Freitag, 29. September 2017

Gold von den Sternen

Anfang Oktober starten wieder die neuen Wintersemester der Studien- und Ausbildungsgänge. Gleichzeitig haben viele Studenten und Auszubildene den nächsten Schritt, direkt ins Berufleben hinein, geschafft. Wenn sie es nicht schon getan haben, suchen sich viele junge Erwachsene außer einen Arbeitsplatz auch eine eigene Wohnung oder ziehen in eine WG. Diese Abnabelung von den Eltern kann beiden Seiten schwer tun. Das Lied dieser Woche passt dazu sehr gut. Im Liedtext wird eine kleine Geschichte erzählt. Der Sohn eines Königs würde so liebend gern die Welt bereisen und sein eigenes Leben leben. Jedoch hat er dazu keine Chance. Die Mauern, die sein Vater rund um das Schloss und den Schlossgarten errichten ließ, ist so hoch, dass er einfach nicht entkommen kann. Der König meint es nur gut, er will sein geliebtes Kind vor dem brutalen und skrupellosen Leben schützen. "Die Liebe des Königs sprach aus jedem Wort, doch die Sehnsucht sprach zum Prinzen: Du musst hier fort!" heißt es im Lied. Er will in die Welt hinaus, das Schöne dieser Welt live erleben; das "Gold von den Sternen". Das Lied, genauer gesagt der Liedtext, ermutigt ihn dazu, "in die Welt voll Gefahr" hinauszugehen.
Der zutiefst berührende Song stammt aus dem Musical "Mozart!", welches 1999 in Wien uraufgeführt wurde. Das Stück handelt vom Leben des berühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und musikalisch werden Rock, Pop und Klassik mtieinander verbunden und vereint. Die Musicaldarstellerin, die ihr im Video sehen und hören könnt, verleiht diesem Lied meiner Meinung nach eine unglaubliche Kraft und Mengen an Emotion. Es mag sich für manchen sogar anfühlen und anhören wie ein musikalischer Befreiungsschlag - was ja widerum zum Inhalt des Textes einwandfrei passt. Ich wünsche euch viel Vergnügen bei diesem akustischen Feuerwerk der Sehnsucht nach Freiheit.

Mozart! Musical - Gold von den Sternen

Freitag, 22. September 2017

Rainbow

Frech, explosiv, durchgedreht, lautstark, eine wilde Party-Queen; so kennt man die heute 30jährige Amerikanerin Kesha Rose Sebert, kurz Kesha.  Im Video und im Lied dieser Woche zeigt sie sich anders. Immer noch lautstark, laut und stark, aber ruhiger und besonnener als sonst in ihren großen Hits "Tik Tok" oder "Blah Blah Blah". In ihrem neuen Album veröffentlicht die Sängerin, Räpperin und Songwriterin mit ungarischen Wurzeln ein Lied mit tiefgehender Botschaft. Zeiten voller Selbstzweifel und fehlendem Selbstvertrauen kennen wohl sehr viele. Kesha wendet sich an all jene, die immer wieder oder sehr lange unter solchen Minderwertigkeitsgefühlen leiden. "Rainbow" ermutigt all jene, an sich zu glauben, an die eigene Schönheit und Liebenswürdigkeit zu glauben und sich selbst genau so zu geben, wie man eben ist. Nichts ist hässlich, niemand ist falsch, jeder ist liebenswert. Man muss sich nicht verbiegen, um gemocht zu werden. Die wahren Freunde sind doch die, die uns mögen, gerade weil wir so sind wie wir sind. Ganz egal, wie man aussieht, wie viele Kilos man auf den Hüften hat oder wo man herkommt, oder welcher Sexualität man angehört, jeder und wirklich jeder hat es verdient, geliebt zu werden - ganz ohne wenn und aber. Deswegen: Seid so, wie ihr seid und liebt euch so, wie ihr seid. Versteckt euch nicht in der Dunkelheit, sondern zeigt ser Welt eure Farben. Zeigt den wunderschönen und einzgartigen Regenbogen, der in euren Herzen scheint! All das ruft bzw. singt die Blondine ihren Fans und allen anderen Zuhörern zu. Mit gefühlvollem Nachdruck, Empathie und Kraft vermittelt das Lied diese wichtige Botschaft. Und sie kommt an. Nicht nur ihre Fans sind berührt und begeistert von dieser - vielleicht ungewohnt ruhigen - aber dennoch kraftvollen Version Keshas.

Kesha - Rainbow

Freitag, 15. September 2017

The Lady is a tramp

Wer sich das Video ansieht, erkennt vielleicht ein bekanntes Gesicht. Und ja, es stimmt. Emily Claire Hughes, die Sängerin, die ich euch letzte Woche vorstellte, ist wieder im Video dieser Woche zu sehen und zu hören. Besondere Aufmerksamkeit möchte ich diesmal allerdings auf den Mann neben ihr lenken. In der goldenen Mitte, zwischen dem Pianisten und der hübschen jungen Sängerin, steht Josh Rodriguez. Der Amerikaner ist Schauspieler, Tänzer und Sänger. Dass er letzteres sehr gut beherrscht, hört man im Video dieser Woche. Gemeinsam mit der rothaarigen Dame performt er das aus dem Musical "Babes in Arms" von Richard Rodgers und Lorenz Hart stammende Lied "The Lady is a tramp". Das Musical stammt aus den 1930er Jahren, das Lied wurde in den 50ern zum Jazzstand entwickelt. Unter anderem haben sich Frank Sinatra und Ella Fitzgerald, The Supremes und Hildegard Knef haben sich auch Lady Gaga und Tony Bennet an das schwungvolle Werk getraut. Und eben auch die beiden jungen Künstler haben das Lied mit dem ironischen Text interpretiert. Der Liedtext spottet über die High Society von New York mit ihrer strengen Etikette. Die Frau, die besungen wird - und die später über sich selbst singt - hält sich kein bisschen an die edlen Regeln. Abendessen um 8? - Ist ihr zu spät, da hat sie schon längst Hunger. Mit den Leuten, die sie hasst, streitet sie sich trotzdem nicht. Sie ist pleite, und das ist ok! Dafür liebt sie den frischen Wind in ihrem Haar und ein Leben ohne große Sorge.
Die kräftige Baritenor Stimme von Josh Ridriguez harmoniert, meiner Meinung nach, sehr gut mit der Stimme seiner Duettpartnerin. Gerade Töne mischen sich unter Vibratos. Und dieses satirische, ironische im Text hört man beiden auch in ihren Stimmen an. Es klingt irgendwie nicht ganz ernst gemeint, man merkt schon, dass sich beide Sänger über etwas witzig machen. Dennoch spürt man, dass die besungene Frau für das, was sie ist, innig geliebt wird. Ganz nach dem Motto: Sie ist nicht so wie die anderen - und deswegen liebe ich sie!

Josh Rodriguez, Emily Claire Hughes - The Lady is a tramp

Freitag, 8. September 2017

Time stops

Jeder, der sich schon mal Hals über Kopf verliebt hat, kennt diesen Moment: Man sieht einen Menschen und die Zeit scheint plötzlich still zu stehen. Die ganze Welt dreht sich nur noch um diese eine Person. Sobald sich die Blicke zu kreuzen scheinen, fragt man sich, ob derjenige wirklich uns ansieht oder doch an uns vorbei starrt. Von genau diesem Gefühl singt das Lied dieser Woche. "Time stops" ist im Original von Norbert Leo Butz und Kate Baldwin und stammt aus dem Film "Big Fish". Eine kurze Version des Liedes singt die junge Sängerin Emily Claire Hughes. Die hübsche Amerikanerin ist im Video vor einer grauen Wand. Um sie herum passiert nichts, es gibt keine große Show, keine Tänzer, die sie begleiten und keine Lichttechnik. Aber das braucht es auch nicht. Ihre Stimme ist Entertainment genug. Sie hat etwas besonderes, steckt voller Kraft und Energie. Gefühl aus Herz und Seele und Vibrato findet man in jedem Ton, in jeder Sekunde. Mir fällt es schwer, ihre Stimme in Worten zu beschreiben. Wenn man sie sieht, diese junge, kleine, zierlich gebaute und schlanke junge Frau, und sie dann anfängt zu singen, fragt man sich, wo diese hohen Töne und diese kräftige Stimme herkommen. Ich war von ihrer Stimme sofort beeindruckt. Und ich glaube, ihr werdet es auch sein.

Emily Claire Hughes - Time stops

Freitag, 1. September 2017

At this moment

Letzte Woche ging es um den sehnlichen Wunsch nach einer Beziehung, also dem Anfang einer Liebe. Heute geht es um das Ende einer Liebe und den Schmerz, den man während einer Trennung durchlebt.  Nach einer langen Zeit voller aufrichtiger und zärtlicher Liebe zweier Menschen zueinander kann es passieren, dass einer von beiden eine neue Liebe findet. Und irgendwann muss diese Person sich und ihrem bisherigen Partner eingestehen, dass es besser ist, die beziehung zu beenden. Das Lied dieser Woche ist allerdings nicht aus der Sicht der Person geschrieben, die den anderen verlässt. "At this moment" singt von den Gedanken und Gefühlen der Person, die verlassen wird. Niemals würde sie auf die Idee kommen, den anderen zu hassen oder etwas zu sagen, was ihn oder sie verletzt. Auch jetzt nicht, wo die Beziehung beendet wird. "Was dachtest du würde ich sagen, wenn ich weiß, dass du mich nicht mehr liebst?" Mit Fragen wie dieser richtet sich das Ich im Liedtext an ihr geliebtes Gegenüber. Die Trennung muss akzeptiert werden. Dennoch schmerzt es sehr, denn nur, weil der andere sich neu verliebt hat, sind die Gefühle bei einem selbst noch lange nicht verschwunden.
Das im Original von der amerikanischen Gruppe Billy Vera &The Beaters gesungene Lied wurde unter anderem schon von berühmten Musikern wie Michael Bublé gecovert. Ich möchte euch einen weniger bekannten, aber genauso talentierten Sänger vorstellen. Der in New Orleans geborene Mann, den ihr im Video sehen und hören könnt, hat Vocal Performance studiert und seitdem an unzähligen Musicalaufführungen teilgenommen. Jody Hinkley hat eine Stimme mit einem besonderen Klang. Ich finde, man ist in den ersten Momenten irgendwie fasziniert. Ich selbst habe versucht, diese Stimme irgendwie in eine Schublade zu bringen, aber geschafft habe ich das nie. So eine einzigartige und glasklare Stimme hört man, meiner Ansicht nach, wahrlich nicht jeden Tag. Der Gesang des jungen Amerikaners ist gefühlvoll und mit viel Vibrato, wirkt aber in keiner Sekunde geleiert. Durchdringend, aber nie vorpreschend und zu anhänglich erreicht der Klang seiner Stimme erst das Ohr und dann das Herz. Es ist ein Vergnügen, ihm zuzuhören.

Jody Hinkley - At this moment

Freitag, 25. August 2017

One and only

Die US-amerikanische Schauspielerin Katharine Hepburn sagte einmal "Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben." Und meiner Meinung nach passt dieses Zitat sehr gut zu dem Lied, welches ich euch diese Woche vorstellen möchte. Es ist die Bitte einer Frau an ihre geliebte Person. "Komm und gib mir eine Chance, dir zu beweisen, dass ich diejenige bin, die die Meilen gehen kann bis das Ende beginnt." Ihr ist klar, dass diese Person die einzige auf dieser Welt ist, mit der sie ihr Leben verbringen will. Der anderen Person geht es genauso, das hat sie bereits bemerkt. Alles was fehlt ist die glückliche Beziehung. Mit dieser gefühlvollen Ballade fleht sie den Geliebten an, ihrer Liebe eine Chance zu geben. Sie würde doch alles für ihn tun und ihm zeigen, dass sie es wert ist.
Im Original wird "One and only" von Adele gesungen. Ich möchte euch jedoch eine andere, sehr talentierte Sängerin vorstellen. Diese junge, hübsche Amerikanerin singt das Liebeslied mit mindestens genauso viel Gefühl wie die Original-Interpretin. Tayler Beth Anderson hat eine beeidruckende Stimme, voller Kraft und Emotion. Ich finde, sie singt das Lied nicht einfach nur, sie lebt es geradezu. Man nimmt ihr jedes gesungene Wort ab. Und das ist eine Kunst, die, meiner Meinung nach, noch längst nicht jeder Musiker beherrscht. Mich persönlich hat Tayler Beth Anderson mit ihrer Stimme in den Bann gezogen. Man merkt ihr an, mit wie viel Herz sie für die Musik lebt und ich finde es wundervoll, das zu sehen. Hört euch diese kraftvolle und dich berührende Ballade an, gesungen von der ebenso gefühlvollen Stimme dieser vielseitig talentierten jungen Frau.

