es der Song von dem jungen, hübschen Teenie-Schwarm Ed Sheeran auch ohne derartigen Support zum großen Hit geschafft. Gänsehaut von der ersten Sekunde an und eine Herzlichkeit, die mich unzählige Male zum Weinen gebracht hat. Die unverwechselbare Stimme vom Briten Ed und seine Gitarre, unterstrichen von leisen Streichern und ganz sanften Percussions ergeben für mich einen meiner absoluten Lieblingshits des Jahres. Das Lied war ist und bleibt für mich jede Träne wert.

Eines der größten Events des Jahres war was? - Richtig: Die WM in Brasilien. Und ich denke, jeder von euch weiß, von welchem Song ich rede. Er lief im Radio rauf und runter: "Auf uns" von Andreas Bourani. Kraftvoller Anfang von Streichinstrumenten, der den Mut und die Motivation quasi automatisch auf den Hörer überträgt - wie ich finde. Und die Message des Textes muss auch mal sein: Sei stolz auf das, was du geschafft hast. Das gilt sowohl für einen allein als auch für erreichte Ziele in der Gruppe. Gute Laune, Ohrwurm und für mich ein Ansporn zum Tanzen - find ich super.

Ein bisschen Hawaii-Flair ga es dieses Jahr von MAGIC. Im Intro hört man helle Gitarrentöne und mein Fuß kann nur wenige Sekunden stillhalten. Und auch die Trommelrhythmen versetzen den Hörer auf die traumhafte Insel mit hohen Palmen und tiefblauem Wasser. Dabei geht es in dem Song "Rude" gar nicht um Urlaub. Wenn man sich den Text anguckt, hört man meiner Meinung nach immer mehr diesen Trotz heraus. Ein Mann fragt den Vater seiner Geliebten, ob er sie heiraten darf, der Vater sagt nein und der Mann? Sagt sich schlicht und einfach: I'm gonna marry her anyway!

Ein durchdringender Beat vom Schlagzeug, Staccato von Violoncelli und der Text eindeutig: Es gibt nichts, das mich hält. "Au Revoir" von Mark Forster ist ohne Frage ein riesiger Ohrwurm. Und ich kenne die im Song beschriebene Situation aus eigener Erfahrung sehr gut. Ob man wirklich abhaut oder doch wieder zur Ruhe kommt, ist erst einmal egal. Das Lied hat mich tagelang begleitet, ich konnte es einfach nicht aus dem Kopf kriegen. Groovig, smoothig, super. :D

Große Gefühle gab es zum Ende des Jahres wieder durch Mr. Probz und "Nothing really matters"  Sanfte Klaviertöne scheinen für mich immer wieder wie ein sich öffnendes Tor zu einer anderen Welt. Ich betrete sie und die starke, raue Stimme eines Mannes nimmt mich förmlich an die Hand. Keine lauten Beats, kein starker Bass, nur Klavier, Geigen, Celli, ein kleiner Chor und das Wunder ist vollbracht. Gänsehaut pur. Ich muss an die Leute denken, die mir wichtig sind und bei denen nichts anderes mehr zählt, wenn sie in meiner Nähe sind. Ein perfekter Song, um in schlaflosen Nächten am Fenster zu sitzen, in den Sternenhimmel zu gucken und zu träumen.. mit der ein oder anderen Tränen für die, die nie mehr so nah sein werden, wie sie es waren.

Insgesamt war 2014 ein Jahr mit vielen tollen Songs und großen Emotionen in vielerlei Hinsicht. Ich bin gespannt, was 2015 bringen wird - ihr auch?

