Freitag, 27. November 2015

Walking

Das Leben ist ein ständiger Wechsel von Zeiten, Episoden, Phasen. Einmal ist es besser, eine schwere Zeit mit Angehörigen, Freunden oder Verwandten durchzustehen, ein anderes Mal ist man auf sich allein gestellt und muss mit den eigenen Problemen selbst zurecht kommen, oder man will das sogar von Zeit zu Zeit. Von anderen Menschen Hilfe zu brauchen ist menschlich, trotzdem hat man im Leben manchmal keine andere Wahl, als alleine seinen Weg zu gehen. Auch, wenn alle Anderen einen anderen Weg gehen, sollte man sich für das entscheiden, was man fühlt im Herzen und was man möchte. Meiner Ansicht nach kann jeder für sich am besten bestimmen, was das "Beste" ist oder was man am liebsten möchte. Unterstützung von außen kann nicht nur Stress und Druck nehmen, in manchen Situationen ist die auch störend und man selbst will keine Meinung von Außenstehenden. Das muss nicht nur in guten Phasen so sein, sondern auch in Tiefen. Zeitweise hat man möglicherweise sogar eine Art Drang dazu, Probleme eigenständig und mit möglichst wenig Einwirkung von Anderen zu bewältigen. Man möchte selbst weiterlaufen, ohne dass einem jemand sagt, wie man was zu machen habe.  Man kann neue Seiten in sich entdecken und sich von anderen Menschen abgrenzen, individuell bleiben. Darüber erzählt "Walking" von der deutschen Band Northern Lights. Die 4 Männer mit dem Frontsänger Jonas Nay - der auch als Schauspieler schon zahlreiche Preise gewonnen hat - kommen aus Lübeck und erzählen mit ihrem "Progressive Pop" wahre Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Die einzigartige musikalische Sprache, bei der man gelegentlich einen Hauch von Jazz verspürt, wirkt für mich sehr leicht und entspannt, gutgelaunt. Das Lied selbst stammt aus dem Album "Landed" von 2014.
Im Video selbst sieht man die Bandmitglieder gemeinsam gemütlich im Studio sitzen und musizieren. Wieder braucht es nicht viel, um schöne Musik zu machen, lediglich ein Keyboard, eine E-Gitarre, einen Bass und ein Schlagzeug. Alle 4 beherrschen ihre Instrumente hervorragend und die Stimme von Jonas Nay ist meiner Meinung nach schlecht mit einer anderen zu verwechseln. Die eingängige Melodie, der beschwingte Takt und die qualitativ hochwertige Instrumentalisierung (sowohl durch Instrumente als auch Stimmen) machen das Lied zu einem meiner Ansicht nach wunderbarem Klangerlebnis. Die Hauptaussage, die das Lied mir persönlich vermittelt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Man braucht niemanden, um einzigartig zu sein.

Northern Lights - Walking

Freitag, 20. November 2015

Uhjar

Einige haben bei dem Wort "Einmann-Band" wahrscheinlich eine Person vor Augen, die eine große Trommel auf dem Rücken trägt mit Becken, die mit den Füßen gespielt werden, einer Mundharmonika und andere Trompeten und Tröten vor dem Mund und einem Akkordeon vor der Brust. So oder so ähnlich mag so ein stereotypes Bild einer Einmann-Band aussehen. Das es auch ganz anders geht, beweist der Musiker, den ich euch diese Woche vorstellen möchte. Der 25jährige Pierre Pihl ist der erste, der das so genannte Laptapping & Feetbass beherrscht. Der Kölner schreibt einige Songs auch selbst und komponiert jede Note für seine Instrumente selbst. Der Autodidakt spielt Gitarre - aber nicht so, wie man es kennt. Die Akustik-Gitarre hängt nicht über seiner Schulter, sondern liegt auf seinem Schoß. Dazu kommen noch 2 Gitarren; eine E-Gitarre und eine Bass-Gitarre. Keine dieser Gitarren zupft er, wie man es vom eigentlichen Gitarrespielen kennt. Trotzdem klingt das Ergebnis so wie ein Musikstück, bei dem jedes Instrument einzeln eingespielt wurde. Man hört keinen falschen Ton und keine schiefen Harmonien. Pierre Pihl beherrscht diese äußerst kreative Art des Gitarrespielens so gut, dass man die Art und Weise, wie er spielt gar nicht glauben mag. Das Lied "Uhjar"  entsteht durch das synchrone Spielen von 3 verschiedenen Gitarren. Die Akustik-Gitarre spielt er mit der linken Hand, die E-Gitarre mit der rechten Hand und die Bass-Gitarre mit den Füßen. Das mag vielleicht sehr konfus und seltsam klingen, aber dieses Talent ist meiner Meinung nach auch einfach unglaublich, und unglaublich bewundernswert. Guckt euch an, wie der junge Kölner drei Gitarren wunderschöne Klänge entzaubert und vor allem: Genießt es!

Freitag, 13. November 2015

Superjeile Zick

Alle Karnevalsfans haben seit diesem Mittwoch, dem 11.11. wieder allen Grund zur Freude, denn die 5. Jahreszeit begann. Auch ich gehöre zu den "närrischen Jecken", die sich zu dieser Zeit gerne verkleiden und feiern und auch mal 5 gerade sein lassen. Wenn ich Freunden und Bekannten erzähle, dass ich die Karnevalszeit sehr mag und gerne zu Karnevalsveranstaltungen gehe, höre ich meistens eine Reaktion nach dem Motto: "Das wäre mir zu viel Schlager." Und um ehrlich zu sein, regt mich das ein wenig auf. Ja, Karneval hat mit Schlagermusik zu tun und es wird Schlagermusik gespielt, aber nicht ausschließlich! Es gibt auch schöne moderne Feierlieder, die man in der Karnevalszeit oft hören kann. Ein Beispiel dafür möchte ich euch diese Woche vorstellen. Neben den Klassikern und Karnevals-Bands wie De Höhner, De Räuber oder Bläck Föös gibt es auch andere"New-comer" Bands; zum Beispiel Cat ballou, Kasalla und auch Brings.
Karneval ist nicht nur eine Zeit zum Feiern und Fröhlich sein, beschwingt in die Zukunft schauen, sondern auch kann man zurückblicken und sich an alle schönen Momente im Leben erinnern, und diese vergangenen Momente feiern. Einfach aus dem Grund, dass es sie gab und das man sie erleben durfte. Man denkt vielleicht daran, wie man früher gefeiert hat und wie man es im Vergleich dazu heute tut. Genau darum geht es in "Superjeile Zick" - auf hochdeutsch "Supergeile Zeit".  Während in den Strophen noch mit moderatem Tempo von den guten alten Zeiten gesungen wird, bricht spätestens im Refrain die gute Stimmung und Feierlaune richtig aus. Der an einen Sirtaki erinnernde, immer schneller werdende Takt  regt zum Mitklatschen an und die fröhliche Melodie mit dem eingängigen Text bleibt leicht im Gedächtnis - natürlich besonders bei den ganz großen Fans von Brings, die den Refrain schon ohne die Band selbst zum Besten bringen. Auch diejenigen, die Probleme haben, den Kölner Dialekt zu verstehen, bekommen von diesem Lied bestimmt gute Laune. Meiner Meinung nach kann man nach dem Hören von "Superjeile Zick" nur bester Stimmung sein.
Für diejenigen, die den Kölner Dialekt nicht so gut verstehen, übersetze ich den Refrain auf Hochdeutsch:
"Nein, was war das denn früher für eine supergeile Zeit.
Mit Tränen in den Augen schaue ich manchmal zurück.
Wenn ich heute auf der Rolle bin (ausgehe), bin ich nur halb so übermütig.
Aber heute Nacht, da weiß ich nicht, wie es enden wird."

Brings - Superjeile Zick

Freitag, 6. November 2015

Same Love

Liebe kann man für die unterschiedlichsten Dinge empfinden. Man kann sich in eine Person verlieben, in ein Tier, ein Land oder eine Landschaft und genauso kann man sich auch in ein Lied verlieben. Entweder, weil es so herzerwärmend und berührend ist, oder weil es einen entspannten Rhythmus hat, oder auch weil der Inhalt des Textes für einen persönlich sehr bedeutend ist. Der Song, den ich euch diese Woche vorstelle, löste in mir alles aus. Gefühlvolle Melodie im Refrain, entspannter Beat in den Strophen und die Message, die das Lied vertritt, finde ich ebenso wichtig. Klavier, Gitarre, Schlagzeug und Bläser ergeben einerseits ein sanftes und andererseits ein kraftvolles Gesamtbild. Durch den Rap-part wirkt der Song sehr locker und leicht, durch die sensible und zerbrechliche Gesangsstimme im Refrain erhält er eine Spur von Liebesballade. "Same Love" von Macklemore feat. Ryan Lewis erzählt von einem Homosexuellen, der von seinen Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen zu berichten scheint. Der Satz "Gott liebt alle seine Kinder" scheint mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten - ganz unabhängig davon, an welchen Gott man glaubt oder ob man überhaupt religiös ist. Dass "Schwul" heute bei einigen Leuten noch ein Schimpfwort ist, ist meiner Meinung nach unfassbar und inakzeptabel. Zudem gibt es Gruppen in der Gesellschaft, die immer noch davon überzeugt sind, dass man Homosexuelle durch Psychotherapien oder sonstige Erziehungsanstalten heterosexuell machen kann. Die Gleichberechtigung Homosexueller wird nur in sehr kleinen Schritten ermöglicht und noch nicht einmal in allen Ländern. Aber was macht es für einen Unterschied, ob man das andere oder das gleiche Geschlecht liebt? Liebe ist und bleibt Liebe. Liebe ist meiner Ansicht nach ein Menschenrecht, ganz egal, wen man liebt. Am Ende macht sie genau das, was am Ende des Refrains besungen wird: Sie hält uns warm. Sie hält uns am Leben.

Freitag, 30. Oktober 2015

Ständchen

Wo Musik gespielt wird, ist eine Feier oft nicht weit. Musik kann zu allen möglichen Anlässen gespielt werden. Zur Hochzeit ist der Hochzeitsmarsch bekannt, aber auch andere Liebeslieder werden oft gespielt. Es gibt einige Lieder zum Thema Freundschaft. Genauso kann man auch zum Geburtstag zahlreiche Lieder spielen und singen. Neben den Klassikern wie Happy Birthday to you oder Hoch soll er leben gibt es aber noch andere Lieder zu diesem Anlass. Und eines dieser Lieder möchte ich euch heute vorstellen. Daniel, Eddi, Andrea, Marc und Nils sind 5 Männer, die sich in den 1990er Jahre zu einer Schülerband zusammenschlossen und heute als Wise Guys bekannt sind. Ihre Musik besteht lediglich aus den Geräuschen, die sie mit ihren Mündern machen. Dabei werden allerdings nur die Begleitakkorde gesungen, man hört keine Soundeffekte oder Schlagzeug. Mit ihrem humorvollen Text und der beschwingt fröhlichen Melodie haben die 5 Männer ein schönes als auch originelles Geburtstagslied geschaffen - "Ständchen". Im Text sind sämtliche Wünsche enthalten, die man einer Person überbringen kann und möchte. Wenn das alles dann noch in Reime gefasst wird, bekommt nicht nur das Geburtstagskind, sondern auch die Gratulanten gute Laune.
Also, an alle Menschen, die heute Geburtstag haben: Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche euch alles Gute, viel Glück, Gesundheit... Ich wünsche euch all das, was im Lied besungen wird. Happy Birthday!