Tayler Beth Anderson - One and Only

Freitag, 18. August 2017

Lucy's Laugh

Nach einer Woche Sommerpause geht es jetzt wieder weiter mit meinem Blog. In dieser Woche stelle ich euch einen Sänger vor, der es mit seiner wunderschönen Stimme immer wieder schafft, mir eine Gänsehaut auf den Körper zu zaubern und mich zu Tränen zu rühren. Umso großartiger finde ich es, dass ich ihn persönlich kennenlernen durfte. Der 31jährige New Yorker hatte schon mehrere Arbeitsplätze, der Musik ist er aber seit jeher treu ergeben.
Matthew Burns singt im Video dieser Woche eines der schönsten Liebeslieder, die ich kenne. Die aus dem Musical "Homemade Fusion" stammende Ballade beschreibt die Gefühle und Gedanken eines Mannes, der das Lächeln seiner geliebten Freundin namens Lucy sieht.
Sacht und langsam wachen beide im Bett nebeneinander auf, ihr Atem synchronisiert sich automatisch. Ihre graublauen Augen sehen zu ihm hoch und sie grinst, bevor sich die ganze Schönheit ihres Lächelns zeigt. In "Lucy's Laugh" wird besungen, wie wundervoll ihre Augen funkeln, wie sich die weichen Lippen etwas verbiegen und dass dieser Anblick alles andere verschwinden lässt. "Sie hat Fehler unter ihrer Kontrolle, aber wenn sie lächelt, sehe ich direkt in ihre Seele."
So berührend der Liedtext ist, so gefühlvoll ist auch die Stimme des Sängers. Matthew Burns hat eine klare Stimme, die sich meiner Meinung nach ihren Weg vom Ohr direkt in das Herz des Hörers bahnt. Kräftig und weich, intensiv und zurückhaltend, aber immer sehr gefühlvoll - so habe ich seine Gesangsstimme kennengelernt und so hört man ihn auch im Video dieser Woche. Ich empfehle euch: Klickt auf den Link und genießt die wunderschöne Stimme des charmanten und humorvollen Amerikaners!

Matthew Burns - Lucy's Laugh

Freitag, 4. August 2017

El Tiburòn

"Ich ging in eine Disko, um zu sehen, ob es da frische Mädchen gibt. Ich bestellte mir einen Rum, denn da, wo ich herkomme, braucht man manchmal einen. Ich trank den Drink und eine Prinzessin kam zu mir. Ich sah sie mit Vergnügen genau an, dieses Gesicht von  Berühmtheit. Sie sah zurück - Oh ja! Sie ging weiter - Oh nein! Sie drehte sich lächelnd um. Ich muss mit diesem Püppchen tanzen.Ich lud sie ein und sie war interessiert. Als nächstes wollte ich mit ihr auf die Tanzfläche, doch als ich dort ankam - Oh - war da der Hai und sie verschwand mit ihm."
Mit diesen Worten beginnt das Lied, welches ich euch heute zeigen möchte. Ich habe es noch nie im Radio gehört, aber Hit - genauer gesagt Sommerhitpotenzial hat dieser Song, meiner Meinung nach, auf jeden Fall. Proyecto Uno ist eine Band des Merengue Hip Hop, die 1990 in New york gegründet wurde. Die insgesamt 9 Sänger veröffentlichten im Jahre 1994 "El Tiburòn" (zu deutsch Der Hai), der nicht nur Sommergefühl verbreitet, sondern auch zum Hüftenschwingen animiert. Lateinamerikanische Rhythmen gepaart mit modernem Rap und schon hat man ein Lied, das besser zum Sommer und zu Partys nicht passen könnte. Das dachten sich wohl auch die Leute einer großen bekannten Kreuzfahrtkette, die dieses Lied zu ihrem inoffiziellen Clubtanz machten. Ich persönlich lasse gern dazu die Hüften kreisen. Vieleicht steckt euch dieses Lied auch mit dem Sommergefühl und der Tanzlaune an.

Proyecto Uno - El Tiburòn

Freitag, 28. Juli 2017

Under the Boardwalk

Das Lied, das ich euch diese Woche präsentiere, ist mittlerweise 53 Jahre alt und gehört somit in die Kategorie "old but gold". Seit seiner Veröffentlichung im Sommer 1964 gehört das Lied zu den absoluten Jukebox-Klassikern und wenn ihr mich fragt, zurecht. Es gehört laut der Zeitschrift Rolling Stone zu den 500 besten Liedern aller Zeiten. Das ist verständlich, wenn man beachtet, was für ein sommerliches Strandfeeling das Lied vermittelt. Rudy Lewis, der diesen Song ursprünglich singen sollte, verstarb leider über Nacht an einer Überdosis Heroin. An seine Stelle trat der Rhythm-and-Blues Sängers Johnny Moore. Gemeinsam mit seinen drei Kollegen der Gruppe veröffentlichte er im Juni vor 53 Jahren auf dem Album "Our Biggest Hits". Dadurch wurde es so beliebt, dass es ergänzt und unter dem Namen "Under the Boardwalk" weitervertrieben wurde.
"Under the Boardwalk", der vierte Top-10 Hit der Vokalgruppe The Drifters, erzählt von einem schönen warmen Sommertag, den man mit der Person verbringt, die man liebt. Man sitzt unter einer Promenade, über den eigenen Köpfen laufen Menschen vorbei und man selbst sitzt mit der oder dem Liebsten gemütlich auf einer Decke.  Vor der Sonne geschützt, kann man den Duft des leckeren Essens aus den Läden in der Nähe riechen. Irgendwo spielt ein Kaussel fröhliche Musik. Man selbst kann sich aber keinen besseren und schöneren Platz vorstellen als gemütlich mit dem eigenen Schatz auf der Decke unter der Promenade am Meer zu sitzen. Passend zu dem Text ist die musikalische Gestaltung ebenso unbeschwert und sommerlich leicht. Ohrwurmpotential besteht auf jeden Fall und es regt den ein oder anderen vielleicht auch zum Tänzeln an. Auf jeden Fall macht es, meiner Meinung nach, gute Laune. Viel Spaß beim Reinhören!

The Drifters - Under the Boardwalk

Freitag, 21. Juli 2017

Colours of the wind

Lust auf eine kleine Wette? Ich würde nämlich wetten, dass ihr mit geschlossenen Augen nicht darauf kommt, wie alt die Sängerin dieser Woche wirklich ist. Ihre Stimme klingt wie die einer jungen Frau im Alter von etwa 25. In Wirklichkeit ist sie - als dieses Video veröffentlicht wurde - 12 Jahre alt. Connie Talbot wurde durch die Show Britain's Got Talent bekannt. In der britischen Version von Das Supertalent musste sie sich 2007 gegen Paul Potts im Finale geschlagen geben. Landesweit bekannt war sie da schon lange, durch ihre vielen emotionalen Performances in der Show. Weltweite Bekanntheit erlangte sie dann spätestens durch ihren YouTube-Kanal. 
Ich möchte euch diese Woche ein Video von 2016 vorstellen, in dem das junge Talent eine der großen Disney Hymnen singt. Streng genommen könnte man den Inhalt des Liedes mit de Spruch "Back to the roots" oder "Back to the nature" zusammenfassen. Im 33. Disneyfilm "Pocahontas" will die junge Tochter des Häuptlings dem Briten John Smith erklären, wie schön und einzigartig die unberührte Natur mit ihren Tieren, Pflanzen und Naturelementen ist. Sie will ihn davon überzeugen, dass die Ureinwohner Amerikas  nicht rückständig und ungebildet sind, sondern nur eine ganz andere Ansicht auf die alltäglichen Dinge haben. Sie sehen die Natur mit liebevollen und bewundernden licken an. Der Planet ist schließlich nichts, was man einfach so erobern kann. Man muss ihn leben lassen. Andere Kulturen und Lebensarten sind nicht unbedingt automatisch falsch oder schlecht. Urvölker haben häufig eine engere Bindung zum Planeten und zur Natur. Und was ist daran bitte falsch oder verwerflich? Das ein oder andere könnte man vielleicht sogar voneinander lernen. So heißt es auch "Wenn du den Fußspuren eines Fremden folgst, wirst du Dinge erfahren, die du nie gedacht hättest zu wissen." Mit "Colours of the wind" wurde, meiner Meinung nach, nicht nur ein schöner, sanfter Ohrwurm geschaffen, sondern auch ein Loblied auf die wunderschönen Stimmen der Natur und den einzigartigen Farben des Windes. Ebenso malerisch schön passt dazu die beeindruckende Stimme der jungen Connie Talbot. So viel Gefühl und Empathie, Musikalität und Leidenschaft für die Musik in dem jungen Mädchen spürt man zu jeder Sekunde. Nun aber genug gelabert. Hört es euch an; dieses junges Gesangstalent.

Freitag, 14. Juli 2017

Thank god I got her

Insbesondere diejenigen, die auch so romantisch veranlagt wie ich, träumen sicherlich von dem schönsten Tag des Lebens - dem eigenen Hochzeitstag. Als Kind oder Teenager stellt man sich doch manchmal vor, wie alles ablaufen soll. Wie sieht das Brautkleid aus? Wie sieht der Bräutigam aus? Wo findet die Trauung statt? Wie ist alles dekoriert? und so weiter. Aber neben dem ganzen Fest, der Dekoration und der Location gibt es doch eine Sache, die am schönsten ist und auf die man sich wohl am meisten freut: Den Partnert oder die Partnerin. Die Person, die uns aus ganzem Herzen liebt, verehrt, uns stärkt in schwierigen Situationen und uns stärken, wenn wir mit Zweifeln kämpfen. Natürlich ist es wohl nicht immer einfach ist. Manchmal streitet man sich, manchmal fühlt man sich missverstanden, manchmal versteht man den anderen nicht mehr. Um letzteres geht es im Lied dieser Woche. "I might not get her, but thank god I got her" - auf deutsch: "Ich mag sie nicht verstehen, aber Gott sei Dank habe ich sie." Man kennt die Macken des Partners und versteht nicht alle von denen, aber trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen, liebt man den Anderen und ist unglaublich dankbar, diese Person an seiner Seite zu haben. Jonny Diaz besingt genau diese Gedanken in dem Lied, das ich euch diese Woche vorstellen will. "Thank god I got her" ist ein Gospelsong des amerikanischen Contemporary Pop Artists. Der in Florida geborene Jonatha Adam Diaz veröffentlichte unser Lied der Woche 2014. Meiner Meinung nach hat das Lied mehr etwas von einem Popsong als von einem Gospelsong. Er klingt sommerlich leicht, etwas verträumt und liebevoll. Was braucht ein so schönes Liebeslied mehr?

Jonny Diaz - Thank god I got her

Freitag, 7. Juli 2017

Thunder

Als Kind hat man so viele Träume. Eine Weltreise, eine große Endtdeckung oder Erfndung machen und damit in die Geschichte eingehen, ein großer, berühmter Star werden. Letzteres haben Dan Reynolds, Ben McKee, Daniel Platzman und Wayne Sermon geschafft. Mit insgesamt 7 platinfarbenen und 3 goldenen Schallplatten ausgezeichnet, einem Grammy Award, zwei American Music Awards und fünf Billboard Music Awards gehören sie zu den erfolgreichen Bands dieser Zeit. 2012 veröffentlichten sie ihr erstes Album "Night Visions" und ihre erfolgreiche Karriere begann. Ich rede von der US-amerikanischen Band Imagine Dragons. Ihr aktuelles Lied ist "Thunder". Das habdelt ebenso davon, dass man als Kind Großes erreichen und verändern wollte. Andere haben uns vielleicht ausgelacht und meinten, man solle sich nicht so wichtig und groß machen. Aber wenn man daran glaubt und alles dafür tut, kann man vieles erreichen. Dann werden die Zweifler noch den Donner hören. Das ist im übertragenen Sinne gemeint, also dass die Anderen noch sehen werden, dass das nicht nur Hirngespinste waren. Natürlich wird der Weg nicht leicht und man kann harte Rückschläge erleiden. Aber wenn der Traum nicht zu unrealistisch ist und man sich nicht so schnell unterkriegen lässt, kann es eines Tages funktionieren. So heißt es im Text "Jetzt lächle ich von der Bühne während ihr applaudiert".
Musikalisch ist der Song dafür sehr passend gestaltet, meiner Meinung nach. Energiegeladen, kraftvoll und auf eine gewisse Art auch motivierend. Die kräftigen Gesangsstimmen der Bandmitglieder vervollständigen den Indie-Rocksong. Wenn ihr also einen Traum habt, den ihr verwirklichen wollt, würde ich euch raten, zuerst folgende Fragen zu beantworten: Ist die Idee überhaupt realisierbar und hilfreich für andere? Bin ich bereit, viel Arbeit und Rückschläge in Kauf zu nehmen? Mache ich trotzdem weiter? Wenn ja, gebt euer Bestes und zeigt den Zweiflern, wie ihr donnern könnt.