Sonntag, 21. Dezember 2014

EILMELDUNG

Aus aktuellem Anlass schreibe ich einen mir sehr am Herzen liegenden Nachtrag. Am Nachmittag des 21.12.2014 verstarb der berühmte und geliebte Komponist, Pianist und Sänger Udo Jürgens. Es ist ein schwerer Schlag für mich. Seine Musik bewegte Milliarden Herzen und bleibt auf ewig zeitlos. Seine Musik begleitete mich durch meine Kindheit und meine Jugend, bis zum heutigen Tag. Und das wird sie auch weiterhin, bis ich eines Tages dahinscheide und ihm in den Himmel folge. So herzlich und ehrlich wie Udos Texte kenne ich kaum andere. Seine Musik begeisterte Menschenmassen und berührte Herzen, umso schmerzhafter ist sein Tod.
Udo, deine Texte und deine Musik waren ein wahres Wunder. Dein Leben war nicht einfach und doch hast du immer weiter gemacht, immer weiter gekämpft. Jede Träne, die in Trauer um dich verfließt ist ein Danke für diese wundervollen (80) Jahre mit dir. Du bleibst unvergessen in unseren Herzen
Warum nur, warum muss alles vergehen? Warum nur, warum bleibt gar nichts bestehen? Du gehst von mir, drehst dich nicht um. Gib mir die Antwort: Warum nur, warum? Warum nur, warum blühen Blumen so schön? Wenn sie schon bald verblühen und vergehen? 
Jede Trennung ist so wie ein kleines Sterben. Ich kenne jedes Glück und jede Art von Schmerz. Doch dein Auf Wiedersehen, das geht mir diesmal mitten durchs Herz. Schunkelvoll Gefühl, wenns nun Abschied heißt. Dankbar für all das, was DU für UNS warst. Aufbruch, immer neu. Vorbei ist nicht vorbei. Ein Lied, trotz aller Not und Steine werden Brot. 
Merci, merci, merci, für die Stunden, chérie. Unsere Liebe war schön, so schön. Merci, chérie!


Bildquelle: http://www.musikmarkt.de/var/storage/images/aktuell/news/news-in-bearbeitung/charts-oesterreich-kw-44-udo-juergens-tribut-vor-slipknot-und-farin-urlaub-mit-videos/9741015-2-ger-DE/Charts-Oesterreich-KW-44-Udo-Juergens-Tribut-vor-Slipknot-und-Farin-Urlaub-mit-Videos.jpg

Freitag, 19. Dezember 2014

Take me to church

Es gibt nicht viele Lieder, die bei mir von Anfang an Gänsehaut auslösen und bei denen es dann auch noch beim 10000. Mal Anhören so schön ist wie beim ersten Mal. Eines dieser Raritäten ist das Cover von "Take me to church",  gesungen von Marcel Kaupp. Der junge Finalist von "Das Supertalent" sang sich beim Casting mit "Rise like a phoenx" und "Titanium" in die Herzen der Jury und der Zuschauer. Kein Wunder - Mit seiner kräftigen, sauberen und gefühlvollen Stimme berührt jeder Ton aus seiner Kehle das Herz. Als Marcella Rockefella covert er Lieder von Lady Gaga oder Conchita Wurst, aber auch als Marcel kann er jedes Mal 100%ig überzeugen. 
Nach 4 Glockenschlägen beginnt die Musik und man hört seine unverwechselbare Stimme. Jeder Ton stürmt ins Herz und die Stimme hallt im Gedächtnis nach, dass man ihn nicht einfach vergessen kann. Sowohl beim ersten als auch beim hundertsten Mal fühle ich mich überwöltigt von diesem musikalischen Talent und kämpfe gegen einen Schwall von Tränen an. Ich kann sehr gut fühlen, dass er in jedes einzelne Wort sein volles Herz hineinlegt und wenn ich so etwas heraushören kann, dann werde ich herzlich ehrlichher Fan. Marcel singt Lieder, mit denen er sich selbst identifizieren kann. Diese Herzlichkeit und Ehrlichkeit verbunden mit dem eindeutig merkbaren Spaß, den er während des Singens hat, entführt mich in eine andere Welt und verzaubert mich, berührt und bewegt mich.
Marcel, wenn du diesen Text einmal lesen solltest, dann möchte ich dir zuerst viel Erfolg beim Finale vom Supertalent und viel Liebe und Freude in den folgenden Jahren. Höre nie auf, die Musik auf deine eigene Art und Weise zu machen und du wirst mich als deinen Fan nie verlieren.