Wise guys - Ständchen


Freitag, 23. Oktober 2015

Glücksrezepte

Das ist er also - mein aller erster Blogeintrag nach dem einjährigen Bestehen. Am vergangenen Samstag (17. Oktober) wurde Musichearts 1 Jahr alt und alles, was ich im Rückblick auf die Zeit sagen kann, ist: Ich bin glücklich. Ich freue mich über jeden einzelnen Leser und jeden neuen Leser, der meinen Blog entdeckt. All die Wochen, in denen ich immer wieder über die Musik schreiben durfte, die ich mag, gaben mir Kraft in schwachen Momenten oder nahm mir den Frust und die Wut, wenn ich geladen war. Das Glück nach dem Schreiben eines Eintrags und auch nach dem Lesen der Feedbacks kann man schwer beschreiben. Apropos Glück: Manchmal hört man die Frage "Wie finde ich den Weg zum Glück?" Und auch schon Wissenschaftler haben sich damit beschäftigt. Aber am Ende muss man doch erkennen, dass es keine Glücksrezepte gibt. Nach so manchem Erlebnis denkt man nicht selten, wie es noch hätte verlaufen können, wie es besser gewesen wäre, wie man hätte agieren müssen, um etwas zu erreichen und so weiter... Trotzdem bringt das nie besonders viel. "Könnte, sollte, müsste, hätte - Wer hat schon Glücksrezepte?" lautet eine Zeile aus dem Lied "Glücksrezepte" von Teesy. Der deutsche Sänger, Songwriter und Rapper begann 2011 nach seinem Lehramt-Studium, seine Musik zu veröffentlichen und brachte seine erste EP Single "Fernweh" raus. Kritiker sagen, der Ostberliner versuche ständig, den Raop mit einer Spur von R'n'B und Soul zu verfeinern oder erweitern. Wenn ihr mich fragt: Das schafft er, und das macht er echt gut!
Die Hauptmessage, die ich nach dem ersten Hören dieses Liedes mitgenommen habe, ist, dass man jeden schönen, glücklichen Moment leben und genießen muss, denn niemand ist sein Leben lang nur glücklich und Glück kann man weder selbst herstellen noch auf der Straße finden und aufheben. Niemand hat Glücksrezepte, jeder muss zahlreiche Male im Leben einen Weg finden, um glücklich zu werden. Das Lied an sich verbreitet meiner Meinung nach gute Laune durch den leichten Beat und die ohrwurmverdächtige Melodie des Refrains. Manchmal fehlt nur ein kleines Strück bis zum Ziel, aber manchmal soll es einfach so sein. Das Leben ist wie eine Klaviertastatur; die weißen Tasten stehen für das Glück und die frohen Momente, die schwarzen Tasten symbolisieren die Tiefen und traurigen Situationen. Aber wenn du durchs Leben gehst, beachte immer, dass auch die schwarzen Tasten Musik machen.

Teesy - Glücksrezepte

Freitag, 16. Oktober 2015

Krieger des Lichts

"Denn in jedem von uns steckt dieser Krieger." lautet eine Zeile aus dem Lied dieser Woche. Seine Waffen sind allerdings keine Schwerter, Messer oder Pistolen, sondern einzig und allein das eigene Herz. Egal in welcher Situation des Lebens man ist, ununterbrochen benötigt man einen Lebenssinn und ein Ziel, das man erreichen möchte und für das man kämpft. Das Ziel ändert sich im Laufe des Lebens. Silbermond sendet mit "Krieger des Lichts" eine wichtige Botschaft an alle. Die deutsche Pop- und Rockband möchte meiner Ansicht nach jeden von uns ermutigen, das eigene Ziel - den Lebenssinn - nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn der Weg dahin zahlreiche Hindernisse bereithält und man längere Zeit braucht, um eine Krise zu bewältigen, sollte man den Mut nie aufgeben und alles versuchen, was in der eigenen Macht steht. Man gerät sicherlich mehr als einmal an die eigenen Grenzen, und alleine kann man auch nie sein und bestehen, aber das ist für mich noch lange kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen - wie man so sagt. Verglichen werden derartige Situationen mit einem Fluss, der von einer Quelle Richtung Meer fließt. Brücken, Steine, Dämme kommen ihn in den Weg, aber er hört nie auf zu fließen, bis er endlich am Ziel ist.
Musikalisch ist "Krieger des Lichts" zu Beginn noch vergleichsmäßig zurückhaltend. Die Stimme von Stefanie, der Sängerin der Band, steht im Mittelpunkt und klingt klar und deutlich. Die Grundharmonien werden im Hintergrund leise gespielt und zeitweise von E-Gitarrenriffs verziert. Zum Schluss wird das Lied fast schon explosiv. Meiner Meinung nach wirkt es dabei aber nicht aggressiv oder bedrängend, sondern immer noch ermutigend, motivierend. Das ist genau das Richtige, wenn man gerade ein Motivations-Tief haben sollte.

Silbermond - Krieger des Lichts

Freitag, 9. Oktober 2015

Human

Uns allen fallen bestimmt sofort Situationen ein, bei denen wir an unsere Grenzen gerieten oder sie überschritten. Wenn man sich nicht wohl fühlt, ist es nicht so leicht, Hindernisse zu überwinden oder auch nur ehrlich zu lächeln. Christina Perri besingt in "Human"diese Situationen. Man kann vielleicht ein Lächeln aufsetzen, wenn man eigentlich keinerlei Grund und Lust dazu hat. Man kann sich auf die Zunge beißen und den Kommentar verkneifen, auch wenn man noch so gerne seinen Frust ablassen möchte. Auch kann man einer Person fernbleiben, wenn sie das so möchte - unabhängig davon, wie sehr man in ihrer Nähe sein möchte. Aber man kann nicht in der Sekunde nach dem Sturz aufstehen, als wäre nichts passiert wäre. Jeder hat mal schlechte Tage, an denen nichts gelingt wie es soll. Genau darum geht es in dem Lied. Man kann vielleicht einiges verkraften und auf sich nehmen, aber irgendwann ist jeder überlastet und braucht Abstand vom Stress, von den Belastungen und einfach Zeit für sich selbst. Das alles ist menschlich und wir sind nun einmal Menschen, keine Maschinen.
Man könnte meinen, in der Musik wird der besungene Textinhalt nocheinmal aufgenommen. Musikalisch ist der Song zunächst noch etwas zurückhaltend.  Zum Ende hin wird es lauter, stimmgewaltig und emotional. Eine akustische Explosion im gewissen Sinne. Fast so, als wäre man von all den Erlebnissen und Niederschlägen so belastet, dass man nur noch schreit: "Halt, Stopp!"
Und meiner Meinung nach ist das durchaus mal nötig, wenn man sich überrollt fühlt. Wenn man eine Situation wahrlich nicht mehr aushalten kann und einem alles viel zu viel wird, dann muss man sich eine Auszeit nehmen. Das sollte man keineswegs bei jeder Kleinigkeit machen, die einem nicht passt, aber gelegentlich ist so eine Ruhezeit nur gesundheitsfördernd. Maschinen können möglicherweise stundenlang im Akkord arbeiten und passen sich jeder Umweltbedingung an, aber Menschen können das nicht so selbstverständlich. Und wenn ihr mich fragt: Das müssen wir auch nicht. Dazu sind wir nicht geschaffen. Der Sinn unseres Lebens muss ein anderer sein als ständig an unsere Grenzen zu stoßen und uns auszupowern. Wir sind Menschen, mit Körper und Seele, Gefühlen und Spiritualität. Alles muss in einem angenehmen Gleichgewicht sein. Wir sind Menschen - Wir sind menschlich.

Christina Perri - Human

Sonntag, 4. Oktober 2015

1000!!

In der vergangenen Nacht wurde die 1000-Besucher-Marke geknackt. Das ist wirklich unfassbar. Mein Blog ist nicht mal 1 Jahr alt und schon wurde meine Seite mehr als 1000mal aufgerufen. Ich danke euch allen! Musik ist ein unglaublich großer Teil meines Lebens, ohne den ich wahrscheinlich nicht leben könnte. Musik zu hören, Musik zu machen und über Musik zu reden und zu schreiben, das sind Dinge, die ich wirklich gerne mache und offensichtlich bin ich da nicht die Einzige. Ich bedanke mich aus ganzem Herzen bei allen Lesern, die mich bis hier hin gebracht haben.
Ich möchte mich bedanken bei meiner Familie, die allesamt meinen Musikgeschmack ziemlich stark geprägt haben. Ihr unterstützt mich die ganze Zeit und seid immer zu 1000% ehrlich, wenn ihr mir Feedback zu meinen Einträgen gebt. Wer weiß, wer ich ohne euch wäre. Ein weiteres Dankeschön sende ich an meine beste Freundin Isabell, immerhin ist dein Blog die zweitwichtigste Zugriffsquelle für meine Seite. Außerdem ermutigst du mich immer wieder, weiterzumachen. Ein bis zweimal hast du mich aus der Patsche geholt und mich inspiriert, danke dafür! Außerdem möchte ich mich bei Between garbage and flowers bedanken. Euer Dankeschön-Geschenk hat mich sehr berührt, ihr habt mir den Tag wirklich unsagbar versüßt. Ich werde das sicherlich nie vergessen. Tausend Dank für alles. Mein sehr guter Freund und Seelenbruder Fede - ich danke auch dir für deine Treue. Du liest immer meinen Blog und sagst offen, wie du den neuen Eintrag findest. Etwas schöneres kann man sich wohl kaum wünschen. Aber auch alle anderen Leser meines Blogs sind mir soo wichtig, dass ich es kaum in Worten ausdrücken kann.
Zu diesem Anlass habe ich mir überlegt, euch eine Möglichkeit zu geben, mich zu kontaktieren. Unter der Email ani.musikblog@gmail.com könnt ihr mir schreiben, mir schriftlich Feedback geben und euch gelegentlich auch Lieder wünschen, über die ich schreiben soll. Wenn mir euer Vorschlag gefällt und ich Ideen habe, was ich dazu schreiben kann, werde ich sobald wie möglich euer Wunschlied rezensieren. Ich freue mich auf eure Nachrichten, Meinungen und Wünsche.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen noch einmal ganz herzlich bedanken. Danke für eure Treue, eure Ehrlichkeit, danke, dass ihr die Liebe zur Musik mit mir teilt. Ich freue mich auf all die Lieder, Alben und Interpreten, die ich noch vorstellen werde. Danke, danke, danke!!!

Freitag, 2. Oktober 2015

American Idiot

Heute stelle ich euch 3 Männer vor. Der Erste trägt ein weißes Rüschenhemd mit schwarzer Fliege, schwarzem, offenem Jacket und schwarzer Anzughose, der Zweite trägt einen klassischen Anzug mit schwarzer Krawatte und weinrotem Einstecktuch und der Dritte trägt ein bordeauxfarbenes Hemd mit gleichfarbiger Fliege, schwarzem Jacket und Hose. Zugegeben: In dieser Kleidung treten die 3 gewiss nicht immer auf, was auch an dem Kajal, den Tattoos und den grünen Haaren zu merken sein sollte. Aber in diesem Fall gab es einen guten Grund für die edle Kleidung. Zwei Kalifornier und ein gebürtiger Frankfurter schlossen sich vor 28 Jahren zusammen, um zunächst unter dem Namen "Sweet Children" musikalisch durchzustarten. 1989 änderten sie ihren Namen und bis heute inspirieren, bewegen und begeistern sie Millionen von Menschen weltweit. Immer wieder aufs Neue können sie große Erfolge feiern, sowie auch in diesem Jahr. 2015 bekamen die 3 Musiker die große Ehre, in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen zu werden.  Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool - der mit bürgerlichem Namen Frank Edwin Wright III heißt - sind die Mitglieder der Punkrock-band Green Day und gehören spätestens jetzt offiziell zu den besten, wichtigsten und einflussreichsten Rock and Roll- Musikern der Musikgeschichte. Somit reihen sie sich ein zwischen unter anderem Elvis Presley, Stevie Wonder, Blondie, Nirvana oder auch den Beatles. Nachdem die heute 43jährigen Punkrocker ihren Preis entgegengenommen und jeder seine Dankesworte an die prall gefüllte Halle gerichtet hatte, begann Green Day mit einem kleinen Konzert. Den Anfang machte ein riesiger Hit der Band.
"American Idiot" stammt aus dem gleichnamigen Album von 2004 und ist der Beginn der Rockoper, die die Band mit diesem Album erschaffen hatte. Selbige sollte auch wenig später den Broadway als Musical erobern. Das Lied selbst behandelt Dinge, die in der USA und der Welt völlig falsch laufen. Rassismus, Sexismus, Waffenkonsum, Krieg und die unfassbar stark gewordene Beeinflussbarkeit der Menschen von den Medien. "Ich will keine Nation unter den neuen Medien." sagt wohl aus, dass die Nachrichten in Funk und Fernsehen zu stark von der Politik verändert werden. "Wir sind nicht die, die dem folgen sollten." ist meiner Meinung nach ein deutlicher Aufruf an alle, die Darstellungen der Nachrichten nicht sofort für bare Münze zu nehmen, sondern eigenständig zu recherchieren und sich dann ein eigenes Bild von die Weltgeschehen zu machen. Musikalisch bleibt die Band ihrem Stil treu. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug verleihen dem Lied ihren Pepp, den Punkrock ausmacht und die Melodie ist gut merkbar. Kein Wunder also, dass "American Idiot" international die besten Chartplätze erreichte und mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde. In dem Video, das ich für euch unten verlinkt habe, sieht man den Auftritt von Green Day nach der Aufnahme in die Hall of Fame in Cleveland, USA. Auch, wenn die musikalischen Karriere von Billie, Mike und Tré vor 28 Jahren bereits begann, zeigen sie immer wieder, dass sie es auch heute noch drauf haben und die Bühne rocken, wie es kaum eine andere Band kann. Mit Live-Musik und Live-Gesang gestalteten sie den Abend bedeutsam mit und machten ihre Fans ein weiteres Mal glücklich. Also, darf ich vorstellen? - Meine Lieblingsband: Green Day!