Imagine Dragons - Thunder

Freitag, 30. Juni 2017

In the arms of an angel

Der Tod eines lieb gewonnenen Menschen ist immer schrecklich und schmerzhaft; unabhängig davon, ob er ein Verwandter oder ein Freund war. Jahrelang hat er uns begleitet. Vielleicht nicht jeden Tag, aber er war ein Teil in unserem Leben, der nun nicht mehr da ist - zumindest physisch. In unseren Gedanken und in unseren Herzen bleiben die Menschen, die wir lieben und schätzen, für immer am Leben und ewig bei uns. Auch wenn man vielleicht schon wusste, dass sich das Leben des lieben Menschens dem Ende zuneigt, trifft uns der Schock sehr hart, wenn er dann endgültig von uns geht. Noch unfassbarer kann es dann sein, wenn der Tod überraschend und unerwartet kommt. In manchen Fällen muss man sich eventuell eingestehen, dass es für den Betroffenen das Beste war, er sich so nicht mehr quälen muss mit einer Krankheit oder ähnlichem. Und dennoch trauern wir viel und lange um diese Person. Nach einer Zeit voller Traurigkeit mag man sich wünschen, leer zu sein und schwerelos, und endlich wieder friedliche Ruhe zu finden. Dieser Wunsch wird auch im Lied dieser Woche besungen. Sarah McAchlan, die kanadische Singer-Songwriterin, hat 1997 mit "Angel" eine unglaublich gefühlvolle und traurige Ballade veröffentlicht. Ursprünglich wurde sie dem plötzlichen Tod von Jonathan Melvoin, dem Keyboarder von Smashing Pumpkins. Aber meiner Ansicht nach passt das Lied auch zu anderen Todesfällen. Zu jenen, die wir privat immer wieder erleben müssen. Trauer und Nachdenklichkeit werden musikalisch sehr gut transportiert, finde ich.eweis dafür können auch die Chartplatzierungen sein, die das Lied einnahm; in mehreren US-amerikanischen Charts hielt sich das mit leisen und sachten Tönen begleitete Lied mehrere Woche auf Platz 1. Inhaltlich wird noch ein weiterer Aspekt besungen, der wohl auch zu unseren Gedanken an Verstorbene passt. So heißt es am Ende des Refrains: "Du bist in den Armen eines Engels, hoffentlich findest du hier deine Ruhe."

Sarah McLachlan - In the arms of the angel

Freitag, 23. Juni 2017

Angels

Nach einem langen, chaotischen und stressigen Tag gibt es doch nichts besseres, als gemütlich auf dem Sofa oder auf dem Bett zu liegen und die Gedanken schweifen zu lassen. Ein guter Begleiter für diese Zeit kann auch die Musik sein. Dann aber eher nicht jene Musik, die voller Kraft, schnellen Rhythmen und belebten Beats ist, sondern man sucht sich wahrscheinlich ruhige und entspannende Musik zum Krafttanken aus. Welche Musik und welches Lied da am besten hilft, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich möchte euch in dieser Woche ein Lied vorstellen, das mir persönlich hilft, zu entspannen, den Alltag loszulassen und neue Kraft zu tanken. Es gibt mehrere Songs, die ich in solchen Situationen und zu solchen Zwecken höre, aber eines zeige ich euch. Und für diejenigen, denen beim Lesen der Überschrift schon ein Licht aufgegangen ist, habe ich wahrscheinlich jetzt schon genug gesagt. Anfang Februar vor 43 Jahren unter dem bürgerlichen Namen Robert Peter Williams geboren, im Alter von 15 Jahren von seiner Mutter zum Auswahlverfahren für eine Boygroup angemeldet und wenig später festes Mitglief von Take That. Das änderte sich zwischendurch immer wieder und auch als Solist machte Robbie Williams Karriere weltweit - erst Ende 2016 erschien sein letztes Album. Als das am besten verkaufte Lied des Briten, mit allein 1,2 Millionen verkauften Singles in Groß Brtiannien und mit 2 Mucis Brit Awards gehört der Welthit "Angels" definitiv zu den Klassikern, die auf jedem Robbie Williams Konzert auch heute nicht fehlen dürfen. Der Textinhalt lässt sich wie folgt zusammenfassen: Egal, was passiert, wir werden von anderen Menschen geliebt und wir haben einen Schutzengel, der immer bei uns ist und ein Auge auf uns wirft. Dementsprechend ist das Lied auch musikalisch gestaltet. Es ist beruhigend sanft, vertrauensvoll und gefühlvoll. Die Stimme des berühmten Sängers erreicht schnell das Herz und streichelt die Seele, meiner Meinung nach. Ich kann zu diesem Lied sowohl Kraft tanken als auch entspannen. Schreibt mir doch in die Kommentare, zu welchen Songs ihr euch entspannt!

Robbie Williams - Angels

Freitag, 16. Juni 2017

Cups

Plastebecher sind schon was tolles. Man kann aus ihnen trinken, in ihnen Dinge aufbewahren, mit ihnen einen exakten Kreis zeichnen und sie eignen sich super als  Percussioninstrument. Das glaubt ihr nicht? Das Video dieser Woche beweist es euch. Wer von euch den Film "Pitch Perfect" gesehen hat, erinnert sich sicherlich an das allererste Casting von Rebecca. Alle anderen Bewerber bereiteten große Auftritte mit Tanz, Darstellendem Spiel und einer Bühnenshow vor. Rebecca setzte sich im Schneidersitz auf die Bühne, nahm sich den Stiftebecher eines Jury-Mitgleids und legte los. Mehr als diesen Becher brauchte sie nicht. Der Song "Cups" handelt von der Überlegung, abzuhauen. Einfach weg von zu Hause, in die Welt und dann in der Natur das Leben genießen.  "Ihr werdet mich vermissen, wenn ich weg bin" heißt es im Refrain.
Der Song begeisterte nicht nur die Jury im Film, sondern auch viele Fans und Zuschauer in den Kinos. Auch andere Musiker nahmen sich diesem recht einfachen, aber eindrucksvollen Lied an und setzten es um. So auch Kurt Hugo Schneider mit seinen Freunden Sam Tsui, Kina Grannis und Alex G. Sie sitzen an einem quadratischen Tisch,  singen das Lied mehrstimmig und erzeugen mit den Bechern den unterstützenden Rhythmus, den sonst das Schlagzeug oder Percussioninstrumente übernehmen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass der mit den Bechern erstellte Rhythmus nicht so leicht machbar ist wie es aussieht. Aber wenn man es einmal drauf hat, macht es richtig Spaß! Und was auch Spaß macht, ist dieses Video zu gucken und das Lied zu hören.

Kurt Hugo Schneider - Cups

Freitag, 9. Juni 2017

Divide

Diese Woche möchte ich euch wieder ein Album vorstellen. Diesmal suche ich mir allrdings kein Lied aus dem Album aus, sondern ich zeige euch alle Lieder der ganzen CD. Keine Bange, das dauert gerade mal 2 Minuten 27. Wie das gehen soll? Man packt alle Songs in ein einziges Lied. Daran verscuht hat sich Connor Maynar, unterstützt von The Vamps. In seinem "Divide mashup" (mashup = vermischen) singt er einmal die Songs der CD und verindet sie miteinander. Und es klingt gut! Natürlich ist das Tempo der Songs immer dasgleiche, was auf der Original-CD nicht so ist, aber durch diese kurzweilige Zusammenfassung des aktuellen Albums des berühmten, rothaarigen Briten Ed Sheeran bekommt man, so finde ich, Lust auf mehr. Vielleicht weckt dieses Video das Interesse an dem Album insgesamt, aber auch einzelne Parts können uns auf ein Lied der CD aufmerksam machen, die nicht im Radio laufen. Ein musikalischer Junge mit einer tollen Stimme covert einen ebenso tollen Mann mit einer Stimme, die viele - ich auch - sehr lieben.

Conner, The Vamps - Divide mashup

Freitag, 2. Juni 2017

Roomie

Okay, ich geb zu, mir fiel kein vernünftiger Name für diesen Eintrag ein. Deswegen nahm ich einfach den Namen des Interpreten als Titel. Diese Woche möchte ich euch weniger ein Lied vorstellen, sondern viel mehr einen Sänger und Liedermacher. In Deutschland gibt es wohl nur wenige, die Matze Knop nicht kennen. Er kann die Stimmen von Rainer Callmund, Franz Beckenbauer,  Micki Lauda, Felix Magath, Pep Guardiola und manch anderen Promis. Am bekanntesten ist seine Parodie von Dieter Bohlen. Solche Imitatoren scheinen mehrere Stimmen in ihrem Körper zu haben. Das Geheimnis ist allerdings die genaue Steuerung vom Kehlkopf, von den Stimmlippen und von den Räumen in Rachen und Mund. Klingt kompliziert, ist es auch. Zumindest wenn man es so präzise und perfekt hinbekommen will wie Matze Knop. Und das, was Matze Knop beim Sprechen kann, kann Roomie sogar beim Singen. Der schwedische Liedermacher imitiert 45 verschiedene Sänger, und das so gut, dass maan den Unterschied kaum bemerkt! Manchmal klingt seine Kopie, meiner Meinung nach wie das Original. Und das zu können ist meiner Ansicht nach ein großes Talent. Im Video ist immer erst der junge Schwede zu hören und anschließend direkt das Original an derselben Stelle im Lied. Das dauert etwas länger als ein normales Lied, aber wenn ihr mich fragt: Es lohnt sich! 

Freitag, 26. Mai 2017

Lächeln Sprechen Arme hoch

Der Name dieses Eintrages - und somit der Name des Liedes dieser Woche - mag etwas skuril klingen, aber der Hintergrund und das Thema des Liedes ist gar nicht witzig. Es geht um eine Sache, die allein in Deutschland 270.000mal im Jahr passiert. Häufig führt sie zum Tod und wenn nicht, hinterbleiben trotzdem viele große Einschränkungen, die entweder nie oder nur nach vielen Jahren harter Arbeit und Übung wieder teilweise zurückgehen. Die Rede ist von der dritthäufigsten Todesursache, nach Herzkrankheiten und Tumoren: Dem Schlaganfall. Und spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass es da nichts zu lachen gibt. Und auch, wenn der Texter, Komponist und Erdenker dieses Liedes Ralph Ruthe als Cartoonist, Comiczeichner, Musiker und Autor für Parodien und humorvolle Unterhaltung bekannt ist, zeigt er mit "Lächeln Sprechen Arme hoch", dass er sich trotzdem sehr für die ernsten Dinge im Leben einsetzt. Das Lied dieser Woche produzierte er für ein Evangelisches Klinikum. Was es nun mit dem Titel auf sich hat? Mit diesen drei scheinbar einfachen Tätigkeiten ist überprüfbar, ob man selbst oder jemand anderes einen Schlaganfall erleidet. Ein richtiges Lächeln ist nur möglich, wenn alle Gesichtsmuskeln funktionieren. Ist das Lächeln schräg oder kann nicht gehalten werden, deutet dies darauf hin, dass die Muskeln gelähmt sind. Einen einfachen Satz wie zum Beispiel: "Heute ist es schön." zu sagen, klingt sehr leicht, aber bei beziehungsweise nach einem Schlaganfall kann das alles andere als einfach sein. Dann ist nämlich mindestens eines der Sprachzentren im Gehirn betroffen. Zudem können Schlaganfallopfer nicht beide Arme gleichzeitig hochhalten, auf die gleiche Höhe bringen und da halten, ohne dass die Arme sinken. Soald eines dieser drei Dinge nicht mehr möglich ist oder ein anderes im Lied beschriebenes Symptom auftritt, sollte man schnellstmöglichst den Notarzt rufen. Bei einem Schlaganfall zählt wirklich jede Sekunde. Oder wie es im Lied gesagt wird: Time is Brain.

Ralph Ruthe - Lächeln Sprechen Arme hoch

Freitag, 19. Mai 2017

Violinkonzert

Dass Musik die Menschen weltweit bewegt, zeigt sich daran, dass manche Lieder auch in Ländern zu großen Hits werden, wo man die Sprache des Liedes vielleicht gar nicht versteht. Das Musik weltweit begeistert und berührt, wurde aber schon viel früher bewiesen. Viele bis heute bekannte Musiker und Künstler haben schon vor mehreren hundert Jahren gezeigt, dass Noten um die Welt gehen können. So auch der Musiker dieser Woche. Er war Pianist, Organist, Komponist, Dirigent und einer der bedeutungsvollsten Romantiker. Im Alter von 38 Jahren, nach dem schockierenden Tod seiner Schwester, erlitt Felix Mendelssohn Bartholdy mehrere Schlaganfälle nacheinander, verlor das Bewusstsein und verstarb in Leipzig. Zurück blieben viele wunderschöne klassische Stücke, die bis heute viele Klassikfans auf der ganzen Welt berühren und begeistern. Dazu gehört sicherlich auch das Violinkonzert e-moll, Opus 64, 3. Satz. Ein großes, fröhliches Musikstück, das beschwingt klingt. Technisch ist es allerdings sehr anspruchsvoll. Es gehört definitiv nicht zu den Stücken, die man eben mal so spielen kann. Die Violine ist grundsätzlich kein einfaches Instrument, aber wer dieses Stück spielen kann, beherrscht das Instrument meisterhaft. Aber wen wundert das? Der Komponist ear ebenso einer - ein Meister der Komposition. Eine Frau, die dieses Stück wundervoll spielen kann, ist Arabella Steinbacher. Gemeinsam mit einem großen Orchester spielt sie den dritten Satz, geht aber in keiner Sekunde unter. Sie steckt sehr viel Kraft, viel Leidenschaft hinein und begeistert mit ihrer grandiosen Leistung das gesamte Publikum; ganz ohne Worte. Damit ist wohl klar: Gestern wie heute, Musik bewegt die Welt.