Freitag, 12. Dezember 2014

Kartenhaus

Mit leisen Klavier- und Geigentönen fängt alles an. Als die Streichinstrumente in den Hintergrund treten und kaum mehr zu hören sind, erklingt eine warme Männerstimme. Sie ist nicht unbekannt. Adel Tawil hat sich bereits gemeinsam mit Anette Humpe einen Namen in der deutschen Musikbranche gemacht. Doch jetzt ist er allein - was seiner Herzlichkeit und Tiefe der Songs keinen Abbruch tut. Mit "Kartenhaus" erweitert sich die Liste der Lieder, die von Anfang an direkt ins Herz gehen. So alltägliche Situatonen - Liebe, Freundschaft oder Bekanntschaften, die sich aus den Augen verlieren, ob man es will oder nicht - werden aus dem Leben direkt in seine Lieder gegriffen. Heute bemerke ich zu tiefst beschämt, dass ich den Song zunächst nicht so beachtet habe. Erst beim zweiten Mal Hören riss mich die Zeile "Ich will, dass das für immer bleibt. Ich will, dass du für immer bleibst" in die Tiefe des Liedes. Ich war getroffen von dem Liedtext und der musikalischen Umsetzung der Gefühle. Ich habe großen Respekt vor all den Menschen, die es schaffen, andere Menschen mit Musik oder Texten bewegen und berühren können und Adel Tawil ist definitiv ein Mensch mit diesen 2 Talenten. 
Adel, deine Lieder gehen immer wieder direkt ins Herz, in den Kopf und verlässt beides nie wieder. Deine Lieder: Einmal gehört, nie mehr vergessen.

Freitag, 28. November 2014

Es war schön

Ein Titel, der für Schlagzeilen sorgt. Das letzte Album der Puhdys "Es war schön" trat eine Welle von Diskussionen und Mysterien los, die sich darum ranken, ob die Band sich auflöst oder nicht. Und auch, wenn es in dem gleichnamigen Song eher um eine Beziehung zwischen 2 Menschen als um die Band selbst geht, ist die schockierende Nachricht nicht ganz gelogen. Nach neuesten Informationen findet am 31.12.2015 das aller letzte Puhdys-Konzert in Berlin statt. Für alle Puhdys-Fans eine traurige Nachricht - so auch für mich. Obwohl ich die Anfangsgeschichte der Band nicht miterlebt habe und gute 50 bis 60 Jahre jünger bin als die Bandmitglieder, traf es mich zu erfahren, dass die Band, die mich mein Leben lang begleitet hat und auf vielen schweren Wegen - wenn auch unwissend - unterstützt hat mit ihrer Musik, noch vor dem Erreichen meines 20. Lebensjahres aufhören wird. Umso wichtiger war es danach für mich, meine liebste Band wenigstens einmal live zu erleben.
Es war schön - ein Album mit Ohrwürmern, jeder Menge Gefühl und Gänsehautmomenten. Allein schon das CD-Cover hat mich auf den ersten Blick vollkommen fasziniert und gerührt. Die unverwechselbare Stimme von Dieter "Maschine" Birr, tiefgründige Texte, die zum Nachdenken anregen und ein wundervoller Mix aus langsameren und schnellen Songs bildet ein Wunderwerk mit Musik- und Gefühlsfeuerwerken. Wie so oft fällt die Wahl eines Lieblingsliedes sehr schwer. Zeitweise vergesse ich, dass diese Band bald nur noch auf CD existieren wird. Inspirierend, gefühlvoll, bewegend, berührend; kurz: Die Musik der Puhdys. Passend zu den Namen der Songs auf dem Album habe ich als Fan (und im Namen aller anderen) für die Band selbst ein paar Worte zu Papier gebracht:
Unser Schiff kann mit euch und eurer Musik - als Hoffnungs- und Trostspender nie den richtigen Kurs verlieren. Draußen warten sie Sterne und ihr habt sie uns so manches Mal vom Himmel geholt. Es war schön und mit all den Erinnerungen im Herzen werden wir Fans euch nie vergessen. Hoffnung stirbt zuletzt und ihr habt sie uns geschenkt, als wir sie schon längst verloren glaubten. Die Welt ist ein Wunder und ihr seid einer der Gründe dafür. Wenn ein Mensch eure Musik kennenlernt und liebenlernt, hat er immer einen Grund zum Lächeln. Ihr lebt für die Musik und für eure Fans, mehr als einmal habt ihr jedem einzelnen von ihnen bewiesen: Für dich lebe ich.Auch, wenn es nicht immer einfach war, gemeinsam waren keine Wege zu weit und mit euch können wir Einfach leben. Heut' ist wieder so ein Tag an dem ich an die Zeit denke, in der ihr und eure Musik mir Kraft gegeben habt.So schwer es auch war und so sehr ich auch gezweifelt habe, mit eurer Musik war ich Wieder zu Hause.  Ein Lied, das nicht vergisst - ihr habt hunderte geschrieben, die eure Fans nie vergessen werden.  Aus der Tiefe des Herzens werden wir Fans immer an euch denken; Dieter, Peter, Dieter, Peter und Klaus. Tausend Dank für alles! #Puhdys 