Green Day - American Idiot

Freitag, 25. September 2015

Bei mir

Heute möchte ich euch jemanden vorstellen, der noch in die Kategorie "Newcomer" zu stecken ist. Es gibt wenige, die ihn kennen. Aber die, die ihn kennen, sind wahrscheinlich alle von ihm und seiner Musik begeistert; ganz gleich ob im Chor, in einer Band oder Solo. Er covert Lieder aus den Charts, schreibt aber auch selbst welche. Zu diesen von ihm geschriebenen Liedern gehört auch das, welches ich euch diese Woche präsentiere. Jannes Hansen hat mit "Bei mir" ein Liebeslied geschrieben, welches nicht wie so viele andere darum geht "Ach, wärst du doch hier" oder "Ach, wenn du mich doch lieben würdest.". Es geht schlicht und einfach um das Gefühl, bei dieser geliebten Person zu sein. "Es geht mir gut." - wie es im Song selbst heißt - drückt mit simplen Worten aus, wie schön Verliebtsein ist. Man kann ohne den anderen nicht sein, und wenn der Andere dann bei einem ist, kann man noch so sehr angeschrien werden, man fühlt sich trotzdem wohl. Und das einfach nur, weil die Person, die man liebt, in der Nähe ist. Und selbst wenn die Gefühle nicht erwidert werden oder die Beziehung nicht lange besteht, ist die Nähe zum Anderen immer noch das Wichtigste.
Da ich ihn persönlich kennengelernt habe, kann ich aus Erfahrung sagen, dass es völlig ausreicht, wenn er Gitarre spielt und dazu singt. Der sympathische Sänger braucht nicht unbedingt ein Schlagzeug, Bass oder sonstige Begleitung, um seinen Songs vollen Ausdruck zu verleihen. Sein musikalisches Talent ist groß, er hat eine bemerkenswerte Stimme und meiner Ansicht nach merkt man ihm sofort an, dass die Musik einen sehr großen, bedeutenden Teil in seinem Leben spielt. Möglicherweise reicht das Video auch schon aus, um diejenigen, die Jannes nicht kennen, auch davon zu überzeugen. So oder so kann man seine Musik einfach genießen.

Jannes Hansen - Bei mir (unplugged)

Freitag, 18. September 2015

Hooked on a feeling

Einige Lieder wurden erst dadurch bekannt, dass sie in Filmen eine Rolle spielten. Ein Beispiel dafür ist "Love me like you do" von Ellie Goulding Ein anderes Beispiel möchte ich euch heute vorstellen. Das Originallied stammt aus den 1970er Jahren. Blue Swede, aber auch David Hasselhoff und andere machten aus "Hooked on a feeling" ihr ganz eigenes Werk. Ein Liebeslied, auf das definitiv die Bezeichnung 'Old but Gold' zutrifft. Gehört habe ich den Song schon früher, aber wirklich wahrgenommen habe ich "Hooked on a feeling" erst im Soundtrack des Kinofilms Guardians of The Galaxy. Außerdem bemerkenswert finde ich, dass der Film selbst keinerlei Liebesgeschichte enthält, die Lieder aus dem Soundtrack aber alle ausgezeichnet in die Szenen passen. Da sieht man mal wieder, wie universell Musik sein kann.
Für diejenigen, die das Lied nicht kennen, gibt es direkt am Anfang eine Überraschung. Man hört nämlich keine Instrumente wie Keyboard, Klavier, Gitarre oder dergleichen. Vielmehr könnte man denken, dass man in der falschen Zeitzone gelandet ist. Alles erinnert an naive und primitive Höhlenmenschen mit Fellen auf den Körpern und Knüppeln in den Händen, denn männliche Stimmen  wiederholen zunächst scheinbar sinnlose Worte.Darüber wird anschließend die Melodie gesungen, ebenfalls von einem Mann. Insgesamt hat das Lied dennoch eine schöne, schwungvolle Art und meiner Meinung nach wird dieses wunderbare, hoffnungsvolle Gefühl, verliebt zu sein, auch sehr gut akustisch dargestellt. Mir zaubert das Lied immer wieder ein großes Lächeln ins Gesicht. Ob frisch verliebt oder nicht, genießen kann das Lied wohl jeder. Also: Viel Spaß beim Genießen!

Blue Swede - Hooked on a feeling

Freitag, 11. September 2015

Das Gold von morgen

Dass man für wunderschöne Musik nicht lauten Bass, Schlagzeug, Gitarren und eine Menge an Blechbläsern braucht, beweist das heutige Lied und das heutige Video. Alles, was man hört ist das Klavier und die Stimme der Frau. Und zack - das Werk scheint perfekt. Die reinen Pianoklänge unterstreichen die Emotionen der Stimme der Frau und alles zusammen ergibt mit dem Inhalt des Liedtextes ein für mich wunderschönes Lied. Ich rede von Alexa Feser und "Das Gold von morgen". Die Atmosphäre des Studios und die Ausstrahlung der 35jährigen Sängerin unterstreicht die Ruhe, die auch im Liedtext verschenkt wird. Alexa Feser begann im Alter von 4 Jahren, Klavier zu spielen und meiner Meinung nach ist auch im Video gut zu erkennen, dass sie das Instrument beherrscht und es ein nicht wegdenkbarer "Teil" von ihr ist.
Im Lied selbst geht es um die Situationen im Leben, in denen man am Boden liegt und nicht mehr weiß, ob man wieder aufstehen will oder kann. Alle Kräfte scheinen verschwunden, jede Hoffnung vergangen zu sein und trotzdem muss es doch weitergehen, oder? Zu dem bisher bekannten Spruch "Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen." gibt es nun aber eine weitere Version, wie man mit solchen 'Stürzen' im Leben umgehen kann, beziehungsweise meiner Ansicht nach auch sollte. So heißt es wörtlich im Text:
"Wenn das Leben dich wieder niederstreckt und du liegst mit dem Gesicht im Dreck. Fang an zu graben! Denn dort ist es verborgen. Genau da findest du das Gold von morgen."
Auch, wenn das für den ein oder anderen etwas sehr nach Utopie oder Schönrederei klingt, denke ich, dass man das  durchaus ernst nehmen sollte. Es bringt niemanden weiter, wenn man in einer Krise den Kopf hängen lässt, sich im Selbstmitleid suhlt und nur jammert, man wisse nicht, wie es weitergehen soll. Man muss aus jeder Situation im Leben das Beste machen. Niemand hat immer nur Höhepunkte und gute Zeiten im Leben. Also: Wenn ihr mal schlechte Zeiten habt und nicht weiter wisst, lasst euch doch zum Anfang von diesem schönen Lied ermutigen. Musik hat magische Kräfte, in allen Lebenslagen.

Alexa Feser - Das Gold von morgen

Freitag, 4. September 2015

Evolution of music

Diesen Freitag möchte ich mit euch reisen. Durch 915 Jahre, innerhalb von weniger als 4 Minuten. Denn so wie alles auf der Welt - die Lebewesen, die Technik oder die Sprache - hat sich auch die Musik stark verändert. Alles begann mit choralen Gesängen im 10. und 11. Jahrhundert, die noch nicht mit festen Noten oder Notenwerten festgelegt wurden. Zuerst waren sie einstimmig, dann auch mehrstimmig. Und je weiter sich die Musikinstrumente entwickelten, umso neuer und moderner wurden auch die Lieder. Über Minnegesang und Sonaten, Opern und Concertis bis hin zu den heutigen Charts. Aber ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen. Die bekannte Gruppe Pentatonix ist eine fünfköpfige Acapella-Band aus Texas. In einem ihrer Videos präentieren sie die "Evolution of music" und erzeugen sämtliche Klänge, von Cembalo bis Synthesizer selbst mit ihrem Mund und ihrer Stimme. Es ist für mich immer wieder ein atemberaubendes Erlebnis, zu hören, zu welchen Klängen die menschliche Stimme alles fähig ist, wenn man sie geschickt anwendet. Gänsehautmomente sind durchaus möglich, und das sicherlich nicht nur bei mir. Musik auf dem höchsten Niveau und dennoch so einfach, ohne jegliche Hilfsmittel. Also macht euch bereit für diese einzigartige Reise durch die Musikgeschichte, bei der ihr nicht einmal von eurem Stuhl aufstehen müsst.

Pentatonix - Evolution of music

Freitag, 28. August 2015

Cool Kids

Jeder Mensch ist einzigartig. Ja, ich weiß, das klingt wie irgendein 0-8-15 Spruch, aber man sollte sich das wirklich zu Herzen nehmen. Irgendwann im Leben kommen einige manchmal an einen Punkt, an dem man meint, langweilig zu sein und nicht zu den Leuten zu passen, zu denen man gerne passen will. Manchmal kann man sich denken, dass man nicht cool genug ist. Über genau dieses Denken handelt das Lied "Cool Kids" von Echosmith. Schöne, heitere Popmusik mit Hitfaktor ist bei dieser Band, in der alle miteinander verwandt sind, fast schon garantiert. Im Refrain singt die junge Frau der Band - übersetzt - "Ich wünschte, ich wäre wie die coolen Kinder, denn alle coolen Kinder scheinen hineinzupassen." Mit diesem 'reinpassen' ist gemeint, zu der berühmten Gesellschaft oder auch nur der bekanntesten Clique auf der Schule zu gehören. Aber meiner Meinung nach ist dieses berühmt-berüchtigte Schubladen-denken, was manche Menschen und häufig sogar Kinder an den Tag legen, genau falsch. Auch, wenn das Lied der Band noch so fröhlich und ermunternd klingt,gute Laune auf den Hörer überträgt und sehr gut für jede Party und Disko geeignet ist. Immer nur dazugehören zu wollen, ist oft der völlig falsche Weg. Möglicherweise kennen sehr viele den Wunsch, zu den 'Coolen' gehören zu wollen - ich auch, aber trotzdem wird man dadurch nicht glücklicher, sondern unglücklicher. Egal, ob man schüchtern ist, unsportlich oder in Computerspiele interessiert... Wenn man dich nicht so akzeptiert und mag, wie du bist, dann hat die Freundschaft mit diesen Personen sowieso keinen Sinn. Cool ist für mich persönlich sowieso Ansichts- und Geschmackssache. Der eine findet vielleicht Boxen cool, während ein anderer bei einem Boxkampf einschlafen könnte, sich dafür aber viel mehr für Fotografie oder Malerei interessiert. Bei der Kleidung ist es genauso. Eine Person trägt möglicherweise nur Markenkleidung. Aber nur, weil eine beliebte oder angesehene Person immer Markenkleidung trägt, heißt das noch lange nicht, dass man selbst auch Markenkleidung tragen muss - geschweige denn, das man sich darin wohlfühlt. Wenn ihr mich fragt, kann ich euch nur sagen: Jeder Mensch ist einzigartig und jeder ist cool, genauso wie er ist. Die Versuchung, sich zu verändern mag groß sein, aber ihr nachzugeben führt längst nicht zu dem Leben, mit dem man selbst glücklich ist. Selbstverständlich darf man nie den Respekt und die Achtung gegenüber anderen Menschen verlieren oder missachten. Dennoch, bleibt so wie ihr seid und dann erkennt ihr, wer euch wirklich mag. Dann seht ihr, welche wahren Freunde euch cool finden. Und im nu seid ihr cool - indem ihr einfach ihr seid!