Arabella Steinbacher - Violinkonzert e--moll

Freitag, 12. Mai 2017

Mit aller Kraft

Jeder Film und jede Serie hat ein Erkennungslied. Und wenn man diese Serie gerne und regelmäßig verfolgt oder verfolgt hat, erkennt man die Serie schon an den ersten paar Worten des Erkennungsliedes oder an der Erkennungsmelodie. Vielleicht kennt ihr das, wenn man die Melodie einer Kinderserie hört und sofort die Serie erkennt und an sie zurückdenkt. Ein paar Beispiele? "In einem unbekannten Land, vor gar nicht all zu langer Zeit.." - Klar, das ist von Biene Maja.  "Vielen Dank für die Blumen"- das Intro von Tom und Jerry, das viele wahrscheinlich schon am Klavier erkennen. So ein Erkennungslied möchte ich euch heute auch vorstellen. "Mit aller Kraft", gesungen von Petra Scheeser, ist ein Intro der Animeserie Detektiv Conan. Die Erkennungsmelodien haben immer mal wieder gewechselt, aber dieses Intro ist eines meiner liebsten der Serie.
Die Handlung in Kurzfassung lautet wie folgt: Ein 17jähriger Detektiv (im Video rechts zu sehen) bekommt von einer Organisation kaltblütiger Mörder und Scwerverbrecher ein Gift verabreicht. Dieses soll ihn töten, aber es lässt ihn schrumpfen. Der eigentliche Oberschüler steckt fortan im Körper eines Grundschülers, hat den Verstand des Heranwachsenden aber behalten. Nun muss er dem Vater seiner besten Freundin - einem bisher erfolglosem Berufsdetektiv - helfen, Fall für Fall zu lösen und so irgendwann der Organisation wieder auf die Schliche zu kommen. Es darf aber niemand von seiner wahren Identität erfahren, bis er nicht die sogenannten Männer in Schwarz außer Gefecht gesetzt und das Gegengift gefunden hat.
Diese Handlung ist so in den Liedtext mit eingebunden, dass man ihn aber auch für andere Situationen im alltäglichen Leben benutzen könnte und das gefällt mir und fasziniert mich persönlich sehr. Und das wichtigste im Leben wird auch im Lied immer wieder erwähnt: Liebe und Leidenschaft, Zusammenhalt und Vertrauen. Musikalisch passt das Lied, meiner Ansicht nach, auch sehr gut zur Serie. Es ist kraftvoll, energiegeladen, sehr beschwingt und motiviert zum Weitermachen, bis man das Ziel erreicht hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist ein tolles Lied, mit wundervollem Text, großartiger Musik, zu einer genialen Serie. Also hört rein!

Petra Scheeser - Mit aller Kraft

Freitag, 5. Mai 2017

Four Chord Song

Axis of Awesome ist eine australische Comedy-Rock-band. Gegründet in Sydney, hat die Band seither vier Studioalben veröffentlicht. Der große Durchbruch in den britischen Singlecharts gelang mit dem Lied dieser Woche. Obwohl "Lied" wohl eher falsch gesagt ist. Denn das Werk besteht aus mehreren Liedern. Die Bandmitglieder wunderten sich, warum sie noch immer keinen großen Welthit herausgeracht haben. Doch einem der drei Männer ist der Grund dafür ganz klar: Sie hatten noch keinen 4-Akkord-Song. Es gibt nämlich unglaublich viele verschiedene Lieder, die jeder kennt, die aus 4 Akkorden bestehen. Immer aus denselben vie Akkorden. Und nur mit diesen 4 Akkorden kann man ein großes Medley spielen, das viele internationale Hits enthält. Von Journey, den Red Hot Chili Peppers über U2 und The Beatles bis hin zu Jason Mraz und Lady Gaga ist alles mögliche dabei. Alle Lieder kann man mit denselben vier Akkorden spielen. Und es klingt super, wie die drei das auf die Beine gestellt haben. Ihre Show ist amüsant, unterhaltsam und für mich auf eine Art auch faszinierend. Und für diejenigen unter euch, die nicht jedes Lied sofort erkennen, werden die Namen und Interpreten eingeblendet. Es ist also wirklich möglich 38 Lieder mit nur 4 Akkorden zu spielen. Das glaubt ihr nicht? Dann hört euch doch den "4 chord song" einfach mal an!

Axis of Awesome - 4 chord song

Freitag, 28. April 2017

Mein Rostock

Im Lied der letzten Woche ging es um die Liebe. Diese Woche geht es auch um Liebe, aber um eine andere Art von Liebe. Keine Liebe zu einer Person, keine Liebe zum Hobby oder zum Beruf, sondern die Liebe zu einer Stadt - der eigenen Heimatstadt oder auch der Wahlheimat. Man kennt ihre Macken, Ecken und Kanten, ihre dreckigen und dunklen Seiten, aber man liebt diese Stadt trotzdem. Der Stolz, in dieser Stadt zu wohnen, bleibt auf ewig im Herzen und es ist selbstverständlich, dass man diese Stadt unterstützt, wie und wo man kann. Auf jeder Reise erzählt man gerne von dieser wunderschönen Stadt und verbreitet ihren Namen. Die Menschen, die Kultur, die Umgebung, die Häuser, die Natur, einfach alles hat einen gewissen Charme, den man in keiner anderen Stadt findet, nur in der Stadt des eigenen Herzens. Diese liebevolle und verliebte Nachricht ist dann noch in einem Lied verpackt, dass einen entspannten Takt, einen sanften Rhythmus und trotz der recht monotonen Melodie merkt man, meiner Meinung nach immer noch, dass die Liebe für diese Stadt echt ist. Ihr fragt euch, in welchem Lied das so ist und um welche Stadt es geht? Das Lied dieser Woche ist "Mein Rostock" von Materia. Aber genug der Worte, hört rein!

Materia - Mein Rostock

Freitag, 21. April 2017

Haven't met you yet

Die Liebe ist eine traumhaft schöne Sache. Jeder wünscht sie sich, jeder sucht sie, aber nicht alle haben sie schon gefunden. Manche fallen auf die falschen Partner rein, die es nicht ernst meinen. Andere haben noch niemanden getroffen, der sich in sie verliebt. Da kann man schon mal die Hoffnung aufgeben. Das sollte man aber nicht tun. Verliert nie den Glauben daran, dass ihr eines Tages eurer wahren und großen Liebe über den Weg laufen werdet. Diese Motivation vermittelt auch der 41jährige Michael Bublé in seinem Lied "Haven't met you yet". In Ich-Erzählung singt der Kanadier davon, dass er schon geliebt hat und einige Male verletzt und enttäuscht wurde. Aber er gibt nicht auf und sagt sich: Eines Tages treffe ich sie. Die Person, die mich perfekt ergänzt und so liebt, wie ich bin. Ich habe sie noch nicht getroffen, aber das kommt. Diese Ansicht anzunehmen ist nicht einfach, das weiß ich selbst. Aber es kann sich lohnen. Positivität und Optimismus wird auch musikalisch unterstrichen. Die Musik ist locker, leicht und kann, meiner Meinung nach, den Hörer dazu ermutigen, weiter an die Liebe zu glauben. Und der Glaube kann Berge versetzen. Jeder Mensch ist liebenswert, ganz genau so wie er ist. Und jeder Mensch findet die Person, mit der er lebenslänglich glücklich werden kann. Warum also nicht trotz aller Verletzungen der Vergangenheit daran glauben und nach vorne schauen? Denn wer immer nur zurückblickt, sieht nicht, was auf ihn zu kommt.

Michael Bublé - Haven't met you yet

Freitag, 14. April 2017

Pata Pata

Musiker, Sänger, Künstler aus der ganzen Welt haben sich zusammengefunden, um das Lied dieser Woche im Tonstudio aufzunehmen. Gemeinsam spielen sie für den Frieden, für die Liebe, für die Einigkeit, für eine Veränderung in der Welt - so kam es auch zum Namen Playing for change. Frieden und Liebe auf der Welt sind uns wohl allen wichtig. Und sich dafür einzusetzen, egal auf welche Art und Weise, ist nur lobens- und fördernswert. Unzählige Lieder haben schon bewiesen, dass Musik überall auf der Welt verstanden wird, dass sie weltweit Menschen berührt und, dass sie international verbindet. Das Lied ihrer Wahl? Der große Welthit von Miriam Makeba "Pata Pata". Der schwungvolle Tanz mit afrikanischer Seele wurde mit "The lion sleeps tonight" zusammengemischt. Die Summe ist ein wunderbar fröhliches, schwungvolles und zum Tanzen animierendes Lied. So wie das Original laden die Rhythmen zum Grooven ein und bringen dem Hörer wohl schnell gute Laune. Und was passt besser zur Frühlings- und Osterzeit als das? Ostern ist auch eine Zeit im Jahr, an der die Familie zusammenkommt, Zeit miteinander verbringt und gemeinsam glücklich ist. Ich wünsche euch allen von Herzen: Liebevolle, fröhliche Ostern, eine wunderschöne Zeit mit all euren Liebsten. Liebe und Frieden sind die besten Geschenke, die es gibt.

Freitag, 7. April 2017

Gibt's das auch in groß?

Schauspielern? - Kein Problem. Fotomodell? - Na klar. Talshows moderieren? - Eine ihrer einfachsten Übungen. In Kolumnen und Werbespots mitmachen? - Schon gemacht. Eine Zeitschrift? - Hat sie auch. Und jetzt? Jetzt singt sie auch noch! So heißt zumindest ihr erstes Alben, von 2007. Dieses hielt sich 12 Wochen lang in den Deutschen Charts oben und das zeigt, wie sie auch damit wieder Menschen, ihre Fans begeistert. Ich rede von Barbara Schöneberger. Die Münchnerin ist bekannt aus Funk und Fernsehen und bekannt für ihr Talent zum Gewitzten und manchmal etwas Schelmischen. Ja, Humor hat sie. Das beweist die 43jährige auch im Lied dieser Woche. In diesem Lied geht es um Männer, um ganz typische Männer. Um Männer, die gerne angeben mit dem, was sie haben; das größte, das schnellste, das beste. "Gibt's das auch in groß"  erzählt aber nicht nur von dem 0-8-15 stereotypischen Bild eines Mannes, sondern auch,  was die Frauen mit solchen Männern an ihrer Seite erleben und wie sie damit umgehen könnten. Mit ihrem leicht zweideutigen Humor hat Frau Schöneberger auch diesen Songtext gestaltet und eine recht makabere Antwort auf das Verlangen der Männer nach dem Größten, dem Schärfsten, dem Besten. Ich bin eigentlich gar kein Verfechter der stereotypischen Geschlechterbilder, aber dieses Lied macht einfach Spaß. Ich finde, es macht Spaß, zuzuhören. Der amüsante Text in Verbindung mit der schwungvollen, fröhlichen Musik im Charleston-Stil wirken auf mich wirklich unterhaltsam, erheiternd und zaubert dem einen oder anderen ein Schmunzeln in das Gesicht. Aber ich möchte auf keinen Fall zu viel verraten, hört es euch einfach selbst an.

Barbara Schöneberger - Gibt's das auch in groß?

Freitag, 31. März 2017

Just relax

Am Freitagabend, wenn man von der Arbeit heimgekommen ist, eine weitere Arbeitswoche hinter sich hat und sich auf das Wochenende freut, will man eigentlich nur eines: Entspannen, relaxen. Und genau dafür habe ich ein passendes Lied, das ihr im Hintergrund laufen lassen könntet."Just relax", also "Einfach entspannen" heißt das Lied dieser Woche. Der Interpret ist der junge, deutsche Pianist und Tänzer Hannes Ueberschär. Und er ist auch Komponist dieses Stückes. Das dreiminütige Werk ist eine Klavierimprovisation, die laut Hannes im Laufe des Alltags entstand. Und irgendwie sagt das doch auch aus, dass unser Alltag viel mehr schöne und lebenswerte Momente bereithalten kann als wir manchmal das Gefühl haben. Natürlich haben wir Stress, viel zu tun, es gelingt nicht immer alles und man hat mal keine Lust und Motivation, seinen Pflichten nachzugehen. Aber die kleinen Dinge des Lebens machen das doch alles wieder wett, oder? Wie ist es zum Beispiel mit intensiven Gesprächen mit der Familie, mit Freunden oder Kollegen? Ein freundlicher Fremder, der mal die Tür auf hält oder einfach ein liebes Wort von Menschen, die wie kennen? Das sind doch winzige Dinge, die trotzdem manchmal so viel Bedeutung für uns haben. Sie erheitern unseren Alltag. Und diese Heiterkeit ist auch im Stück spürbar. Das Lied klingt ruhig, entspannt und gelassen, aber nicht gelangweilt. Es hat viel mehr eine Spur von Fröhlichkeit, Frische und Motivation, nach der Pause wieder weiterzumachen, wenn ihr mich fragt. Ganz ohne Text, nur durch das gefühlvolle Spiel des talentierten Pianisten werden uns Gefühle vermittelt, die jeder kennt und sich manchmal ach so sehr wünscht. Und jetzt, zu dieser späten Stunde heißt es wirklich mal: Beine hochlegen, tief durchatmen und Einfach entspannen.