Freitag, 21. November 2014

Ghost stories

Egal, ob in Zeitungsartikeln, Reden oder Gedichten. Der Inhalt des Gesagten und das, was wirklich gemeint ist und durch die Blume angesprochen wird, ist nicht immer für jeden klar erkennbar. "Stille Wasser sind tief" - auch in der Musik nicht nur ein 0-8-15-Spruch von Oma, sondern die Wahrheit. als ich zum Beispiel das erste Mal das Lied "Geh zu ihr" von den Puhdys gehört habe, verwirrte mich die Zeile "Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen." und brachte mich jedes Mal völlig aus der Fassung. Ich hatte nie verstanden, warum jemand zu seiner Geliebten gehen sollte, um einen Drachen steigen zu lassen. Erst als ich dann die Umstände und Gründe für dieses Lied erfuhr, wurde mir klar, wie tiefgründig und berührend dieser Text wirklich ist - besonders die Zeile, die ich vorher so irr- und unsinnig fand.In meiner Kindlichen Naivität hatte ich sogar "Man in the mirror" von Michael Jackson wörtlich genommen und hatte teilweise etwas Mitleid mit dem Fremden, der da in Glas eingesperrt wurde. Ja, so dachte ich. Weil ich den wahren Sinn des Textes noch nicht gut genug durchdacht hatte. Man mag denken, was man will, aber für Menschen, die nicht das Verständnis oder das Wissen darüber haben, wie - wann oder warum ein Lied entstand, die können häufig nicht das sehen, was ausgesagt werden soll. Deswegen lohnt es sich wirklich, Musik nicht nur als Füllung der Stille zu nutzen, sondern auch mal zwei-, dreimal mehr hinzuhören, was der Text aussagt und was er aussagen will, denn die Antwort auf diese 2 Fragen ist nicht immer dieselbe. Der Geist eines Liedes ist nicht immer seines Äußeren ähnlich. Ghost stories sind nicht nur Gruselgeschichten, sondern auch Musik.

Freitag, 14. November 2014

You can never be ready

Manchmal denke ich darüber nach, ob Beständigkeit eigentlich bei irgendeiner Sache im Leben wirklich real ist. Menschen ändern sich, Mode ändert sich, Musik ändert sich. Etliche Kinder oder Jugendliche rümpfen bei Namen wie Andy Borg, Rex Guildo oder Modern Talking nur die Nase und stempeln diese Musik als alt, blöd und nicht mehr schön ab. Aber wie wird es dann mit unseren Kindern und Enkeln sein? Sunrise Avenue, Green Day, 21 Pilots, David Guetta oder Rihanna; Sind das die Oldies der Zukunft? Wird es nach unserer Generation noch Kinder oder Jugendliche geben, die wie wir diese Musik mögen werden? Geschweige denn von Bands wie The Beatles, Abba, Die Puhdys oder Karat? Nichts ist für die Ewigkeit, weder wir noch die Musik. Das ist einer von noch vielen anderen Gründen, die mir einfallen, warum wir die Musik nicht - absolut nicht -  als selbstverständlich ansehen sollten. Man kann niemals bereit sein, singt es Samu Haber (Sunrise Avenue) so schön: You can never be ready.