Cool Kids - Echosmith

Freitag, 21. August 2015

Fight from the heart

Ich übertreibe nicht im Geringsten, wenn ich sage, dass mir die Songauswahl für diese Woche noch nie zuvor so schwer fiel wie diesmal. Nur eine einzige Sache stand für mich von Anfang an fest: Es wird ein Lied aus dem Musical "Rocky".  Ich habe mir dieses Meisterwerk angesehen und war sofort begeistert. Schon andere sagten, dass "Rocky" das Musical in eine völlig andere Dimension katapultiere und dem kann ich mir nur anschließen. Die Vorstellung, die ich ansah, war die vorletzte in Hamburg. Mittlerweile spielt das Musical leider nicht mehr. Es zieht nach Stuttgart um, wo allerdings ein anderer Cast dieses Musical auf die Bühne bringen wird. Für mich persönlich ist es das allerbeste Musical überhaupt. Es ergreift, reißt mit, berührt und spricht alle Gefühle an, die unser Leben dominieren. Somit war es für mich auch geradezu unmöglich mich für ein Lied zu entscheiden, das ich euch heute vorstelle. Doch nach langen Überlegungen traf ich dann doch einen Entschluss.
Das Leben ist meiner Auffassung nach gut mit einem Boxkampf vergleichbar. Man kann zeigen, was man drauf hat, muss aber auch oft harte Schläge einstecken. Hin und wieder gibt es Pausen, in denen es scheint, als würde gar nichts passieren und dann geht der Kampf plötzlich weiter. Man muss immer wieder aufs Neue seinen Mut beweisen und darf seinen Stolz und das Vertrauen in sich selbst nicht verlieren. Genauso kann es im Leben auch passieren, dass andere Menschen nur sich selbst als das Beste halten, und dich nur für einen Clown halten - ganz egal, wie groß der Kämpfer wirklich ist, der in dir steckt. Irgendwann glaubt man das Gerede der Anderen vielleicht sogar, so falsch es auch ist. Und auch wenn man schon weiß, dass man den Kampf verlieren wird, sollte man trotzdem immer kämpfen, sein Bestes geben und  den Respekt von Anderen erneut gewinnen. Denn Respekt bekommt man nie geschenkt und selbst, wenn man ihn einmal errungen hat, bleibt er nicht ewig bestehen. Eine Sache ist für mich persönlich aber immer noch am wichtigsten: Die Stimme des Herzens darf man nie ignorieren. Es gibt kaum etwas im Leben, das keine Risiken birgt oder Nachteile haben könnte, jedoch wenn man in sich die Stimme hört, die es wagen will, sollte man es wagen. Um das Lied dieser Woche einmal zu zitieren: "Doch ich hör deine Stimme, die sagt: Lass dir das nicht entgehen! Was wirklich in dir steckt, kannst du noch sehen." Wenn man im Ring namens Leben steht und sich dem nächsten Kampf stellt, sollte man mit vollem Herzen dabei sein. Also, Rocky - "Fight from the heart"!



Freitag, 14. August 2015

Grillen

Dass Musik sich oft mit ernsten Themen beschäftigt, habe ich unter anderem letzte Woche verdeutlicht. Heute stelle ich euch ein Beispiel für das genaue Gegenteil vor. Denn auch Comedy kann mit der Musik verbunden werden. Das beweisen beispielsweise die drei Männer der Gruppe Eure Mütter, welche ihre Lieder immer mit Sketchen, Gags und Ironie füllen. Das Lied dieser Woche passt außerdem besonders gut, da man bei den aktuellen Temperaturen von bis zu 40°C gerne die Abende an der frischen Luft genießt und grillt. Egal, ob mit der Familie, mit Freunden oder nur im kleinen Kreis, Grillen kann Freude pur sein. Auch für mich ist es immer schön, wenn ich mit meiner Familie zusammen am Grill stehe und das Fleisch auf dem Rost über der Glut brutzeln sehe. Und eben das besingen Eure Mütter im Lied "Grillen". An sich könnte man denken, dass das kein Thema ist, dem man unbedingt ein Lied widmen sollte, aber ebenso wenig gehören doch Themen wie Aktien, Quallen, Mehl, Drucker, Autos.... Aber umso mehr amüsiert man sich, wenn man so ein Lied hört. Wenn ihr mich fragt, ist es kein Wunder, dass das Publikum im Video sich so erfreut. Ich wünsche euch nun gute Unterhalten und erfreut euch an diesem witzigen Lied.

Eure Mütter - Grillen

Freitag, 7. August 2015

If I ever leave this world alive

Es gibt einige Sachen, mit denen man sich im Leben früher oder später auseinandersetzen muss und sollte. Manche Dinge sind erfreulich und machen Spaß, andere nicht. Zu letzterem gehört wohl die Auseinandersetzung mit dem Tod. Unabhängig davon, ob es sich um den Tod eines Bekannten oder Verwandten handelt, oder gar um den eigenen, es ist nie schön, sich vorstellen zu müssen, dass das Leben ganz plötzlich zu Ende sein kann und man nicht beeinflussen kann, was. Man kann nie wissen, ob man bis zu seinem Tod alle Wünsche erfüllt und Träume ausgelebt hat und man weiß nie, ob man den Menschen, die man über alles liebt, alles gesagt hat, was man ihnen unbedingt sagen will. "If I ever leave this world alive" von der US-amerikanischen Folk-Punk-Rock-Band Flogging Molly erstellt eine für mich  traumhafte und gleichzeitig abstruse Geschichte. Der Text erzählt von den Plänen des 'Ichs', die es verfolgen will, wenn es diese Welt verlässt - aber lebendig. Mit herzlichem Rückblick auf die, die er verlassen wird, bedankt er sich bei ihnen und meint, er sei trotzdem auf ewig in ihrer Nähe. Er verspricht seinen liebsten, dass sie immer "mehr als nur eine Erinnerung" sein werden. Außerdem heißt es im Text: "Kurz gesagt: Weint nicht um mich, ich werde da sein, wenn sich alles seltsam anfühlt." Denn wer fühlt sich schon wohl bei dem Gedanken, dass Freunde und Familie in Trauer versinken und viel weinen?
Wenn ich die Augen schließe und nur die Musik auf mich wirken lasse, fühle ich mich sofort nach Irland versetzt, denn die Musik klingt wirklich sehr nach Folkmusik. Eine helle Gitarre, eine Fidel, lockere Percussions... Alles klingt sehr leicht und flockig. Nur ganz zum Schluss wird es deutlich kräftiger.
Ich persönlich finde es zeitweise ganz schön, etwas zu träumen und sich der Illusion hinzugeben, dass man nach dem Tod lebendig auf die Erde wiederkehrt. Und auch, wenn man sich nicht dieser utopischen Fantasie hingeben will, es reicht aus, sich das Lied anzuhören und die Musik zu genießen.

Flogging Molly - If I ever leave this world alive

Freitag, 31. Juli 2015

Dagdrøm

Um zu träumen, muss man nicht unbedingt mit geschlossenen Augen im Bett liegen. Man kann es eigentlich jederzeit und überall tun. Es gibt nur den Unterschied zwischen den Träumen in der Nacht und den Tagträumen.  Gedankenversunken in die Ferne sehen oder seinen Blick schweifen lassen und alles drum herum für einen Moment ausblenden.  Schöne Bilder vor dem inneren Auge entstehen lassen und das leben, wovon man träumt - für ein paar Minuten. Was gibt es schöneres? Wenn ihr mich fragt; Dieses schwebende Gefühl in Musik umwandeln. Alexander Rybak zeigt mit seiner Version von "Dagdrøm" , dass das durchaus möglich ist und dabei nichts langweiliges entsteht. Der leidenschaftliche Musiker begann seine Karriere mit dem Sieg des Eurovision Song Contests und veröffentlicht einige seiner Lieder sowohl in russischer, als auch in ukrainischer und englischer Sprache. Gelegentlich verirrt sich auch mal ein Lied in seiner Muttersprache norwegisch in sein Repertoire. Das es aber auch ganz ohne Worte funktioniert, zeigt Dagdrøm - was auf deutsch "Tagtraum" bedeutet. Und meiner Meinung nach eignet sich das Lied wirklich sehr gut dafür, um sich zurückzulehnen und seiner Fantasie einmal freien Lauf zu lassen. Und jetzt wünsche ich auch euch viel Spaß beim Tagträumen!

Alexander Rybak - Dagdrom

Freitag, 24. Juli 2015

Monster

Was ist Rock? Was ist Pop? Was ist Jazz? Was ist R'n'B? Diese Fragen sind nicht so einfach zu erklären, wie man denken könnte. Auch, wenn ich seit Monaten wöchentlich ein Lied vorstelle, beschreibe und interpretiere, stoße ich des Öfteren auch auf Songs, bei denen ich nicht genau weiß, wie ich diese oder jene Musikrichtung erklären soll. Sucht man im Internet auf eine Definition zu der Musikrichtung, die ich heute mal präsentiere, dem Dubstep, dann findet man folgende Beschreibung:
"eine in South London entstandene Musikrichtung, die aus Reggea, Dub, Garage und Two Step hervorging."
Das hilft allerdings auch nicht weiter, sofern man nicht genau weiß, worum es sich bei den genannten Musikstilen handelt. Man muss dann schon tiefer recherchieren, um genaueres und verständlicheres zu erfahren. Ich persönlich würde Dubstep folgendermaßen erklären: Dubstep ist eine moderne Musikrichtung, bei der Diskobeats mit kurzen, bearbeiteten Gesangteilen und Synthesizer-Klängen vermischt werden. Dann noch eine Prise der beschwingten Leichtigkeit vom Reggea hinzu, und fertig. Meg & Dia -  eine amerikanische Rockband - schrieb ursprünglich das Lied "Monster".  Ein aus Chicago Stammender Musiker mit dem Künstlernamen DotEXE verwandelte deren Rocksong in einen Dubstep-Ohrwurm. Ich bin eigentlich ein ziemlich großer Rock-Fan, aber wenn ich Original und Cover miteinander vergleiche, dann siegt bei mir eindeutig die schwungvollere Dubstep-version. In den ganzen 3 Minuten wiederholt sich nur der Text vom Refrain immer wieder, der Rest vom Originaltext wurde gestrichen. Aber wer jetzt denkt, dass der Song langweilig ist, hat sich getäuscht. Der Dubstep-Remix von "Monster" ist für mich ein ohrwurmverdächtiger Song, bei dem ich Lust auf Tanzen bekomme. Und wenn es nur der gute, alte Roboter-Tanz ist...
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde, es ist ein tolles, hörenswertes Lied.
P.S.: Ich weiß, das Video ist diesmal alles andere als spannend, aber diesmal könnt ihr euch voll und ganz aufs Hören konzentrieren!

Freitag, 17. Juli 2015

Wenn sie diesen Tango hört

Nach jedem Abschied bleibt viel Traurigkeit und sehr viele Erinnerungen. Je älter man ist, je mehr Erinnerungen schmücken unser vergangenes Leben. An manche erinnert man sich ungern, an andere umso lieber. Um die letztere Art der Erinnerungen geht es in dem Lied dieser Woche.  Das ursprünglich von der deutschen Band PUR stammende Lied "Wenn sie diesen Tango hört" erzählt von einer Frau, die ihren Ehemann verloren hat und nun schwer an ihren Erinnerungen hängt. Durch alte Platten und einen Tango reise sie gedanklich in die Zeit zurück, in die Zeit, als sie und ihr Mann glücklich zusammen waren. Der Sänger Hartmut Engler erklärte die Entstehung des Liedes mit einer sehr privaten Geschichte. Der Vater lag schwerkrank im Krankenhaus und es war nicht gewiss, ob er wieder gesund wird. So saß die berühmte Stimme der Kultband zu Hause und spielte mit den traurigen Gedanken, wie es wäre, wenn seine Mutter bald nur noch alleine zu Hause sein müsse. Alles, was ihr bleiben würde, sind Kinder, Enkel und die Erinnerungen an die liebevolle Zeit mit ihrem Gatten. Eine Szene, die Engler selbst besonders scharf im Gedächtnis geblieben war, ist das Tangotanzen seiner Eltern. Das genossen beide sehr gern.
Obwohl der Song im Original von Hartmut Engler und seiner Band PUR stammt, möchte ich euch eine andere Version vorstellen. In der Fernsehsendung "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" ließ dieses Jahr auch PUR seine Hits von anderen deutschen Musikern covern. "Wenn sie diesen Tango hört" suchte sich jemand aus, der bisher nicht zu talentierten, bekannten deutschen Interpreten zählt, es aber jetzt - so hoffe ich - tut. Daniel Wirtz ist bei seinen Fans für laute Bässe, kräftige E-Gitarren und locker eingeworfenen dreckigen Worten bekannt. Spätestens bei der PUR-Folge der Serie hat er gezeigt, dass er auch ganz anders kann. Denn seine eigene Version des Hits brachte mich vor dem Fernseher zum Weinen, und ich weiß, dass ich da nicht die Einzige bin. Mich erinnerte das Lied an meine Großmutter, die selbst als Witwe zu Hause lebt und nur noch die Erinnerungen hat, in denen sie ihrem Mann ganz nah ist. Auch sie erlebte die besungen Dinge und auch sie hört gerne Musik, um sich an die Zeit von früher zu erinnern. Mich hat die Version des sonst so harten Rockers sehr berührt und von anderen begeisterten Zuschauern wird das von Hartmut Engler als `Song des Abends´ ernannte Lied auch `Song der Staffel´genannt. Sicherlich können einige beim Hören des Songs sehr gut nachempfinden, wie es ist, einen Verwandten oder eine Verwandte zu haben, die unter dem Verlust eines Ehepartners leidet. Hoch emotional, berührend, bewegend. Kurz gesagt: Wunderschön.