Hannes Ueberschär - Just relax

Freitag, 24. März 2017

Si no estás

Er ist 16 Iahre alt, kommt aus Chile, lädt seit Februar 2012 Videos auf YouTube hoch und ist bekannt für seine Cover von Liedern aus den Charts, die er in spanisch übersetzt. So kann man den Sänger dieser Woche kurz vorstellen. Dani Ride hat etwa 7298 Abonnenten auf YouTube und ist somit international bekannt. Im Radio hört man ihn - zumindest hier in Deutschland - nie, aber trotzdem ist seine Musik durchaus hörenswert. Denn neben all den Coverversionen veröffentlicht er auch eigene Lieder. Ich persönlich mag die Lateinamerikanischen Rhythmen sehr und ich denke, ich bin da nicht die Einzige. Diese samtweichen und geschmeidigen Rhythmen findet man auch im Lied dieser Woche wieder. Die Ballade handelt von einer Liebesbeziehung, die langsam stirbt. Die andere Person ist in der Nähe, aber es fühlt sich an als sei sie weit weg. Man hat kein Thema mehr, über das man noch reden könnte. Und einer der beiden hofft inständig, dass man noch einmal von vorne anfangen kann, gemeinsam eine glückliche Zukunft finden kann. Diese Person möchte ohne den anderen nicht leben, denn die Liebe ist für sie immer noch innig und ehrlich. Genau das wird im Lied "Si no estás", zu deutsch "Wenn du nicht da bist" besungen. Der junge Sänger sieht nicht nur älter aus als er ist, seine Stimme klingt auch viel reifer und erwachsener, als man es von einem 16jährigen erwarten würde.Wichtig in der Musik sind tiefe Gefühle und ehrliche Persönlichkeiten und das hat der Sänger aus Santiago de Chile auf jeden Fall. Dani Ride ist meiner Ansicht nach definitiv ein großes Talent mit sehr viel Starpotential. Und auch, wenn er nicht die riesige Karriere erreicht, so kleine Geheimtipps sind doch immer wieder spannend, oder nicht?

Dani Ride - Si no estás

Freitag, 17. März 2017

Just getting started

Im dritten Teil des Themen-Monats stelle ich euch heute einen deutschen Newcomer vor, der es möglicherweise noch weit bringen kann. Nach einem Konzert vom großen Star Macklemore im Jahr 2013 war der junge Mann so begeistert, dass er sich sagte: So etwas will ich auch mal schaffen. Er nahm an der vierten Staffel von The Voice of Germany teil, gewann zwar nicht die Sendung, aber dafür sehr viele Fans. Ich zähle auch dazu, obwohl Rapmusik nicht wirklich meinem Geschmack entspricht. Allerdings hat mich sein Talent so angesprochen, dass ich seinen Stil wirklich lieben lernte. Der Bremer Alex Hartung hat, meiner Ansicht nach, ein sehr gutes Gefühl für den Beat und bringt einen gemütlichen Fluss in den Sprechgesang, der bei manch anderen viel härter, aggressiver oder auch herunter gerattert klingt. In der Casting-Show merkte man bei jedem Cover, das er performte, dass er sich in das Lied hineinlebt und immer mit vollem Herzen dabei ist. Und wenn das schon bei Liedern von fremden Interpreten so ist, wie wird es dann erst mit seinen eigenen Songs? - fragte ich mich damals. Die Frage wurde mir bald beantwortet, aber ich verrate es euch nicht. Das macht das Lied dieser Woche. "Just getting started" ist eins seiner selbst geschriebenen Lieder und allein der Titel sagt eigentlich schon alles. Der 26jährige rapt in dem Song, wie sein Weg als Rapper begann, wo er gerade steht, was er vielleicht erreichen kann und wie sein Weg enden könnte. So oder so lässt er sich nicht verbiegen, sondern bleibt so wie ihn seine Fans kennen gelernt haben. Zum Beispiel hat er kein großes Plattenlabel, bei dem er angestellt ist, sondern seine Alben alle zu 100% selbst produziert und sind nicht im Handel erhältlich, nur im Internet. Dieser außergewöhnliche Charakter, sein Kampfgeist und sein Talent sind gute Voraussetzungen dafür, dass er noch große Erfolge feiern könnte, so finde ich. Und wie der Titel des Liedes schon sagt: Er fängt gerade erst an.

Alex Hartung - Just getting started

Freitag, 10. März 2017

Dear Happy

Die folgende Situation kennt wahrscheinlich jeder: Eine Person, die einem sehr am Herzen liegt, wohnt weit weg und somit kommt es nur selten vor, dass man sich trifft. Umso größer ist die Freude dann, wenn man mit diesem Menschen endlich wieder zusammen ist. Man genießt jede Minute und dann kommt der traurige Moment des Abschieds. Vielleicht weiß man noch gar nicht, wann man sich wieder sieht. Genau über diese Situation singt Dodie  Clark, die 21jährige Engländerin, im Lied dieser Woche. Die junge Singer-songwriterin hat sich mit ihrem YouTube Kanal schon einen Namen gemacht. Fast eine Million Menschen verfolgen das musikalische Treiben der jungen hübschen Dame. Ihr Markenzeichen - sie begleitet alle ihre Lieder mit der Ukulele. Sie covert Lieder aus den Charts, schreibt und veröffentlicht aber auch eigene. "Dear Happy" hat sie selbst geschrieben, aber sie singt es nicht alleine. Ihr guter Kumpel und YouTube Kollege Thomas Sanders - ihn hatte ich euch schon einmal vorgestellt - singt mit ihr dieses schöne, gefühlvolle und leicht verträumte Duett. Ich finde, man kann sich bei der Musik und dem sanften Gesang sehr gut in so eine Situation hineinversetzen. Man trifft jemanden, genießt jede Sekunde mit der Person und dann kommt leider doch der Abschied. Und eventuell fällt euch ja auch jemand ein, mit dem ihr euch oft so fühlt. Ihr könnt ihm dieses Lied zeigen, denn wunderschön ist es allemal.

Dodie - Dear Happy

Freitag, 3. März 2017

Broken record

Die Lieder, die tagtäglich im Radio laufen, die die Clubs und Discotheken zum Vibrieren bringen, kennt so gut wie jeder. Deswegen kam ich auf die Idee, euch mal Interpreten und Bands vorzustellen, die man eben nicht aus dem Alltag kennt, die aber durchaus großes Hitpotenzial haben. Und das nicht nur ein, zweimal, sondern einen ganzen Monat lang.
Heute beginne ich mit einer 25jährigen, blonden jungen Frau aus Kalifornien. Jayme Dee läd auf ihrem YouTube-Channel sowohl Coverversionen von sehr bekannten Liedern hoch, sie hat aber auch schon eigene CDs und eigene Songs rausgebracht. Einer davon ist "Broken Record", das Lied dieser Woche. Darin geht es um das wunderbare Gefühl der Liebe. Man wacht aus und hat sofort eine schöne, fröhliche Melodie im Kopf. Man startet lächelnd in den Tag, fühlt sich wunderbar und freut sich schon sehr auf das nächste Wiedersehen mit der Person des Herzens. "Seitdem ich dich kenne, hänge ich an dieser Melodie und kann nicht aufhören, sie zu summen." so lautet eine Textstelle in der ersten Strophe. Der einzige Wunsch ist, diese Melodie für immer zu hören, wie eine CD mit einem Sprung drin, die immer und immer wieder an den Anfang springt.
Und auch musikalisch wird diese Fröhlichkeit, meiner Ansicht nach, sehr gut übertragen. Ein lockerer, aber beschwingter Rhythmus mit fröhlichen Harmonien und schöner Meldie, so lässt sich das Lied dieser Woche wohl kurz beschreiben. Die positiven Gefühle sind für den Zuhörer fast schon spürbar. Das Lied verbreitet gute Laune, schöne Stimmung und ein Gefühl von Glücklichsein. Und das wiederum passt doch sehr gut zum allmählich beginnendem Frühling, oder nicht?

Jayme Dee - Broken Record

Freitag, 24. Februar 2017

Perfectly Perfect

Liebe ist für mich das Feuer, das uns aber auch unsere Erde am Leben erhält. Sie ist immer da, nur können wir sie nicht immer sehen. Manche wollen sie nicht sehen, aber die Liebe ist unsterblich. Liebe zwischen zwei Menschen ist nicht der Wunsch, etwas zu bekommen sondern viel mehr das Bedürfnis, etwas zu geben. Ganz ohne Zweifel ist Verliebtsein etwas wunderbares auf dieser Welt. Und darum sind Liebeslieder nicht nur in riesigen Mengen vorhanden, sondern auch bei uns so beliebt. Diese Woche kommt ein weiteres Beispiel dafür. Simple Plan ist eine kanadische Rockband, die schon mit mehreren Liedern die internationalen Charts erklummen hat. Die fünf Männer haben im letzten Jahr ein Lied herausgebracht, dass die Gedanken beschreibt, die man hat, wenn man wirklich in jemanden verliebt ist.  Egal, was andere sagen und auch egal, was die Person selbst sagt, man selbst findet den Partner perfekt, mit all seinen Fehlern und Macken. Der- oder diejenige ist simpel und einfach "Perfectly Perfect"
Die Musik des Liedes passt zu dem liebevollen, gefühlvollen Text des Liedes. Gitarre bestimmt den ersten Höreindruck und der Gesang variiert in der Kraft und Lautstärke - von sanft bis inbrünstig ist alles dabei. Alles in allem ist das Lied eine sehr süße und sehr schöne Liebeserklärung, an wen auch immer. Habt ihr jemanden, dem ihr eine Freude machen wollt? Jemandem, dem ihr zeigen wollt, wie sehr ihr ihn mögt? Dann wäre dieses Lied vielleicht genau das Richtige, diese Nachricht zu übermitteln.

Simple Plan - Perfectly Perfect

Freitag, 17. Februar 2017

Asyl im Paradies

Vor gefühlten Ewigkeiten habe ich euch das letzte Mal ein Album vorgestellt. Darum dachte ich mir, dass es doch längst mal wieder an der Zeit dafür ist. Die Sängerin des Albums ist schon vor 19 Jahren gestorben und trotzdem verzaubert sie, ihre Musik, ihre Stimme und die Erinnerungen an die Zeit, als sie noch auf der Bühne stand, noch heute viele Menschen. Zum einen die, die sie zu Lebzeiten noch erleben durften, aber sicherlich auch den ein oder anderen jungen Menschen, der sie nur vom Hörensagen kennt. Die international bekannte Rocksängerin erkrankte 1995 an Brustkrebs. Ein Jahr später starb sie im Alter von 43 Jahren. Zurück blieben einige Hits und Erinnerungen an die Frau, die ohne Frage zu eine der namenhaftesten Rocksängerinnen der DDR gehörte. Anlässlich des 10. Todestages von Tamara Danz wurde eine CD mit ihren größten Hits als Sängerin der Band Silly zusammengestellt. Dazu gibt es eine DVD mit Interviews von Freunden, Wegbegleitern und ihrem Ehemann und ein paar Bonustracks. In "Asyl im Paradies" hört man viele Lieder wie "Mont Klamott", "Abendstunden", aber auch der große Hit "Batallion d'amour". Da ich euch nicht alle Lieder auf dieser CD vorstellen kann, musste ich mich für eines entscheiden und meine Wahl fiel auf das zuletzt genannte Lied. Der Kämpfer der Liebe, so heißt der Titel übersetzt, handelt davon, dass man in noch so dunklen Zeiten weiter an die wahren Liebe glauben soll. Wie ein kleines Kind mit den Träumen von Liebe, Hochzeit und lichtgefüllter Zukunft zeigt uns das "Kind in uns", wovon wir einst träumten und dass es doch keinen Krund gibt, nicht mehr an die Liebe zu glauben. Man kann sich nicht gegen sie wehren, man verluft sich in ihr wie in einem endlosen Labyrinth. Und den warmen Hauch der Lust wieder zu spüren gibt uns doch auch das Gefühl zurück, noch am Leben zu sein. Ich kann euch nur raten und bitten; Lasst euren Batallion dàmour am Leben und gibt ihn nicht auf!

Tamara Danz - Batallion dàmour

Freitag, 10. Februar 2017

Willst du mein Freund sein

Das Lied der letzten Woche war humorvoll und genauso mit Humor geht es diese Woche weiter. Allerdings geht das Lied dieser Woche, meiner Meinung nach, sehr ans Herz. Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich dieses Lied hörte. Ich hatte Tränen in den Augen, war zu Tränen gerührt vor Rührung. Es regt zum Schmunzeln an. Es ist emotional. Es ist berührend. Und es wird von einer unglaublich niedlichen Person gesungen. Perdon, keine Person, eine Puppe. Josie ist ihr Name und sie ist eine sehr alte Schildkröte. Aber wenn man sie sieht und sie erlebt, ist sie doch noch so sehr Kind, wie man nur sein kann. Mit ihrem liebsten Gesprächspartner Sascha Grammel spricht sie darüber, wie einsam sie sich fühlt. Sie sucht Freunde und wird fündig. "Willst du mein Freund sein?" heißt du das Lied und ich denke, dass nicht nur Sascha auf diese Antwort sofort mit JA antworten würde. Josie ist "nur" eine Puppe, die vom Berliner Bauchredner Sascha Grammel zum Leben erweckt wird. Dieses Mal spricht er nicht nur, er singt auch noch! Ich meine, Josie singt natürlich. Das denkt man sofort, wenn man ihr zusieht. Diese Glaubwürdigkeit ist ein deutliches Zeichen für Saschas Bauchredner-talent. Aber nun kommen wir wieder zurück zu Josies Gesangstalent und dem Lied dieser Woche. Das süßeste Freundschaftslied, das ich kenne. Was meint ihr?