Freitag, 7. November 2014

Mein Weg zu mir

Die Musik spielte schon immer eine große Rolle in meinem Leben, in meiner Entwicklung. Dadurch, dass meine gesamte Familie Musik macht, gehört Musizieren für mich zum Leben wie das Atmen. Die Lieblingsmusik meiner Eltern und auch besonders die meines Onkels lenkte mich recht stark zu meiner eigenen Lieblingsmusikrichtung. Durch die Musik wurde mir klar, dass es immer einen Ausweg gibt. Sie stand mir immer bei in den noch so schwierigen Situationen, sie gab mir Mut und Kraft und gab mir stets das Gefühl, dass ich niemals alleine bin. Wie Ludwig van Beethoven bereits sagte: 
Wer die Musik liebt, kann nie ganz unglücklich sein.
Dass das der Wahrheit entspricht, habe ich in etlichen Situationen bereits erfahren. Um ein Beispiel zu nennen: Als sich viele Schicksalsschläge wie der Tod enger Verwandten und Alltagsstress immer mehr häuften, halfen mir Lieder wie Roger Ciceros "In diesem Moment", Emeli Sandés "Read all about it", "Das hat die Welt noch nicht gesehen" von den Söhnen Mannheims und auch Kelly Clarksons "Arms of an angel", wieder Kraft zu finden und nicht in Depression zu versinken. Nicht nur meine Mitmenschen, sondern auch die Musik hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Oder wie es Udo Jürgens beschreibt:
Mein Weg zu mir war nicht immer eben,
er war nicht immer klug, oder geradeaus genug.

Mein Weg zu mir, das ist mein Leben
und vielleicht finde ich am Ende mich.

Freitag, 31. Oktober 2014

Ich will nicht vergessen

Lieder, die Geschichten schreiben, gibt es. Lieder, die Geschichte schreiben, gibt es aber auch. Seit langen Zeiten gibt es neben den Volksliedern odre Schnulzen auch immer wieder Lieder, die sich auf die politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Situation eines Landes oder sogar der Welt beziehen. Mit poetisch tiefgründigen Texten machen sie auf Missstände aufmerksam, ohne direkt mit der Nadel in die Wunde zu stechen oder einen Sündenbock anzuklagen. Diese Besonderheit ist der Grund, dass Lieder wie beispielsweise "Halte durch" von Xavier Naidoo, "Dear Mr. President" von Pink, "Freiheit" von Westernhagen, "Das Buch" von den Puhdys, "Programmiert" von Tim Bendzko...... wirklich einzigartig zeitlos sind. Menschen, die sich trauen mit ihrer Musik darauf hinzuweisen, wie es uns und anderen Menschen auf der Welt geht, haben größten Respekt und Ehre verdient. Wie es die Puhdys in einem ihrer Lieder so schön formulieren:
Ist alles vergessen, was einmal war?
Ich will nicht vergessen, was einmal war!

Freitag, 24. Oktober 2014

Kompromisse

Die Musik gehört für mich zu den wirklich wahren, großen Weltwundern. Sie ist bunter als das Universum, macht keine Kompromisse und vermittelt alles erdenklich Mögliche so, dass man es weltweit versteht. Es gibt hunderte von Stilrichtungen, jeder kann etwas finden, das ihm gefällt und jede Richtung kann von den verschiedensten Dingen erzählen; Von Liebe, Schmerz, Tod, Einsamkeit, Schicksal, Glauben, Hoffnung. Kurz gesagt: vom Leben.
Die Zeiten ändern sich, aber Musik lebt ewig weiter. Doch je weiter die Zeiten sich verändern, desto mehr Stilrichtungen können auch neu entstehen. Jeder findet im großen Wunderland sein eigenes kleines Plätzchen. Die Welt der Musik ist genauso wertvoll wie unsere eigene und sollte niemals missbraucht oder beschmutzt zerstört werden. Beide müssen geehrt werden und nur dann werden sie nie verkümmern. Auf die wundervollen Welten, die uns umgeben; physisch als auch schallend.

Freitag, 17. Oktober 2014

My same

Hallo und Willkommen!
Ich bin Ani, 17 Jahre alt (bald 18^^) und ich liebe Musik. Genau deshalb entstand dieser Blog. Ich werde meine eigenen Gedanken über die Musik hier reinschreiben. Musik, die etwas bewegt, Musik, die ich mit Erlebnissen oder Ereignissen verbinde oder schlicht und einfach Musik, die zu Herzen geht. Ab und an berichte ich euch von Erlebnissen, die ich mit bestimmten Liedern verbinde. Hauptsächlich geht es darum, dass Musik all das, was man mit normalen Worten nie sagen könnte, ausdrücken kann.
Man bleibt zu Hause und macht eine Weltreise, man ist bester Laune und wird zu Tränen gerührt, mit Musik ist alles möglich. All diese Möglichkeiten sollte man nicht aus den augen verlieren. Auch ihr könnt mir von euren Erinnerungen mit und von Musik erzählen. Ich freue mich auf eure Rückmeldungen. :)