Freitag, 10. Juli 2015

Hört hört!

Eine knapp gegliederte Schöpfung, Erarbeitung und Urheberschaft einer organisierten Form von Schallereignissen - das ist Musik. Eigentlich nur etwas, das man nicht anfassen, nicht sehen und auch nicht mit einem Netz oder Gefäß einfangen kann. Könnte man denken. Aber wer Musik ernst nimmt und sich zu Herzen gehen lässt, der weiß genau, dass Musik viel mehr ist, als verhallende Töne. Sie kann auch viel mehr erreichen, bespielt die gesamte Bandbreite. Was Musik alles erreichen kann, besingt Xavier Naidoo  in seinem Song "Hört hört!" Musik kann betören, verstören, zerstören, Hauptsache sie wird gehört. Denn dann kann sie etwas erreichen. Je mehr Menschen ein Lied hören, desto mehr Menschen können mitreden bei diesem oder jenen Thema. Sei es beispielsweise ein Lied, dass politisch kritisch ist. Es wird Menschen geben, die sich der Meinung anschließen und genauso wird es auch Menschen geben, die nicht dergleichen Meinung sind. Und auch, wenn ein Lied mal einen Skandal auslösen sollte, ist und bleibt die Musik wichtig. Denn auch durch den Skandal findet ein Lied noch mehr Gehör und die Diskussion über das im Song angesprochene Thema wird weiter angefacht.
Zu Beginn des Liedes spricht Xavier Naidoo noch eine andere Magie an, die die Musik an sich hat. Sie entführt den Hörer in eine andere Welt. In eine andere Welt purer Lieder. Die Freude am "Jetzt" teilt der Musiker mit seinen Hörern. Es ist schon wie eine Art der Unterhaltung, wenn ein Interpret, oder eine Band ihre Lieder veröffentlicht, die Musik von vielen Menschen gehört wird und jeder Mensch herzlich ehrlich darauf reagiert. Musiker schreiben aus vollem Herzen, sie schreiben das auf, was ihnen auf der Seele brennt. Trotzdem könnte er kontrollieren, welche seiner Gedanken in welcher Art und Weise zum Ausdruck kommen und ob er sich nicht doch etwas verkneift. Umso schöner ist es dann, wenn die ehrlichen Worte auf positiven Zuspruch treffen.
Ihr seht wohl: Musik ist nicht nur heiße Luft, sondern eine ganze Welt. Eine Welt voller Herzlichkeit, Ehrlichkeit, voller Liebe und ohne Barrieren. Lasst euch auch von den Klängen dorthin führen und genießt es!

Freitag, 3. Juli 2015

Wrapped up

Die Temperaturen steigen und steigen, sodass es wirklich keiner mehr leugnen kann: Es ist Sommer. Und zum Sommer passt das Gefühl einer neuen, frischen Liebe, vielleicht sogar der ganz großen Liebe. Irgendwann im Leben kommt jeder zu diesem Moment, wenn man eine Person sieht und sofort das Gefühl hat, bei ihr zu Hause zu sein, zu ihr zu gehören und nur noch bei dieser Person sein zu wollen. Olly Murs singt in einem seiner neuesten Songs über das, was man auf englisch "crush", auf französisch "le flash" oder einfach nur "Verliebt sein" nennt. Man kann diese eine Person so gut wie überall treffen In der Schule, beim Studium, auf Arbeit, beim Einkaufen, auf einem Konzert, auf der Straße... oder in einer Disko, genauso wie es Olly Murs in "Wrapped up" besingt. Er hat sie gesehen und ohne Weiteres hat sie ihn um den Finger gewickelt. Er kann nur noch daran denken, wie er mit ihr zusammen ist.
Musikalisch klingt das Lied auch sehr nach Sommer. Leichte Beats, eine beschwingte Melodie und die Stimme von Olly Murs gibt dem Ganzen noch ein gewisses Etwas, bei dem jeder erkennt, dass das Lied im Original nur von ihm stammt. Wenn ich das Lied höre, dauert es nur wenige Minuten bis ich im Takt ein wenig hin und her schwinge und mitsumme. Sommerfeeling hat man bei den Temperaturen wahrscheinlich sowieso schon, aber bei dem Lied geht es gleich noch einmal mehr sommerlich ab. Tanzen ist durchaus erlaubt.

Olly Murs - Wrapped up

Freitag, 26. Juni 2015

Dach der Welt

Wenn man ein Ziel erreicht hat, ein Kapitel seines Lebens abschließt, dann gibt es immer das bekannte Sprichwort, man gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Oft arbeitet man über mehrere Jahre hinweg nur auf dieses eine Ziel hin und dann erreicht man es plötzlich innerhalb von wenigen Wochen oder gar Tagen. Max Giesinger beschreibt in seinem Lied "Dach der Welt" das Gefühl, dass einem die ganze Welt offen zu Füßen liegt. Es fühlt sich an, als ob man das erste Mal dort draußen in der Welt sei. Jahrelang hat man gelernt, gearbeitet und sich noch so große Mühe gegeben und schon hat man diesen Lebensabschnitt hinter sich gebracht und muss sich entscheiden, wie es nun weitergeht. Meiner Ansicht nach kann man diese Bedeutung auch musikalisch in dem Song erkennen. Leise beginnt es mit der ersten Strophe und als dann der erste Refrain anfängt, gibt es gewissermaßen eine akustische Explosion - wie bei der Befreiung, wenn man sein Ziel erreicht hat. Kräftiges Schlagzeug verbreitet die Kraft und den Mut, den das Lied meiner Meinung nach jedem Hörer spendet. Es ist, als ob man durchatmen würde, um danach in das neue Kapitel mit neuer Kraft, neuer Freude und neuem Elan zu starten. Lasst auch euch diesen Mut schenken, ganz gleich, ob ihr noch am Anfang des Weges seid oder mitten drin. In dem Falle ermutigt das Lied, nicht aufzugeben und daran zu glauben, dass man das Ziel erreichen kann. Oder ihr seid am Ende des Weges und habt eine neue Richtung vor euch. Viel Vergnügen beim Anhören!

Max Giesinger - Dach der Welt

Freitag, 19. Juni 2015

Der blaue Planet

Der Titel ist Programm. Durchaus handelt es sich bei dem Lied dieser Woche um eine Hymne an unseren Heimatplaneten und unser schönes Leben auf der Erde. Allerdings trägt das ganze einen wichtigen und bitteren Beigeschmack, denn im Vordergrund steht vor allem eine große Ermahnung an uns Menschen. Trotz der zunächst fröhlich und heiter klingenden Musik ist der Textinhalt von "Der blaue Planet" kein herzliches Lachen wert. Die Ostrock-Band Karat macht in einem ihrer großen Hits deutlich, dass wir verantwortungslos mit unserem Planeten umgehen. Internationale Konflikte, Kriege, Atomwaffen, Umweltverschmutzung. Wenn wir mit alldem so weitermachen wie bisher, dann ist das Ende der Menschheit auf der Erde vorprogrammiert. Und wer weiß, wie viele weitere Generationen dann noch eine Zukunft haben dürfen. Tanzt unsere Welt mit sich selbst schon im Fieber? Liegt unser Glück nur im Spiel der Dämonen? Wird nur noch Staub und Gestein ausgebrannt allezeit auf der Erde sein? Das alles sind große Fragen, mit denen man sich ernsthaft befassen sollte. Je mehr wir an uns selbst denken desto weniger denken wir an die Konsequenzen für die Welt und unseren Planeten. Dabei ist vieles eng miteinander verwoben. Wenn die Welt zu stark belastet ist und den Ansprüchen der Menschheit nicht mehr gerecht werden kann, dann geht auch die Menschheit zugrunde. Viele kennen wohlmöglich den Spruch "Wir haben keine zweite Welt im Keller." Dieser Satz muss von jedem von uns ernst genommen werden. Ich denke, das im Lied angesprochene Thema ist heute genauso aktuell wie zu Zeiten der Entstehung des Songs Somit beweisen Karat wieder einmal, dass ihre Musik zeitlos ist.
Musikalisch bleibt die Band sich auch bei diesem Lied treu. Karat schafft es, jedem Lied einen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboard und Gesang gibt es in zahlreichen Bands, dennoch kann man unschwer erkennen, dass das Lied nur von dieser einen Ostrock-Band stammen kann.Wenn ich das Lied höre, bekomme ich manchmal das Gefühl, dass das im Text behandelte Thema teilweise sogar in der Musik umgesetzt wurde. Zumindest könnte man das meiner Meinung nach so interpretieren, denn in der letzten Instrumentalphase vor dem Schluss spielen alle Instrumente ohne Melodie, ohne Takt völlig durcheinander und es entsteht ein großes Wirrwarr. Genau dasselbe könnte auf der Erde auch entstehen, wenn wir weiterhin so rücksichtslos mit unserem Planeten umgehen. Und irgendwann kann dann alles mit einem großen Knall beendet sein - ebenso wie im Lied. Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten.

Karat - Der blaue Planet

Freitag, 12. Juni 2015

Headphones

Wenn man im stressigen Alltag eine Pause sucht. Wenn alles viel zu schnell zu laufen scheint. Wenn man das Gefühl hat, sich in einer ungewissen Schwebe zu befinden. Wenn man eine Auszeit braucht. In so einer Zeit benötigt jeder etwas, bei dem er sich entspannen kann und nur für sich allein ist. Wie man das macht, ist von Person zu Person unterschiedlich. Der eine tobt sich sportlich kräftig aus, ein anderer macht Yoga oder wieder ein anderer sucht sich etwas zum Handwerken. Ich persönlich habe auch meine eigene Art und Weise, mich in meine eigene Welt zurückzuziehen: Ich höre Musik. Sie entführt mich in einen Zustand der Entspannung, des Kräftesammelns und der Träumerei. Offenbar bin ich nicht die Einzige, die diese Methode anwendet. Sonst hätte Hedley wohl kaum ein Lied über genau diese Situation geschrieben. Die Band aus Kanada ist nicht weltweit berühmt, hat aber dennoch jede Menge Potential. Die Melodie des Liedes "Headphones" hat meiner Meinung nach auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter. Wenn man Zeit für sich braucht, setzt man sich die Kopfhörer auf und hört seine Lieblingsmusik - so sagt es der Liedtext. "Wenn die Welt laut wird, werde ich lauter." Kraftvolle Musik, fröhliche Melodien und spürbar gute Laune, die vom Sänger auf den Hörer übergeht. Ich weiß natürlich nicht, wie es bei euch ist, aber mir hat sich das Lied ziemlich schnell eingeprägt. Hört euch das Lied an und lasst es euch gut gehen!

Freitag, 5. Juni 2015

Hey

Das Leben ist wie ein Aufstieg, aber oben hast du eine tolle Aussicht. Trotzdem kann es zwischendurch immer wieder steil bergab gehen. Noch bevor man die Spitze des Berges erreicht hat, fällt man tief und landet anscheinend genau dort, wo man vor der Arbeit angefangen hat, oder sogar noch tiefer. Das Lied dieser Woche handelt genau von dieser Situation. Aufgeben? - Auf keinen Fall. Einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen. Das mag seltsam klingen, aber das ist immer noch besser, als in Selbstzweifeln zu ertrinken und sich nur Vorwürfe zu machen, was man falsch gemacht hat, damit es nicht so lief wie gewünscht. Andreas Bourani motiviert seine Fans und Hörer mit dem Lied "Hey" dazu, den Weg des Lebens weiterzugehen und nicht auf den Scherben stehenzubleiben. Mit einfachen Worten schafft er es - so wie in vielen seiner Songs - eine immens tiefe Bedeutung auszudrücken. Sie wirkt fast schon poetisch, aber trotzdem versteht sie jeder. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kennt jeder von uns Situationen, in denen alles den Berg runterzugehen scheint und man am liebsten keinen neuen Versuch mehr starten will, weil die Anstrengung es anscheinend nicht wert war. Man ist nicht weitergekommen, sondern zurückgefallen. Aber man darf nicht aufgeben. Fehler zu machen, oder eine Sache nicht perfekt zu erledigen ist kein Zeichen von Dummheit, Talentlosigkeit oder Schwäche. Das ist einfach nur menschlich. Das wichtigste in so einer Situation ist, dass man trotzdem weitermacht und es noch einmal versucht. Jeder hat schlechte Zeiten, oder Pechsträhnen. Aber bei jedem gehen diese Zeiten wieder vorbei. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn man weiterkämpft und die Tiefphase dann vorbei ist, fühlt sich der Erfolg manchmal noch doppelt so groß an und bringt doppelt so viel Freude. Also, seid nicht so hart zu euch selbst. Es ist okay, wenn ihr fallt. Ihr braucht nur weiterzugehen.