Freitag, 3. Februar 2017

Ich hab heute Ärgerfrei

Manche Leute fragen mich gelegentlich, warum ich den Karneval so mag und was daran so besonders sei. Darauf antworte ich immer mit den gleichen Gründen. Der Karneval verbindet Menschen fest miteinander, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten. In der Karnevalszeit kann man Spaß haben, mit Freunden und anderen Karneval-Fans. Man kann fünfe gerade sein lassen und einfach mal alle Sorgen und allen Ärger vergessen. Über letzteres gibt es sogar ein Lied. Die Karnevalslieder handeln so gut wie alle über Zusammenhalt, Spaß, Sorgenfreiheit. Aber auch außerhalb der typischen Karnevalslieder hat sich ein heute 55 Jahre alter Mann die Mühe gemacht, über Sorgenfreiheit ein kleines Liedchen zu schreiben. Ganz von der fünften Jahreszeit getrennt ist es dennoch nicht, denn der Interpret ist bekennender Karnevalist und zudem noch Komiker und Fernsehmoderator. Bernd Stelter ist oft in den großen Prunksitzungen aus Köln im Fernsehen zu sehen, er macht aber auch eigene Programme. Aus einem eigenem Programm ist "Ich hab heute Ärgerfrei".
Im Lied geht es darum, dass man sich einmal fest vornimmt, sich am ganzen Tag über nichts und niemanden zu ärgern. Er zeigt, dass es möglich ist. "Es ist meine Pflicht als Teilzeit-Ärgermann, die Ärgerfallen weiträumig zu umrunden" singt er. Ich gebe zu, dass es auch wichtig ist und befreiend sein kann, einmal den Ärger und Frust rauszulassen und einmal auf alles was man will zu schimpfen. Aber ständige Miesepetrigkeit tut niemandem wohl. Ein, zwei Tage Ärgerfrei tun uns allen einmal gut, finde ich. Habt ihr es schon ausprobiert? Versucht es doch einmal! Und wenn ihr immer noch skeptisch seid, ob das machbar ist, hört euch das kleine Lied an. Möglicherweise kann es euch davon überzeugen. Und wenn ihr wirklich wollt, könnt ihr auch für einen Tag einmal Ärgerfreiheit haben.

https://www.youtube.com/watch?v=B_mRa9iRRLE

Freitag, 27. Januar 2017

Marble Machine

Lang lang ist's her, dass ich euch ein Instrumentalstück vorgestellt habe. Daher dachte ich mir, dass ich das auf jeden Fall mal wieder tun sollte. Passend dazu habe ich in dieser Woche ein Vide entdeckt, das mich inspiriert hat.
Klavier, Gitarre, Geige, Trompete... es gibt zahlreiche Instrumente, die jeder kennt. Und man ist doch immer wieder begeistert, wenn jemand ein solches Instrument virtuos spielen kann. Richtig spannend wird es aber auch, wenn jemand ein Instrument selbst entwickelt und baut. Ein Unikat, das vielleicht sogar auf außergewöhnliche Art und Weise Musik macht. Zu diesen einzigartigen Instrumenten gehört auch das, welches man im Video dieser Woche sieht. Alles, was der Instrumentalist tun muss, ist ein paar Hebel umlegen und an Kurbeln drehen. Die Musik an sich machen andere Gegenstände. Gegenstände, die man normalerweise nicht mit Musik in Verbindung bringen: Murmeln. 2000 Murmeln. Das Instrument, die "Murmel Maschine", ist so gebaut, dass die Murmeln durch einen Kreislauf immer wieder nach ganz oben auf das Instrument rollen und von da aus herunter fallen - auf Gitarrensaiten, Schlagzeugbecken, und andere Teile von uns bekannten Instrumenten. Und so kommt es dazu, dass eine einzige Maschine so klingt wie eine ganze Band. Wenn ihr mich fragt ist das eine wirklich kreative und großartige Idee, denn so etwas habe ich noch nie gesehen. Genauso toll wie die Idee für das Instrument, so schön klingt der Gesamtklang, den es erzeugt und das Lied, das es spielt. Nun also viel Spaß mit der Marble Machine - der Murmel Maschine!

Marble Machine

Freitag, 20. Januar 2017

Die Suche

Ganz egal ob zum Start in ein neues Jahr, zum Geburtstag oder auch nur, wenn man eine Sternschnuppe sieht, immer wieder findet man Rituale oder Situationen, in denen man sich etwas wünschen darf. Und was kann man sich in solchen Momenten wünschen? Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Erfolg. Und wenn man noch Single ist, dann ist man vielleicht auch auf der Suche. Auf der Suche nach einer ganz bestimmten und ganz besonderen Person. Von dieser Reise singt auch Jan Sievers im Lied dieser Woche. "Die Suche" handelt von den Gedanken so einer Person, die den ganz bestimmten und ganz besonderen Menschen im Leben noch sucht.  Dieser Mensch kann wirklich alles für uns sein: Unabhängigkeit, Leidenschaft, Horizont in dunklen Zeiten, Geborgenheit, Erfüllung,  der Grund für Herzrasen, Ausweg aus schwierigen Situationen, Neuanfang, Vater. Irgendwie hat man doch das Gefühl, dass diese Person existiert und man sie einfach noch nicht getrofen hat. Und dann, im Momenten wie diesen, fasst man Mut, findet Hoffnung wieder und ist bereit, weiterzusuchen. Eventuell sucht man schon seit Jahren und wurde häufig verletzt und enttäuscht, aber letzten Endes hat man es immer wieder geschafft, weiterzugehen und weiter an die Liebe zu glauben. An das, was das eigene Leben ausfüllt und vollkommen macht. Das muss aber lange nicht nur und ausschließlich eine Person sein. Es kann auch etwas viel tieferes und abstrakteres sein. Familie, Identität, Heimat oder Individualität.
Die  gefühlvolle Stimme des 39jährigen passt perfekt zum Text, aber auch zur instrumentalen Gestaltung des Liedes. Liebe, Hoffnung, Mut, Optimismus, und eine Spur von Zweifel - Gefühle hat dieses Lied meiner Meinung nach genug. Und das merkt der Hörer sofort. Die Musik, der Text und die Stimme des Singer-Songwriters aus Trier ergeben eine wirklich wunderschöne Komposition voller Gefühl.

Jan Sievers . Die Suche

Freitag, 13. Januar 2017

What a girl is

Besonders jetzt zum Jahresanfang nehmen sich einige vor: Neues Jahr, neues ich. Dabei ist das gar nicht nötig. Wenn ihr unbedingt etwas an euch oder eurem Körper ändern wollt, dann könnt ihr das tun. Aber macht es, weil ihr es wollt und nicht weil es andere Leute, angeblich coole Menschen oder die Medien so sagen. Diese wichtige Nachricht wird im Lied dieser Woche besungen. Liv und Maddie ist eine Serie über zwei Zwillingsmädchen, die den ganz gewöhnlichen Wahnsinn auf der High school erleben. Beide Mädchen werden vom jungen Ausnahmetalent Dove Cameron gespielt. Und sie ist es auch, die das Lied dieser Woche singt. Liv erzählt in einem ihrer Videos, dass viele Mädchen an ihrer Schule nach ihrem Aussehen beurteilt werden und dass ihnen gesagt wird, wie sie auszusehen und wie sie zu sein haben. Dabei gibt es nur eine Person, die entscheiden sollte, ob und wenn ja, was verändert wird. Man selbst. Jeder soll so sein, wie er sich selbst am wohlsten fühlt. Denn genau so ist jeder auf seine eigene Art und Weise einzigartig, perfekt und liebenswert. Jeder ist das. Dafür muss man nicht so sein, wie es uns die Medien oder Andere vorschreiben wollen. Genau darum geht es im Lied. "What a girl is" soll in der Serie die Mädchen der Schule motivieren und ermutigen und meiner Meinung nach schafft das Lied das nicht nur bei denen, die die Mitschülerinnen darstellen, sondern auch beim Zuhörer. Die fröhliche Melodie, die beschwingte Musik des Liedes passen sehr gut zu der Nachricht, die im Liedtext vermittelt wird. Gelegentlich sieht man im Video, wie Mädchen wild und ausgelassen tanzen und ja - das kann man auch zu diesem Song. Es läd zum Tanzen, Klatschen, Glücklichsein ein. Für diejenigen unter euch, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, gibt es im Video Untertitel, die den Liedtext ins Deutsche übersetzen. Wenn ihr jemanden kennt, der selbst sehr unsicher ist und dem es schwer fällt, sich selbst zu akzeptieren, ist es vielleicht keine schlechte Idee, ihr oder ihm diesen Link zu senden. Dem Einen oder Anderen hilft es möglicherweise, einzusehen, dass man so perfekt ist, wie man eben ist. Seid nicht so, wie andere euch haben wollen. Seid nur so, wie ihr sein wollt und wie ihr euch wohlfühlt!

Liv and Maddie - What a girl is

Freitag, 6. Januar 2017

Goethe war gut

Gerade einmal 6 Tage ist 2017 jetzt alt. Und damit wir möglichst mit einem Lächeln in das neue Jahr starten, stelle ich euch diese Woche ein Lied vor, das, meiner Meinung nach, sehr wohl zum Schmunzeln, Lächeln oder sogar Lachen anregt. Dazu reisen wir einmal 23 Jahre zurück, in das Jahr 1993. Damals hat sich ein Herr aus einem unserer Nachbarländer die Zeit genommen, um ein kleines aber feines Kompliment an einen der größten Deutschen Dichter zu richten. Sein Name? Rudolf Wijbrand Kesselaar, bekannt als Rudi Carrell.
Menschen, die wie ich oft und gerne Gedichte oder Lieder schreiben, kennen diese Situation bestimmt. Man schreibt ein paar Zeilen und sucht immer aufs Neue nach passenden Reimwörtern. Und auch wenn man denn mal welche gefunden hat, klingt es manchmal alles andere als ästhetisch und künstlerisch hochwertig. Gelegentlich zweifelt man und fragt sich: Wieso schaffe ich es nicht? Was muss ich tun, um so gut zu schreiben wie die Großen? Zu den Großen Textern und Dichtern gehört auch Johann Wolfgang von Goethe. Der berühmte Dichter wird auch im Lied dieser Woche angesungen. In "Goethe war gut" singt der niederländische Entertainer von genau der oben beschriebenen Situation, oder genauer gesagt zeigt er uns ein Beispiel, wie so ein Gedicht am Ende aussehen kann. Und das Ergebnis klingt ulkig, aber dennoch amüsant. Passend dazu ist das Lied selbst in einem 3/4-Takt gestaltet. Das Lied klingt beschwingt, fröhlich und trotzdem passt alles zu dieser leichten Spur von Verzweiflung, dass man das Gedicht einfach nicht vernünftig hinbekommt. Der Texter des Liedes dieser Woche hat vielleicht kein edles und poetisches Kunstwerk kreiert, aber meiner Ansicht nach ein amüsantes Lied mit viel Charme und Witz.

Rudi Carrell - Goethe war gut

Freitag, 30. Dezember 2016

Abschiede 2016

In gut 27 Stunden (Stand 30.12.16, 21:00Uhr) verabschieden wir uns vom Jahr 2016. Im Laufe des dann vergangenen Jahres wiederum mussten wir uns gezwungenermaßen von vielen großen, berühmten Komponisten, Entertainer starben 2016, so auch einige großartige Musiker. Aus diesem Grund wird mein letzter Blogeintrag dieses Jahr kein direktes Best Of 2016 mit meinen persönlichen Lieblingsliedern aus dem Jahr, sondern ein kurzes Gedenken derer, die uns in den vergangenen 365 Tagen verließen.

Im Januar verstarben die Schauspielerin Maja Maranow, Entertainer Achim Mentzel, TV-Koch Sante de Santes und auch einer der einflussreichsten und talentiertesten Briten der Musikbranche. Zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag verliert David Bowie den Kampf gegen den Krebs. Er hinterlässt viele legendäre Hits, unter anderem „Heroes“. Der äußerst emotionale Song wurde 1977 veröffentlicht und hat sich seitdem in die Herzen der Musikfans und selbstverständlich der Bowie-Fans eingebrannt.  Auf- und abschwellende Gitarren-, Perkussion- und Synthesizerklänge und eine melodiöse Stimme Bowies ergeben ein Werk, das ziemlich offensichtlich vom Progressive Rock beeinflusst ist. Entstanden in seiner Berliner Periode, aufgenommen im Hansa-Tonstudio 2 nahe der Berliner Mauer. Und das vielleicht aus gutem Grund?  In diesem großen Hit geht es darum, dass sich zwei sich liebende Menschen regelmäßig an der Berliner Mauer treffen. Bowie erzählte in einem Interview, dass er aus dem Studio zwei Menschen sah, die sich im Schatten des Geschützturmes küssten. Bowie fragte sich, warum man sich ausgerechnet so einen riskanten Treffpunkt aussucht, um eine Affäre auszuleben. Dieser Anblick und ein Gemälde mit ähnlichem Motiv inspirierten den damals 30jährigen Musiker zu diesem großen Hit. Die ganze Geschichte wird dabei aus der Sicht des Mannes besungen. Zu Beginn ist es noch eine gewöhnliche Liebesgeschichte mit großen Gefühlen.  In der dritten Strophe kommen dann immer mehr, immer stärkere politische Inhalte zum Vorschein. So wird die Freiheit  eines Delphins gegenübergestellt mit der Einschließung durch die Mauer. Aus einer konventionell romantischen Liebesgeschichte entwickelt sich somit ein Statement für die Stärke der Liebe, die gegen Ungerechtigkeit, Gewalt und Waffen siegt.


Seit März weilen Klarinettist Hugo Strasser, Politiker Guido Westerwelle und auch Beatles-Produzent George Martin nicht mehr unter uns. Einen weiteren, für mich persönlich sehr schockierenden Todesfall dieses Monats  gab es am 24. März. Der gerade mal 45jährige Jazzmusiker Roger Cicero erlag, wie sein Vater vor vielen Jahren, den Folgen eines Hirninfarkts.  Vor 10 Jahren erschien sein erstes Soloalbum „Männersachen“ und ein Jahr später vertrat er Deutschland beim Eurovision Song Contest in Helsinki. Sein Song  „Frauen regier’n die Welt“ landete zwar nur auf Platz 19, bleibt aber dennoch ein Lied, mit dem er sich in die Herzen der Musikfans sang.  Textlich ist „Frauen regier’n die Welt“ ein Loblied an die weiblichen Wesen dieser Erde. Cicero zeigt  im Text mehrmals klar und deutlich, aber immer noch sehr liebevoll, dass Frauen wissen, was sie wollen und um das kämpfen, was sie wollen. Wie sie darum ringen, kann durchaus unterschiedlich sein, aber so oder so wirkt es häufig. Männer können versuchen, zu widerstehen und geben manchmal trotzdem nach. Blechbläser, Klavier und Kontrabass ergeben einen typischen Klang der Jazzmusik der 1940er - 50er Jahre und trotzdem hat es, meiner Ansicht nach, etwas modernes und poppiges. Somit hat der jung verstorbene Künstler es wieder mal geschafft, eine gute Mischung aus alt und modern zu schaffen. Und er sollte es noch zahlreiche Male mehr schaffen. Hier ist also das Lied, mit dem alles begann.


Im darauf folgenden Monat verabschiedeten sich Schauspielerin Hendrikje Fitz, Schlagzeuger Wolfgang Rohde und Schauspielerehefrau Hertha Rühmann. Ihnen folgte bald schon der 57 Jahre alte amerikanische Star, der mit Songs wie „Kiss“ oder auch „When doves cry“ in die Musikgeschichte einging. Nachdem er im April noch zwei Konzerte an einem Tag absolviert hatte, klagte der Sänger plötzlich über starke Bauchschmerzen und verlor bald das Bewusstsein. Gegen den Rat der Ärzte im Krankenhaus, entließ sich der Medikamentenabhängige kurz darauf selbst. Am 21. April starb Prince Rogers Nelson, uns allen unter Prince bekannt in seiner Wohnung in Minnesota. Der seit seinem zwanzigsten Lebensjahr im Musikgeschäft tätige Mann hatte 1984 seinen internationalen Durchbruch. Das Album und die Single „Purple Rain“  hielten sich wochenlang auf Platz 1 der Charts. Wenn man sich den Text durchliest, ist es ein Lied über den Trennungsschmerz eines Liebespaares. „Ich wollte dir nie Kummer bereiten, ich wollte dir nie Schmerzen bereiten“ heißt es gleich zu Anfang des großen Hits.  „Ich wollte nie dein Wochenendliebhaber sein. Ich wollte einfach dein bester Freund sein.“ singt er später. Der besungene „lila Regen“ kann eine Metapher für das gelobte Land sein, für den Ort, an dem jeder seine große und bedingungslose Liebe findet und so geliebt wird, wie jeder es verdient. Auch musikalisch spürt man jede Menge Emotion. Nicht nur instrumental, sondern auch gesanglich legt der Künstler jede Menge Gefühl, Liebe, teilweise auch Verzweiflung in das Lied. Und genau das ist möglicherweise auch ein Grund, warum Prince mit „Purple Rain“ international so groß rauskam.


In den darauf folgenden Monaten starben noch weitere große Persönlichkeiten. Muhamad Ali (Juni),  Götz George (Juni), Jana Thiel (Juli), Manfred Krug (Oktober), um nur ein paar Beispiele zu nennen. Am 18. November verließ uns nach Leonard Cohen, Ilse Aichinger und Oleg Popow auch die US-amerikanische Soul- und Funk-Sängerin Sharon Lafaye Jones. Von 1996 bis 1998 veröffentlichte sie schon mehrere Singles, aber wirklich berühmt wurde sie erst 2002, als sie mit der Band „Dap Kings“ mehrere Alben aufnahm. Eines davon ist  „100 days, 100 nights“. Sharon Jones singt davon, dass es durchaus 100 Tage und 100 Nächte dauern kann, bis eine Frau einen Mann wirklich kennengelernt hat. So heißt es, dass ein Mann leicht einen Heiligen spielen kann, aber irgendwann doch sein wahres Ich entfaltet. Das klingt gemein, als würde sie die Männer alle schlechtmachen. Im Laufe des Liedes scheint sie das dann einzusehen. „Warte eine Minute, vielleicht muss ich mich jetzt erst einmal beruhigen.“ heißt es im Text, bevor sie von ihren Erfahrungen mit einem Mann erzählt. Dieser Mann habe so getan, als sei sie seine Königin und 100 Tage später verließ er sie ohne ein weiteres Wort. Musikalisch ist das Lied definitiv im Stil von modernem Funk. Von wegen Alter Braten oder Schmarrn von gestern, diese Musik kann durchaus auch im 21. Jahrhundert erfolgreich sein.


Auch im letzten Monat des Jahres ließ es nicht nach. Schauspielerin Debby Reynolds überlebte ihre Tochter Carrie Fisher und starb dennoch einen Tag nach der als Prinzessin Leia berühmten 60jährigen. Einen Tag vor Fisher, am 25.Dezember verstarb ein weiterer großer Musiker. „Last Christmas“ machte ihn und seine Band WHAM berühmt. Welch bittere Ironie also, dass George Michael am ersten Weihnachtsfeiertag von uns ging. Der britische Sänger, Komponist und Produzent hinterließ einige große Hits, sowohl mit seiner Band als auch als Solokünstler. Alles begann 1981 mit Wham! Die Band löste sich allerdings 1986 wieder auf und 1987 startete George Michael dann seine Solokarriere. Sein Debütalbum „Faith“ und der gleichnamige Hit schlugen ein wie eine Bombe.  3 Jahre später kam schon der nächste große Hit des homosexuellen Stars.  Lese man nur die ersten paar Textzeilen, würde man annehmen, dass es sich um ein Liebeslied handelt, denn es heißt: „Ich werde dich nie fallen lassen. Ich werde dich nie aufgeben.“ Gewissermaßen ist es auch ein Liebeslied, aber weniger an eine Person, einen Mann, sondern viel mehr an etwas, das bis heute einen großen Stellenwert hat: Freiheit. Weiter geht es im Liedtext darum, dass man all diese Lügen in der Welt, es gäbe Freiheit, Frieden überall, irgendwie wahr machen muss oder sie zumindest wahrmachen will. Kein Mensch gehört dem anderen, "Ich gehöre nicht dir und du gehörst nicht mir" heißt es wörtlich. Die im Lied mehrmals hörbaren Chorgesänge klingen wie Lobgesänge, die die Freiheit preisen.  Es hat eine sehr euphorische Stimmung, motiviert und animiert zum Mitklatschen und -singen. Meiner Meinung nach ist es demzufolge verständlich, dass dieses Lied ein Hit wurde. 



Abschließend wünsche ich allen meinen Lesern und Leserinnen einen guten Rutsch in das neue Jahr, einen guten Start in selbiges und im neuen 2017 viel Erfolg, Glück und Gesundheit. Vielen Dank für eure Treue und hoffentlich kann ich euch auch in den folgenden 53 Wochen wieder Freuden bereiten. 

Freitag, 23. Dezember 2016

Ich wünsche mir zum Weihnachtsfest

Morgen um diese Uhrzeit sitzen viele Familien gemütlich beieinander, reden, lachen, haben Spaß und genießen die Zeit, die sie mit ihren geliebten Menschen verbringen können. Die große Weihnachtsbescherung ist dann wahrscheinlich schon vorbei. Aporpos Bescherung:  Ihr habt hoffentlich schon alle Geschenke beisammen. Und wenn nicht, dann könnte das Lied dieser Woche eventuell helfen. Da werden nämlich ein paar Geschenke besungen, die man verschenken, oder die man sich wünschen kann. Aber neben den zahllosen Geschenken, die man kaufen kann, sind auch besondere Gaben mit dabei, die man nicht anfassen, nicht einpacken oder ins Regal stellen kann. Und trotzdem haben diese Geschenke eine große Bedeutung und können den Beschenkten sehr freuen. Die Rede ist von Dingen wie: ein herzliches Lächeln, ein paar liebevolle Blicke, ehrliche Komplimente, eine lange warme Umarmung oder einfach nur, an jemanden fest zu denken, wenn er gerade nicht da sein kann.
In "Ich wünsche mir zum Weihnachtsfest" von der Leipziger Gesangsgruppe Die Prinzen besingt auch den Zwiespalt zwischen gekauften Geschenken und diesen nicht materiellen Dingen. Doch meiner Meinung nach sind die persönlichen Geschenke, die ich oben nannte, von großer Bedeutung. Das waren sie doch immer schon, oder nicht? Die Prinzen bleiben sich auch bei diesem Lied wieder total treu. Auf ihrer CD "Festplatte" haben sie bekannte Weihnachtslieder neu arrangiert als auch eigene Songs passend zum großen Fest eingesungen; mehrstimmig. Ich finde, dass durch diesen gewissen Flair vom Chorgesang der Fokus noch mehr auf dem Text liegt. So oder so wünsche ich euch, allen meinen Lesern weltweit ein wunderschönes Weihnachtsfest mit viel Liebe, Wärme, Herzlichkeit und Geborgenheit. Genießt die Feiertage und die letzte Woche dieses Jahres.

Die Prinzen - Ich wünsche mir zum Weihnachtsfest

Freitag, 16. Dezember 2016

Movie Medley

Jetzt zu den Feiertagen laufen wieder viele tolle Filme im Fernsehen. Die großen Klassiker, Lieblingsfilme von Alt und Jung, Filme, die einfach jeder ins Herz schließt erfreuen uns zu dieser Zeit erneut. Aus diesen Gründen, möchte ich heute mit euch durch 10 Filme reisen. Keine Sorge, das dauert nicht ewig und drei Tage, sondern lediglich 7 Minuten. Unter anderem dabei: Kevin allein zu Haus, Harry Potter, Star Wars und E.T. Die großen Melodien dieser und 6 weiterer Filme wurden von einem kleinen Chor namens Voctave für  den mehrstimmigen Gesang bearbeitet. Die Acapella Gruppe aus Orlando, USA gibt es erst seit 2015, doch sie war schon in der ganzen Welt unterwegs auf Tour. Manchmal suchen sie sich andere berühmte Künstler wie zum Beispiel und singen mit ihnen zusammen.
Dieses Mal singen sie ganz alleine. Und was soll man sagen? Meiner Meinung nach ist das große "Movie Medley" ein voll und ganz gelungenes Werk. Die Übergänge von einem Lied zum nächsten sind nahtlos und sanft, die Mehrstimmigkeit begeistert mich persönlich und sicherlich viele andere und die Gesangsstimmen an sich sind auch definitiv hörens- und bewundernswert. Anzahl der Instrumente: 0, Anzahl der Stimmen: 9. Mehr braucht es dieses Mal nicht, um ein tolles Musikstück zu erhalten. Gefühlvoll, kraftvoll, berührend, mitreißend. Lange Rede, kurzer Sinn: Hört rein!

Voctave - Movie Medley

Freitag, 9. Dezember 2016

If Only

Weihnachten ist das Fest der Liebe und auch in den Wochen vor dem großen Fest, in der Weihnachtszeit merkt man, dass sich sich nahestehende Personen wieder noch ein Stück näher kommen. Weit enfernt wohnende Verwandte besuchen sich, verbringen gemütliche Stunden miteinander und auch Päärchen entdecken den Charme dieser kalten Zeit, die zum Kuscheln einläd, jedes Jahr aufs Neue. Dazu passend habe ich euch diese Woche ein Liebeslied mitgebracht. Wenn man verliebt ist - erst einmal unabhängig davon, ob sie erwidert wird oder nicht - kann man möglicherweise zu Anfang seine Gefühle nicht 100%ig deuten. "Wenn ich nur wüsste, was mein Herz mir sagt." heißt die erste Zeile im Refrain des Liedes dieser Woche. "If Only" stammt aus dem Disney-Film Descendants und wird gesungen von Dove Cameron. Die 20jährige Amerikanerin singt in ihrem Lied die Gedanken, die Zweifel und Unsicherheit. Man wünscht sich, diese Zeichen in seinem Herzen entziffern zu können, um endlich zu wissen, was man fühlt und was man will. Die Gefühle fahren mit den Gedanken zusammen Achterbahn und man findet einfach keinen schnellen Weg, um sicher herausfinden zu können, was diese Gefühle bedeuten. Ist man verliebt? Sind die Gefühle ernst? Und wenn ja: Werden die Gefühle erwidert? So bildet sich Stück für Stück ein Weg aus Fragen, der kein Ende zu haben scheint. Bis man erfährt, dass die eigenen Gefühle erwidert werden.
Meiner Meinung nach werden diese Gefühle der Unsicherheit, der Verzweiflung und der Suche nach einer Antwort auch musikalisch unterstrichen. Nichtsdestotrotz hört und spürt man die Liebe, die Leidenschaft und Hingabe, die ebenso im Lied besungen und dargestellt werden. Die talentierte Sängerin und Schauspielerin schenkt dem Lied mit ihrer schönen Stimme noch einen Aspekt, der es so angenehm, emotional und berührend macht. Insgesamt ist es ein wunderschönes Lied über die wunderschöne Liebe und ihre vielen Gesichter.