Andreas Bourani - Hey

Freitag, 29. Mai 2015

Heroes

Am Samstagabend der vergangenen Woche gab es ein, wenn nicht sogar das größte internationale Musikevent: Der Eurovision Song Contest. Der 60. Geburtstag des Wettbewerbs wurde auch groß gefeiert. Neben den europäischen Staaten, die von der professionellen Jury ins Finale gewählt wurden, trat auch Australien auf und nahm am Wettbewerb teil. Als großer Sieger ging Mans Zelmerlöw hervor. Der junge Schwede erreichte mit seinem Lied "Heroes" den drittgrößten Siegerabstand, den es in all den Jahren des als `Grand Prix de l'eurovision de la chanson´ beginnenden Kontests je gab. Noch bevor alle Länder ihre Punkte vollständig vergeben hatten, stand Schweden als unüberholbarer Sieger fest.
Der Song selbst beginnt mit leiser Musik, sodass die tiefe Stimme von Zelmerlöw heraussticht. Später dann wird die Musik lauter und der Beat durchdringender. Durchaus ein Lied, dass man in der Disko erwarten könnte. Inhaltlich geht es darum, dass jeder Einzelne mit Gottes Hilfe in seinem Leben großes Erreichen kann. Und es ist egal, welcher Religion man angehört: Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Judentum oder auch Atheisten können und sollten sich von der Botschaft etwas zu Herzen nehmen. "We are the heroes of our time" - zu deutsch "Wir sind die Helden unserer Zeit" hat mehr zu bedeuten, als man auf den ersten Blick glauben mag. Es müssen keine großen Taten vollbracht werden, denn wenn jeder eine kleine gute Tat macht, entsteht in der Summe etwas viel größeres als ein Mensch alleine schaffen kann. Das, was geschehen ist, kann man nicht rückgängig machen, so heißt es auch im Lied, aber genauso singt der Schwede, dass Gott nie von unserer Seite gewichen ist und sich wünscht, dass man sein Leben so leben soll, dass man sich um "Morgen" keine Sorgen machen muss. Das gilt nicht nur für die eigene Existenz als auch für die Existenz unserer Erde und der Vielfalt unserer Natur. Dann können wir uns die Worte des Siegers nach der Siegerehrung noch mehr auf der Zunge zergehen lassen: Wir sind alle Helden.

Mans Zelmerlöw - Heroes



Freitag, 22. Mai 2015

See you again

Ein bekanntes Sprichwort besagt: "Man sieht sich immer zwei Mal im Leben." Wie viel Zeit zwischen dem ersten und dem "zweiten" Mal liegt, kann allerdings niemand wirklich bestimmen. Man kann Menschen, die man nicht mag, schneller wiedersehen als gewollt. Genauso gut kann es gefühlte Ewigkeiten dauern, bis man Menschen wiedersieht, die einem sehr nah am Herzen liegen. Für den letzteren Fall passt das Lied sehr gut, das ich euch diese Woche vorstellen möchte. "See you again" von Wiz Khalifa & Charlie Puth handelt von der Situation, wenn man eine bestimmte Person für sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hat und sie so sehr vermisst, dass man sich nur noch wünscht, sie bald wiederzusehen. Das Lied beginnt (übersetzt) mit den Worten "Es war ein langer Tag ohne dich, mein Freund. Und ich werde dir alles erzählen, wenn ich dich wiedersehe." Ich denke, dass jeder diese Situation kennt. Auch mir fallen mehrere Personen ein, die ich  gerne sehr bald wiedersehen möchte, aber ob es wirklich dazu kommt, kann man nur schwer beeinflussen. Der Song bietet alles, was man in solcher Situation haben möchte und brauchen könnte. Die sanfte Melodie des Refrains gibt Zeit zum Träumen und Sehnen, zum Erinnern  an das letzte Treffen mit der Person, aber auch an das, was in der Zwischenzeit passiert ist. Der Rap in der Strophe gibt Kraft und ermutigt, als wolle er dir sagen: Das Warten wird sich lohnen. So geht es mir jedes Mal, wenn ich dieses Lied höre. Und aus Erfahrung kann ich euch in so einer Situation auch nur damit beruhigen: Das Warten kann lange dauern und unangenehm sein, aber irgendwann wird es sich lohnen.

Wiz Khalifa - See you again


Freitag, 15. Mai 2015

Disaster City

"Es war eine Stadt im Niemandsland" - Mit diesen Worten beginnen manche schönen oder spannenden Geschichten, oder das Lied über das ich heute schreibe. "Disaster City" von Slaves of Disaster hat alles, was ein Metal-Song haben muss. E-Gitarre, Schlagzeug, Bass, eine kräftige Stimme - möglicherweise nichts für ein schwaches Gemüt. Die Mitglieder der peruanischen Band kennen sich aus der Schule und teilen die Leidenschaft zur Musik - zum Metal.  Egal, ob headbangend oder unkontrolliert schüttelnd; Hauptsache man rastet richtig aus. Bei diesem Lied kann man das auf jeden Fall. Ihr habt zu viel im Kopf und wollt euch einmal für kurze Zeit von den Lasten befreien? Mein Vorschlag: Hört Metal, wenn es euch gefällt und lasst euch einmal gehen. Kümmert euch nicht darum, was andere von euren hemmungslosen, verrückten Bewegungen denken könnten. Für mich persönlich ist es oft befreiend, einmal alles fallen zu lassen, die Sorgen gewissermaßen "abzuschütteln". Und auch, wenn man keine Lust hat, auszurasten, Metalfans kann ich dieses Lied auch nur empfehlen. Das ist kein Lärm, das ist richtig gute Musik. Voller Kraft, vielleicht gefällt es euch so wie mir. Viel Spaß beim Hören! Que te diviertas!

Slaves of Disaster - Disaster City

Freitag, 8. Mai 2015

You are so beautiful

Jemand, der für jeden Ton sterben würde. Jemand, der mit vollem Herzen Musik macht. Jemand, dem man anmerkt, dass er ohne die Musik wohl nicht leben könnte. Jemand, der Herzen berührt von der aller ersten Sekunde an. Alles das ist für mich ein Musiker aus Leib und Seele. Und alles das ist für mich die Person, um die es heute gehen soll. Bei der Fernseh-Casting-Show Deutschland sucht den Superstar gibt es in diesem Jahr einen Sänger, auf den alles bedingungslos zutrifft: Antonio Gerardi. Der Italiener wurde von seinem Onkel bei DSDS angemeldet - wenn ihr mich fragt: Gott sei Dank! So eine Stimme, wie die von Antonio findet man sehr sehr selten auf der Welt. Er hat schon bewiesen, dass er viele Lieder grandios bewältigen kann. Egal, ob "It's a Man's world" von Seal, "It's my life" von Bon Jovi oder auch "You are so beautiful" von Joe Cocker. Antonio berührt die Herzen und braucht dafür nur wenige Sekunden. Er sagt selbst, dass die Musik sein Leben ist. Das will man wahrscheinlich auch nicht abstreiten - ich zumindest nicht. Seine Stimme ist einzigartig, so einen Wiedererkennungswert hat fast nur er. Ich persönlich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, viel Liebe und Zufriedenheit im Leben und immer Musik im Herzen. Ich werde immer ein großer Fan von dir bleiben. Hört auch ihr euch an, wie wundervoll er singt.

Freitag, 1. Mai 2015

Boom Clap

Das Original stammt von Charts-stürmerin Charlie XCX, aber ich möchte euch heute eine Coverversion vorstellen, die ich sogar noch einen Tick besser finde. CIMORELLI ist eine Band, die aus 6 Schwestern besteht und regelmäßig Covervideos auf YouTube hochläd. Besonders gut gelungen ist meiner Meinung nach das Cover von "Boom Clap". 6 verschiedene Gesangsstimmen verleihen dem Song noch mehr Kraft und der Beat im Hintergrund ist trotzdem noch sehr durchdringend. Es klingt nicht wie eine Amateuraufnahme und man merkt den Mädels in jeder Sekunde an, wie viel Spaß sie am Singen haben. Das Lied selbst handelt von Liebe. Es wird über eine Person gesungen, die den Herzschlag weitertreibt, zum Leben motiviert und einfach gut tut. Um nur ein paar Textzeilen zu übersetzen: "Du bist die Magie in meinen Venen." - "Durch dich fühle ich mich gut." - "Kein Silber und kein Gold steht mir so gut wie du." Der Song macht gute Laune, ganz unabhängig davon, ob man verliebt ist oder nicht. Mich bringt "Boom Clap" immer wieder zum Tanzen. Da schlägt das Herz eines jeden Musikliebhabers sofort höher.

Freitag, 24. April 2015

Live and let die

Gänsehaut, Emotionen, Kraft, ein bisschen Urlaubsfeeling mittendrin und das alles innerhalb von 3 einhalb Minuten. Geht nicht? Oh doch! Stargeiger David Garrett überliefert in seinem eigenen Cover von "Live and let die" sowohl sanfte und weiche Gefühle wie auch Kraft, Stärke und Motivation. Das im Original von der Gruppe Wings gespielte Lied handelt von dem Lauf des Lebens. Menschen leben und sterben und bis heute kann niemand daran etwas ändern. Der Song wurde von Wings-Mitglied und Bandleiter Paul McCartney geschrieben, gemeinsam mit dessen Frau Linda. Das Lied beginnt mit den Worten: 
"Als du jung warst und dein Herz ein offenes Buch war, sagtest du: Leben und leben lassen. Aber wenn dich diese sich immer verändernden Welt, in der wir leben, zum Weinen bringt, sag: Leben und sterben lassen."
Aber auch ganz ohne Worte, rein musikalisch kann man das Lied einfach nur genießen. Es beginnt mit sanften Tönen, wird dann rockiger. Zwischendurch fühlt man sich für kurze Zeit auf eine Urlaubsinsel entführt, weil die gezupften Noten der Violine locker leicht klingt wie eine Ukulele. Letztlich dominiert dann wieder die rockige Stimmung. Der weltweit bekannte Geiger hat meiner Meinung nach eine sehr schöne Instrumentalversion aus diesem Welthit gezaubert. Er zeigt ein weiteres Mal, dass die Geige nicht nur für klassische Musik bestens geeignet ist. Hört rein!

David Garrett - Live and let die


Freitag, 17. April 2015

Wer bin ich wirklich?

"Ich weiß nicht genau, was ich will. Das Leben gibt so viel her; wo fang ich an?" Diese Frage stellt sich der ein oder andere in seinem Leben. Besonders in meinem Alter spielt die Titelfrage des heutigen Songs eine besondere Rolle: "Wer bin ich wirklich?" von Annett Louisan erzählt von der Suche nach dem "Ich", nach dem, was uns glücklich macht, nach dem, was uns ausfüllt. Spätestens wenige Jahre vor dem Abitur stellt sich doch jeder die Frage, wer er ist und wie er seine Zukunft gestalten möchte. Diese Frage zu beantworten ist häufiger schwerer als man denkt, aber irgendwann findet jeder seine einzig wahre Antwort. Studium? Ausbildung? Auslandsjahr? Au Pair? Work and Travel? Freiwilliges Soziales Jahr? Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Weg nach dem Schulabschluss weiterzuführen, aber welcher ist der richtige für uns ganz persönlich? Wie sieht man sich selbst und wie möchte man von anderen gesehen werden? Diese Fragen finden erst im Laufe eines langen Prozesses ihre Antworten. Es ist keine Schande, sie nicht sofort beantworten zu können. Ich selbst habe etliche Jahre gebraucht, um eine Antwort zu finden, genauso wie viele andere Menschen in meiner Umgebung. Und ob die Antwort wirklich diejenige ist, die mich glücklich macht, wird sich erst in einigen weiteren Jahren zeigen.
Das Lied der bekannten deutschen Sängerin schafft eine entspannte Atmosphäre. Es gibt keinen Grund, sich zu stressen. Im Musikvideo des Liedes ist diese Suche nach dem "Richtigen" auch visuell dargestellt, indem die Sängerin jedes Instrument, das im Lied zu hören ist, selbst spielt - Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass, Geige, Cello, E-Gitarre, Gesang. Hier und da macht sie Fehler, aber sie lässt sich davon nicht entmutigen. Ich denke auch, dass man sich von kleineren Problemen nicht entkräften lassen sollte. Ob der Weg, den man gegangen ist, wirklich der eigene Weg zur Zufriedenheit ist, weiß man oft erst nach einigen Jahren Erfahrung. So wie es bei Freunden ist, so ist es auch bei der eigenen Person. Je länger man sich kennt, desto mehr weiß man über einander.

Annett Louisan - Wer bin ich wirklich?

Freitag, 10. April 2015

La vida es limonada

Bei dem sonnigen und angenehm warmen Wetter in diesen Tagen ist es nicht mehr zu leugnen: Der Frühling ist da. Die graue Winterzeit ist vorbei und man bekommt wieder Lust darauf, draußen etwas zu unternehmen. Warum auch nicht? Marquess, eine deutsche Band aus Hannover, vermittelt mit dem Lied "La vida es limonada" - zu deutsch: Das Leben ist wie Limonade, genau dieses Lebensgefühl. Übersetzt bedeuten ein paar Zeilen: "Es wird eine perfekte Zeit, es wird ein starker Moment..."
Jegliche melancholische oder trübe Stimmung ist wie verflogen und man fühlt sich fast wie neu geboren. Machen wir das Beste daraus! Das Leben kann so schön sein, wenn wir uns daran beteiligen. Diese Aussagen hat das Lied für mich. Die lockerleichten Latinrhythmen des Liedes verstärken dieses Gefühl nach Frühling und guter Laune nur noch mehr. Der Frühling stimmt mich fröhlich, ich habe Spaß daran, Zeit draußen zu verbringen und wenn ich länger darüber nachdenke, könnte man den Frühling auch noch anders interpretieren: Die schlechten und dunklen Zeiten gehen vorbei, auch, wenn sie uns im Leben immer und immer wieder begegnen. Deswegen sollte sich niemand durch ein Tief oder eine Pechsträhne entmutigen lassen. Oder wie ein Sprichwort heißt: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus.

Marquess - La vida es limonada

Freitag, 3. April 2015

Thank you for the music

Heute stelle ich euch ein Lied vor, mit dem ich mich so sehr identifizieren kann wie mit keinem sonst. Wenn ich aus Liedern, die es bereits gibt, nur eines auswählen dürfte, das mich und mein Leben am besten beschreibt, dann würde ich das nehmen: "Thank you for the music" von der schwedischen Band ABBA. Die 4 berühmten Musiker, aus deren Initialen der Bandname entstand, erschufen durch dieses Lied einen ihrer größten Hits, an dem selbst heute wohl niemand vorbeikommt. Was wäre unsere Welt ohne Musik, ohne Lieder zum Singen, ohne Lieder zum Tanzen? Für mich persönlich wäre die Welt trostlos. Musik ist für mich Entspannung, Erholung, Genesung. Ich kann meine Träume ausleben, meine Gefühle ausdrücken und meinen Gedanken Ausdruck verleihen. Ich bin kein Mathe-Genie, kenne mich in Naturwissenschaften nicht gut aus und wenn ich einen Witz erzähle, ist er oft schon ziemlich alt und man kennt ihn schon. Aber ich bin musikalisch und sehr stolz auf mein Talent. Wenn es jemanden gäbe, der die Musik erfunden hat, ich würde ihm kaum genug danken können. Da sich die Musik aber im Laufe der Jahre, über zahlreiche Generationen entwickelt und weiterentwickelt hat, geht mein Dank an jeden, der die Musik als Leidenschaft mit mir teilt - ganz egal, ob vor 100en von Jahren, oder heute. Musik ist etwas wunderbares und wir sollten sie als solches betrachten, weniger als etwas selbstverständliches. Denn ohne all diese begabten Musiker wäre die Musik nicht das, was sie heute ist.

ABBA - Thank you for the music

Freitag, 27. März 2015

Creep

Zahlreiche Songtexte kann man auf zahlreiche Art und Weise interpretieren. So auch bei dem Song, um den es diese Woche geht. Die Alternative-Rockband Radiohead gründete sich 1985 in Oxford. Einer der größten Hits ist "Creep", der 1993 rauskam. Auch hier gehen die Meinungen auseinander, was der Text bedeuten könnte. 
Zum einen könnte es Satire sein. Es könnte durch eine misslungene Beziehung entstanden sein, nach der der Sänger oder das "ich"/"me" im Lied höhnisch witzig darüber macht, dass er dachte, sie sei perfekt und besser als jede Andere auf dieser Welt.Seine Erkenntnis, dass dem nicht so ist, sei auch miteingeflossen. Sie ist ach so etwas besonderes? - Von wegen. Auch, wenn wohl nie bekannt sein wird, ob das Lied aus diesem Grund geschrieben wurde und für wen, ist diese Interpretation eine meiner Ansicht nach gut denkbare Version.
Zum anderen, so sagen wieder andere Fans des berührenden Songs mit durchdringender E-Gitarre im Refrain, könnte es auch an niemanden gerichtet sein. Möglicherweise ist das auch nur eine Hymne an alle weiblichen Wesen dieser Welt. Vielleicht sei es ein Zeichen, dass alle Frauen bedingungslose Liebe verdient haben und so behandelt werden sollten, als wären sie wundervolle, einzigartige Engel. Ein Mann, der die Frauen im allgemeinen liebt, der alles für sie tun würde. - "Whatever makes you happy, whatever you want." Wenn ihr mich fragt: Diese Interpretation ist alles andere als unmöglich, aber vielleicht doch etwas zu allgemein gehalten.
Meiner Meinung nach ist folgende Interpretation am wahrscheinlichsten: Ein Mann, der in einer Bar an der Theke sitzt, sieht auf einmal eine wunderschöne, junge Frau. Sie sieht für ihn aus wie ein Engel. In ihm kommen die verschiedensten Stimmungen auf - von "Sprich sie an!" bis hin zu dem, was im Refrain besungen wird; Er selbst ist doch nur irgendein Jemand, ein Niemand. Er denkt, er sei es nicht wert, mit ihr zusammenzusein, mit ihr zu reden oder überhaupt in einem Raum mit ihr zu sein. Er denke sich: "Sieh dich an. Warum sollte sie ausgerechnet dich auch nur im Ansatz mögen?" Ich kann mich in diese Gedanken gut hineinversetzen, da ich sie selbst schon erlebt habe.
Die beste Version, die ich von diesem Herz-Schmerz-Liebeskummersong bisher gehört habe, ist eine Acoustic Cover Version von Scott Hoying und Caitlin Notey. Hört euch das Lied an und entscheidet selbst, welche Deutung des Textes eurer Meinung nach am besten passt. Vielleicht kommt ihr auch zu ganz anderen Interpretation.

Creep (Radiohead) Cover

Freitag, 20. März 2015

Bauch und Kopf

Bei jeder Entscheidung können in einer einzigen Person zwei verschiedene Meinungen vertreten sein. Das Bauchgefühl sagt uns, was wir spontan empfinden und der Kopf hingegen entscheidet über Sinn und Unsinn unserer Optionen oder bereits getroffenen Entscheidungen. Bauch sagt Ja, Kopf sagt nein, dazwischen steht man selbst und fühlt sich hin- und hergerissen. Mark Forster singt in seinem Song "Bauch und Kopf" über genau solche Situationen, in denen wohl jeder von uns schon war. Oft beobachte ich das Verhalten anderer Personen in ähnlichen Situationen und es scheint ihnen schwerelos von der Hand zu gehen, sich für eine Option zu entscheiden und damit zufrieden zu sein. Aber ich selbst wäre an manchen Entscheidungen beinahe verzweifelt. Selbst aus psychologischer Sicht gibt es dafür eine Erklärung. Das "Es" ist die Instanz, die uns sagt, welche Entscheidungen unseren tiefsten Bedürfnissen und Trieben nachkommen - allgemein wird das als Bauchgefühl bezeichnet. Das "Über-ich" ist eher bekannt als "der Kopf", also die Instanz, die unsere Entscheidungen den Normen, Gesetzen und Leitsätzen anpassen will. Quasi dazwischen ist das "Ich", das einen Kompromiss aus beiden entwickeln will und muss. Im Lied heißt es: "Bauch sagt: Kopf, ja! Kopf sagt: Bauch, nein! Und zwischen den Beiden steh ich und weiß nicht"
Wenn ich das Lied aus Mark Forsters gleichnamigem Album höre, erinnere ich mich an etliche Situationen, in denen ich nicht wusste, was ich machen sollte. Ich genieße es, denn mir wird immer wieder aufs Neue bewusst, dass es nichts schlimmes ist, sich nicht sofort entscheiden zu können oder sich mal selbst zu hinterfragen. Der Beat geht in den Fuß, der Text in den Kopf und die Melodie ins Ohr. Lange Rede kurzer Sinn: Viel Spaß beim Hören!

Bauch und Kopf - Unplugged

Freitag, 13. März 2015

Ein bisschen Frieden

Früher Grand Prix de la chanson, heute Eurovision Song Contest. Eine Legende ist dabei die damals sehr junge Sängerin, Nicole, die nur mit ihrer Gitarre und wenigen anderen Musikern auf der Bühne das Publikum europaweit berührte und begeisterte. Ihr Lied "Ein bisschen Frieden" ist wohl einer unglaublich breiten Masse von Menschen bekannt - vor allem unseren Eltern und Großeltern, die in der Zeit der deutschen Teilung aufwuchsen. Ich persönlich habe eine sehr emotionale Beziehung zu diesem Lied, da es das Lieblingslied meines Großvaters war. Er wünschte sich immer von Herzen, dass ich ihm das Lied einmal vorsinge. Als ich mir einen passenden dafür Moment ausgesucht hatte und bereits in den Proben steckte, war es von einem auf den anderen Tag zu spät.
Ein bisschen Frieden wünscht sich jeder auf dieser Welt. Doch ob es je zu einer Welt ganz ohne Krieg und Waffen kommen wird? Darüber kann man zweifeln und streiten. Nichts desto trotz ist der von Ralph Siegel komponierte, bewegende Song  einerseits Anlass zum Hoffen, Träumen und Beten, andererseits wird mir dadurch immer wieder bewusst, dass jeder Einzelne von uns seinen Teil dazu beitragen muss, den Frieden herzustellen und zu sichern, zu stabilisieren. Gelegentlich muss ich beim Hören des Liedes die ein oder andere Träne vergießen. Ich hoffe, dass der Song euch auch so erreicht, wie er mich erreichte, als ich ihn das erste Mal hörte.
Singt mit mir ein kleines Lied, dass die Welt in Frieden lebt!

Nicole - Grand Prix 1982

Freitag, 6. März 2015

Am seidenen Faden

Jeder von uns kennt Situationen, in denen er so viel zu tun, an so viel zu denken hat, dass man sich nur noch gestresst fühlt. Da vergisst man schnell mal andere wichtige Dinge wie Geburtstage, Familientreffen, Verabredungen mit Freunden oder was auch immer. Dabei ist unser Leben, jedes einzelne Leben unsagbar wertvoll. Jeder Atemzug muss genossen werden. Tim Bendzko besingt in seinem Song "Am seidenen Faden" das Gefühl von dieser Aufgewühltheit. Probleme im Leben können sich wiederholen und trotzdem muss man durch.  Mal geht man ständig im Kreis oder es kommt einem sogar so vor, als liefe man ständig auf der Stelle. Aber Stress und noch mehr Druck helfen dann nicht weiter. Unsere Freunde, Familie, Bekannten, unsere Liebe zu unseren Menschen, unser Leben ist vergänglich und jeder "rote Faden" des Lebens findet irgendwann sein Ende - mal früher und mal später. Wann der Faden zu Ende ist oder vielleicht auch reißt, weiß niemand. Unser Leben wird bestimmt von diesem seidenen Faden, wir werden von ihm gelenkt und an unser eigenes Lebensende geführt. Ich finde es wichtig, dass man sich gelegentlich mal klar macht, dass jeder Atemzug der letzte sein kann, ob man es nun will oder nicht. In der nächsten Stresssituation sollte man nicht die Kontrolle verlieren, den Mut niemals aufgeben und sein Leben genießen, so führen, wie man es selbst für richtig hält.

Tim Bendzko - Am seidenen Faden

Freitag, 27. Februar 2015

Trichter drauf

 „Wir schreiben das Jahr 1621. Ob eines glücklichen Zufalls gehen drei ansehnliche doch nicht minder poetische junge Recken am Gutshof de Wedding in die Irre. Alsbald gewahren sie die Ähnlichkeit ihrer Sinne und beginnen diesen mit Laute, Maultrommel und Sackpfeife Ausdruck zu verleihen. Doch ach! Niemand erhört die hierbei entstehenden lieblichen Klänge und schon nach wenigen Monden geraten unsere Helden in Vergessenheit. Niemand erinnert sich heute an ihre Namen.
Kaum dreihundertundachtzig Jahre später, wir befinden uns im Jahr 1990, finden sich ganz nah jener Stelle von damals drei andere junge Männer zusammen und probieren sich an ihrem musikalischen Können. Horst Karbunke, Karl-Heinz Brockhausen und Manfred Allersleben gründen die Band „Between Garbage and Flowers“. Auch sie wollen ihre Namen vergessen und nennen sich fortan Rossi, Frunz und Loco.“
© 2014 - 2015 Between Garbage and Floweers

So stellt sich die Punkrockband, die ich euch diese Woche präsentiere und empfehle,  auf ihrer Website vor. So wie diese Erzählung, so auch die Liedtexte; clever, gewitzt und doch mit einer wichtigen Aussage. Beispielsweise beim Song „Trichter drauf“.  Ich selbst habe mich auch schon oft gefragt, wie viel die Schulnoten wirklich über mich aussagen.  Eigentlich ist das doch nichts weiter als Zahlen aus Tinte auf zusammengepressten Ästen (Papier). Ich will damit nicht sagen, dass Schulnoten unwichtig sind und man sich keine Mühe geben soll - Gott bewahre! Aber man darf sich nicht zu sehr darauf versteifen. Menschen sind keine Maschinen, sie können nicht alles. Man lernt für das Leben, nicht für die Eltern oder die Schule, den Spruch kennt wohl jeder. Aber wenn man einen bestimmten Beruf ergreifen möchte, benötigt man manche Themen aus der Schule nicht mehr. Wenn man etwas nicht kann oder nicht versteht, ist man nicht weniger wertvoll als andere Menschen, die über dieses oder jenes Thema mehr Ahnung haben. Dass diese Nachricht in einem Lied mal verdeutlicht wird, finde ich persönlich gut.

Die drei Männer haben den Punk im Blut, und das Blut fließt wodurch? Durchs Herz! Das ist auch nicht zu klein geraten, im Gegenteil. Nicht nur auf der Bühne wirken die Gentlemen unglaublich authentisch.  Wer sich selbst ein Bild dieser Band machen will, kann sich auf den folgenden Seiten mal umsehen:


Samstag, 21. Februar 2015

Der Wind ruft meinen Namen

Dieses Mal möchte ich mich nicht mit einem Song, einem einzelnen Lied beschäftigen, sondern ich möchte euch ein Album vorstellen, bei dem ich stolz bin, es "mein Eigen" nennen zu dürfen. Denn die Band Santiano hat mit dem Album "Bis ans Ende der Welt" eine wunde Stelle meines Herzens getroffen.
"Groß ist die Sehnsucht, sie zieht mich raus aufs Meer. Groß ist die Sehnsucht, fällt auch der Abschied schwer."
"An Board sind alle gleich. Egal, ob arm, ob reich. Und Freiheit ist der Lohn. Wir sind frei! Frei wie der Wind."
"Soweit die See und der Wind uns trägt. Segel hoch, volle Fahrt, Santiano! Geradeaus, wenn das Meer uns ruft, fahren wir raus, hinaus ins Abendrot."
Das sind nur 3 von sehr sehr vielen Songtextzitaten, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren kann. Seit etlichen Jahren sitzt ein Traum tief in meinem Herzen: Einmal eine echte Seefahrt erleben. Es gibt mehr als einen guten Grund dafür, dass ich allein schon für Kreuzfahrten schwärme. Auf einem Schiff zu stehen, in die Ferne zu blicken, umgeben von Wasser und frischem Wind in den Haaren. So stelle ich mir wahre Freiheit vor. Natürlich ist eine echte Seefahrt etwas völlig anderes als eine Kreuzfahrt, aber dennoch fasziniert mich von Kindhet an die Vorstellung, mit einem Schiff durch das Meer zu reisen - vielleicht ohne ein bestimmtes Ziel, sondern einfach dahin, wohin der Wind mich trägt. Auch die Geschichten von der Seefahrt meines Onkels mögen noch völlig anders sein als ein "Piratenleben" oder wie auch immer man das bezeichnen möchte. Dennoch fände ich es unglaublich spannend, so eine Reise mal mitzuerleben. Natürlich will ich dabei nicht allein sein, denn auch das wird in einigen Liedern der Band Santiano beschrieben: Der Zusammenhalt der Mannschaft auf dem Schiff hält ewig. "Wir sind uns treu bis in den Tod" und "Wir sehen uns wieder in Walhalla." sind weitere Textausschnitte. Ich weiß, dass man sehr großes Heimweh erleiden kann und nichts daran ändern kann, das man Seemeilen von seinen Lieben entfernt ist. Trotzdem interessiert es mich sehr, ob mein Traum von der Freiheit als Realität auch meiner persönlichen Definition von Freiheit entspricht.
Umso schöner ist es für mich, Santiano zu hören, die Augen zu schließen und zu träumen von einem Leben auf See. Probiert es doch auch einmal aus!

Freitag, 13. Februar 2015

Too young to grow old

Ich denke gerne an vergangene Zeiten zurück. Diese Reise durch das eigene Leben zeigt tausende und abertausende von Erinnerungen und diese Erinnerungen sind fester Bestandteil von dem, was wir heute sind, wer wir heute sind. Ich sehe Bilder vor mir, wie ich mit meinen Freunden und meiner Familie als kleines Kind im Garten spiele, wie ich mir einmal beide Knie aufschlug und  wie ich mich - mit oder ohne Erfolg - an etlichen Instrumenten versuchte, die sich in unserem Haus finden ließen. Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die gerne in Erinnerungen schwelgt und an alte Zeiten zurückdenkt.
Um Erinnerungen aus vergangenen Zeiten geht es auch in „Too young to grow old“ von Thomas Godoj. Manchmal stellt man fest, dass all diese kindlichen und naiven - spielerischen Tage der Vergangenheit angehören und es kann durchaus schockierend für dich selbst sein, zu erkennen, dass du „erwachsen“ geworden bist. Deswegen kann es in jedem Alter, ob 21 oder 41, guttun, diese „rockigen Zeiten“ wieder aufleben zu lassen und einfach Spaß am Leben zu haben. Menschen sind ein Leben lang zu jung, um alt zu werden; zu alt, um den Spaß am Leben zu verlieren. Manchmal benötigt man einen Spiegel, der einen wieder darauf aufmerksam macht, wer man war oder wer man ist und was das Leben alles bereithält. Aber das gut bekannte und oft zitierte „Kind in dir“ darf solange du selbst lebst nicht sterben. Und dafür muss man selbst allein sorgen.

Das Lied des „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner von 2008 hat mein Lied der Woche auf seiner aller ersten CD „Plan A“ veröffentlicht. Der Musikstil des heute 36jährigen gefällt mir persönlich echt gut und bei dem Lied „Too young to grow old“ sehe ich einerseits all diese Kindheitserinnerungen, andererseits aber auch aktuellere Erlebnisse vor meinem inneren Auge. Immer wieder wird mir bewusst, wie wichtig es ist, das Leben zu leben, trotz allen Problemen und Konflikten. Ich kann euch allen nur raten: Achtet darauf, dass ihr niemals 100%ig erwachsen werdet. Ein Stück Kind muss in uns bleiben - bis zum Tod.


Freitag, 6. Februar 2015

Das geht nie vorbei

Man kann ihm spätestens jetzt nicht mehr aus dem Weg gehen. Jeden Abend sendet mindestens ein Fernsehsender Sitzungen aus ganz Deutschland. Von Aachen bis Mainz, von Cottbus bis Köln - überall feiert man Karneval. Die Karnevalisten in ganz Deutschland lassen Abend für Abend die Korken knallen ud die Fetzen fliegen. Ich gehöre seit Jahren und abermals Jahren zu den auf kölsch genannten Jecken und freue mich sehr auf die fünfte Jahreszeit. Und eine Sache kann ich definitiv bestätigen: Einmal Karnevalist, immer Karnevalist - einmal Jeck, immer Jeck! 
De Höhner sind für ihre Karnevalslieder bekannt und in ihrem Lied "Das geht nie vorbei" das, was ich sofort unterschreiben würde. Wenn man einmal mit dem Karnevalsfieber angesteckt wurde, wird es nie mehr los. Es gibt viele Vorurteile über das Leben in der Karnevalszeit - betrunkene Leute, grässliche Musik und viele dämliche Tätigkeiten -  aber das ist auch nur die Spitze des Eisbergs. Karneval ist für mich eine Zeit im Jahr, in dem man einfach mal sich und das Leben feiern kann. Singen, lachen, tanzen, feiern, genießen. Karneval ist für mich nicht nur eine Zeit des Jahres, sondern viel mehr ein Lebensgefühl, eine Lebenseinstellung. Und genau das verdeutlicht meiner Meinung nach auch das Lied "Das geht nie vorbei". Das Lied löst gute Laune aus und man kommt wunderbar in Schwung. 

Samstag, 31. Januar 2015

Das Schweigen der Spammer

Manche finden sie lustig, viele finden sie nervig. Egal, ob im Kino, oder zu Hause, im Fernsehen - Werbung ist in jeder Medienbranche vollzet präsent. Die möglicherweise positiven aber auch negativen Aspekte der Werbung zeigt Bodo Wartke in seinem Lied "Das Schweigen der Spammer" mit zugespitztem Humor und Übertreibungen auf. "Wenn die Welt ohne Werbung wär" - ja, was dann? Man kann sich von dem Lied des klavierspielenden Mannes zum Nachdenken motivieren lassen, oder man lässt sich einfach unterhalten. Doch für welche Möglichkeit man sich auch entscheidet, eine Sache steht für mich fest: Mindestens einmal kann man definitiv nicht anders, als zu grinsen oder zu kichern. Bei mir löst das Lied gute Laune aus und man bekommt eine andere Sicht auf die Welt nähergebracht: eine sehr lockere und satirische Sicht, verstärkt durch clevere Wortspielereien. Dieses Merkmal dominiert bei sehr vielen - gar allen Liedern von Wartkes Programmen. Natürlich kann man das auch als Grauzone oder recht schwarzen Humor empfinden, aber ich denke, dass diese Ansichtsweise auch mal sein muss. Man sollte meiner Meinung nach nicht immer alles zu objektiv, sachlich und ernst sehen. Der Humor ist ein wichtiger Teil unseres Lebens, man darf ihn nicht verlieren. 

Freitag, 23. Januar 2015

Afire Love

Das Lied der Woche ist dieses Mal eins, das mir persönlich so nahe geht, wie kein anderes zuvor. Ed Sheeran und sein eher unbekannter Song "Afire love" bringt nicht nur mich, meine Stimme, sondern auch mein Herz und meine Seele zum Mitsingen, Winseln und Weinen. Ein hochemotionaler Songtext und die sanfte, melancholische Stimme des Briten vereinigen sich zu einer perfekten Mischung und machen es so anhörenswert, wie es für mich ist. Ich erlebe die im Text  beschriebene Situation momentan zum Dritten Mal und kann es manchmal nicht anders in Worte fassen, als: Ed spricht/singt mir aus Herz und Seele. Ich möchte 2 übersetzte Textstellen hier etwas näher betrachten. 
"Gestern war noch alles in Ordnung, dann nahm der Teufel dir die Erinnerung. Und wenn du heute stirbst, hoffe ich, dass der Himmel zu deinem Ruheplatz wird." Für niemanden ist es einfach, wenn man einen Demenzfall erleben muss. Der Betroffene muss lernen, seine Unabhängigkeit zu verlieren und die Angehörigen müssen die neuen Lasten ertragen, die die Krankheitsfälle mit sich bringen. Jüngere Mitglieder der Familie mögen das zunächst sehr naiv sehen, aber umso schmerzhafter ist es, wenn man erkennt und versteht, was Demenz oder Altsheimer beispielsweise für Beschwerden und Folgen mit sich bringen. Damit kommen wir zur 2. Textstelle:
"Mein Vater sagte mir: Es ist nicht seine Schuld, dass er dein Gesicht nicht kennt und du bist nicht der Einzige." Man weiß, dass es so weit kommen kann, aber wenn es dann soweit ist, schockt es einen so sehr, dass man es kaum beschreiben kann. Man kann sich noch so oft und lange darauf vorbereiten, wenn die Person auf einmal vor dir steht und dich selbst nicht mehr erkennt, weißt du nie, wie du dich verhalten geschweige denn fühlen sollst. Auch wenn die Worte des Liedes kein Trost sind, sollte man sie nie vergessen: Es ist nicht die Schuld des Betroffenen, genauso wenig wie deine eigene. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es besonders in solchen Situationen sehr bedeutend ist, von seiner Familie und besten Freunden in den Arm genommen zu werden und die Herzen "wie eins" schlagen zu lassen.
Für mich ist das Lied sehr berührend und ich finde, dass es nicht nur für Menschen, die Angehörige von Betroffenen sind, sondern auch für alle anderen in vielen Situationen etwas sein kann, das Trost spendet.