Dove Cameron - Of Only

Samstag, 3. Dezember 2016

Schlaflied

Es ist schon sehr spät und wahrscheinlich sind wir alle müde und erschöpft von der Woche. Viele neue Nachrichten sind auf uns eingeprasselt, viele Erlebnisse haben wir überstanden, positive als auch negative. Und für alle, die jetzt etwas traurig oder nachdenklich ins Bett gehen, für die ist das Lied dieser Woche. Die Prinzen singen in ihrem "Schlaflied" eine Person an, die es in letzter Zeit nicht leicht hat im Leben. Sie ist traurig, vielleicht verletzt oder trauert. Ihr fällt es schwer, fröhlich zu sein. Aber im Lied versuchen sie, diese Person aufzumuntern. Die Person soll sich nie allein fühlen und versuchen, stark zu bleiben. Sie weinen zu sehen ist für das Ich im Text eine Qual. Und das Lied heißt nicht nur Schlaflied, es ist auch genau so ruhig, tragend, harmonisch und sanft gestaltet. Man fühlt sich von der Musik, von dem Gesang leicht in den Schlaf getragen und ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass man zu diesem kurzen, sachten Stück gut und selig einschlafen könnte. Und nach einer guten Mütze Schlaf sehen die Sorgen am nächsten Tag vielleicht schon ganz anders oder kleiner aus als zuvor. Kennt ihr eine Person, der ihr gerne so berührende, beruhigende und sanfte Worte schicken wollt? Oder seid ihr es vielleicht selbst, die gerade etwas Halt und Geborgenheit brauchen? Das Lied der Prinzen kann einen Menschen, seine körperliche und seelische Wärme nicht ersetzen, aber sie kann dennoch etwas unsere Seele beruhigen. In diesem Sinne wünsche ich euch eine Gute Nacht!

Die Prinzen - Schlaflied

Freitag, 25. November 2016

Mountain man

Superman, Batman, Spiderman, Iron man - all diese Superhelden kennt wahrscheinlich jeder. Diese Woche möchte ich euch noch einen anderen Mann vorstellen, dem die Frauen zu Füßen liegen. Er ist hart, stark und er hat Superkräfte. Eine seiner Aufgaben ist der Schutz des Edelweißes.Die Rede ist von "Mountain man". Und wer von diesem Helden noch nichts gehört hat, der muss sich das Lied dieser Woche einfach anhören. Der Interpret ist unter dem Namen "Volks Rock'n'Roller" bekannt. Der 33jährige Andreas Gabalier besingt in dem Lied dieser Woche den großen Helden aus den Bergen. Denn wer würde nicht gerne ein paar Runden mit dem starken Mann fliegen?
Das Lied selbst ist nicht nur wegen des halb deutsch und halb englischen Textes sondern auch wegen der eingängigen Melodie ein guter Stimmungsmacher auf jeder Party. Der Beat regt zum Tanzen und Feiern an und spätestens beim letzten Refrain kann jeder selbst sehnsüchtig nach Mountain man rufen. Meiner Meinung nach, muss man bei diesem Lied einfach gute Laune haben. Und diese gute Laune möchte ich natürlich mit euch teilen. Also hört rein!

Andreas Gabalier - Mountain man

Freitag, 18. November 2016

Sing me to sleep

Nach langer Zeit gibt es heute mal ein Instrumentalstück. Und weil es schon sehr spät ist, wollte ich ein kleines Schlaflied für euch raussuchen. "Sing me to sleep" ist im Original von Alan Walker. Diese Woche möchte ich euch aber ein Instrumentalcover dieses Liedes vorstellen. Am Klavier sitzt Alex Shade. Der junge YouTuber entlockt seinem Instrument zarte, gefühlvolle Töne. Genau diese passen auch so gut zum Lied selbst.
In dem Liebeslied sehnt sich die Person nach der Stimme der über alles geliebten Person. Sie selbst würde alles für den Anderen tun und sie wünscht sich so sehr, dass die Stimme des Anderen sie in den Schlaf singt. Liebe, Sehnsucht, Fürsorge und Hingabe - diese Gefühle kommen im Spiel des jungen Pianisten sehr gut zum Ausdruck. Und im Vergleich zum Original des DJs ist diese Version auf dem Klavier doch anders. Sie klingt nicht so elektronisch, nicht so sehr zusammengemixt, sondern es kommen alle Klänge aus ein und demselben Instrument. Viel Vergnügen beim Anhören dieses wundervollen, aktuellen Hits aus den Charts, gespielt auf einem wundervollen Instrument.

Alex Shade - Sing me to sleep (Cover)

Freitag, 11. November 2016

Wenn das Trömmelche geht

Im Laufe eines Jahres erlebt man abertausende Momente, die uns berühren. Trauer, Freude, Hoffnung, Verzweiflung, alles erlebt man mehrmals im Jahr. Aber es gibt einen Tag, der mich prsönlich jedes Jahr aufs Neue erfreut, meine Augen strahlen lässt und mein Herz in Flammen aufgehen lässt: der 11.11. Umm 11:11 Uhr beginnt alls Jahre wieder die fünfte Jahreszeit. Die Karnevlszeit ist ein bedeutungsvoller Teil meines Lebens und es gibt auch zahllose Lieder, die Karnevalisten und Karnevalistinnen durch diese farbenfrohe Zeit. EIns dieser Lieder beschreibt das Gefühl, das Volblutnarren tief in sich spüren, wenn der 11. November vor der Tür steht. Man steht bereit, freut sich auf die kommenden Monaten und hat große Lust zu feiern, froh zu sein und mit anderen Narren eine tolle Zeit zu verbringen. An Aschermittwoch will dann keiner denken. Eine der großen und bekannten Karnevals-metropolen ist Köln und deswegen ist das Lied dieser Woche in kölschem Dialekt. "Wenn das Trömmelchen geht, stehen wir alle parat.", so heißt es im Refrain des Karnevals-Klassikers von De Räuber. Mit diesem Trömmelchen steht, meiner Meinung nach. für den Start in die Karnevalssaison. Denn spätestens heute sollte man sich so langsam wieder in der Karnevalszeit einfinden und einleben. Die fröhliche Stimmung des Starts und allgemein der gesamten Saison ist in dem Lied sehr gut. Die Musik stimmt fröhlich und macht Lust auf heiteres Beisammensein. Karneval kann Menschen verbinden, die sonst nie zueinander gefunden hätten. Und auch dieses Gemeinschaftsgefühl wird sowohl im Text als auch in der musikalischen Gestaltung unterstrichen. Nicht nur durch die Passagen, die man nach wenigem Hören schon mitsingen kann, werden Hörer oder Karnevalfans vereint, auch durch die deutlich beschwingte Musik werden bestimmt viele Leute angesteckt. Und geteilte Freude wird doppelt groß. Deswegen möchte ich meine Freude jetzt auch mit euch teilen. Ob ihr Karneval mögt oder nicht, ich wünsche euch eine schöne Zeit mit fröhlichen, erfreulichen Momenten und herzerfüllenden Erlebnissen.

Freitag, 4. November 2016

Horst und Monika

Das Lied dieser Woche erzählt eine Geschichte, die zeigt, wie sehr sich Menschen verändern können - wenn sie sich nicht wohl fühlen und wirklich etwas in ihrem Leben ändern möchten. Die Orsons sind eine deutsche Hip-Hop-Gruppe, die allerdings sämtliche ungeschriebenen Regeln dieser Szene auf den Kopf stellen. Anstelle von respektlosen Sprüchen und arroganten Textinhalten provozieren sie mit Sarkasmus, Ironie und Fantasie. Attribute wie "schön", "süß" und "lieb" findet man viel eher als jene aus dem aktuellen Deutsch-Rap Genre. Gemeinsam mit dem deutschen Rapper und Sänger Cro nahmen die 4 Männer 2012 ein Lied mit dem Namen "Horst und Monika" auf.
Darin geht es um eine wahre Geschichte, nämlich um das Leben des ehemaligen NPD-Mitglieds Horst Strub. Er wurde durch eine geschlechtsangleichende Operation zur Frau, trat aus der NPD aus und wurde als Monika Strub Mitglied Der Linken. Monika Strub wurde dann sogar Kandidatin bei der baden-württembergischen Landtagswahlen 2011.  Nach einer Strafanzeige und eines Antrags auf Unterlassung traten Die Orsons 2012 zum Bundesvision Song Contest auf, mit diesem umstrittenen Lied. Einige Leute sahen "Horst und Monika" als ein Spottlied an und meinten, Transsexuelle wären dadurch schwer diskriminiert. Meiner Meinung nach stellt sich hier die Frage: Was darf Satire? Und dazu möchte ich hier jetzt keine Ausführungen machen, Ob geschmackloser Spott oder angemessene, aussagekräftige Satire; Das soll jeder für sich selbst entscheiden. Sowohl die wahre Begebenheit als auch das Lied zeigen uns, meiner Ansicht nach, vor allem eines: Alles ist möglich, wenn du willst. Von Mann zu Frau, von rechts nach links, aus der Dunkelheit ins Tageslicht, von Unten-ohne zur Toleranz-Ikone.

Die Orsons feat. Cro - Horst und Monika

Wunsch von Joshua B.

Freitag, 28. Oktober 2016

Horror-Medley

Der Oktober ist fast vorbei, Halloween steht vor der Tür und ich habe diesen Eintrag um kurz vor Mitternacht verfasst. Was passt also besser als ein Lied, dass zur gruseligen Stimmung dieser Zeit passt? Aber ich habe nicht nur ein Lied für euch, sondern mehrere. Ein ganzes Medley, besser gesagt ein Grusel-Medley. Gesungen wird es von Carolin Kebekus und Lena Meyer-Landruth. Für die meisten von euch klingt das jetzt bestimmt gar nicht gruselig, aber nehmt es mit Humor! Genauso wie die beiden im Video dieser Woche auch. Dieses "Horror-Medley" ist nämlich alles andere als ernst und gruselig gemeint. Es ist reine Comedy. Die beiden Frauen haben sich ein paar textlich oder klanglich passende Lieder ausgesucht und diese zu Halloween ein wenig auf die Schulter genommen. Von der großen Monsterparty, den Ghostbusters bis zu den Höhnern und mehr. In Kebekus's Tv show Pussy Terror TV zeigen sie dem Publikum einmal so richtig, wie man sich über Halloween köstlich amüsieren kann. Vielleicht sind diese Lieder ja auf gewisse Weise wirklich gruselig, aber Carolin und Lena stellen es so herrlich da, dass man nur lachen kann. Wenn ihr also noch die Playlist für eure Halloweenparty erstellt, hört hier doch mal rein. Vielleicht findet ihr ja etwas passendes. Und für alle anderen gilt dasselbe: Hört es euch an! Kurz vor dem Schlafen noch einmal kräftig zu lachen, kann sicher nicht schaden.

Carolin Kebekus, Lena - Horror-Medley

Freitag, 21. Oktober 2016

Bei dem Stichwort "Geigenmusik" denken die meisten wahrscheinlich zuerst an klassische Musik. Der ein oder andere hat vielleicht auch David Garrett oder Lindsey Stirling im Sinn, die den Geigenklang in moderne Musik integriert haben. Ich denke aber, dass nur sehr wenigen von euch das Lied dieser Woche einfällt, wenn ihr das oben genannte Stichwort hört. Trotzdem gehört der Song, für mich persönlich, zu einem der bekanntesten Lieder, die Geigenklänge in sich tragen. Meine jungen Leser kennen das Lied eventuell von ihren Eltern. Die jung gebliebenen Leser sollten es kennen. Es stammt aus dem Jahr 1977, wurde bereits 3 Jahre vorher geschrieben und ist von der Band City. Diese deutsche Musikgruppe gründete sich 1972 und erlangte mit "Am Fenster" endgültigen Durchbruch.  Die ostdeutsche Rockband benötigte mehrere Versuche, um das Lied veröffentlichen zu können. Zuerst weigerten sich die Schallplattenfirmen, da das Lied mit 7 Minuten zu lang schien und niemand das Geigenspiel für zeitgemäß hielt. 1976 vergaß der neue Sänger Toni Krahl bei einer Probeaufnahme die dritte Strophe und wiederholte die zweite. Diese Aufnahme wurde im Rundfunk und gefiel Amiga und Telefunken so gut, dass es dann doch für eine Single-Veröffentlichung ausgewählt wurde. Die Popularität des Liedes stieg genauso schnell wie die der Band und diese erhielt kurz darauf auch die Erlaubnis, in Westdeutschland aufzutreten.
Meiner Ansicht nach, ist der Text - geschrieben von der Leipziger Schriftstellerin Hildegard Maria Rauchfuß - sehr poetisch gestaltet. Wenn man ihn sich durchliest, erkennt man nicht sofort, worum es geht, sondern man muss länger darüber nachdenken, wie man diese Worte deuten sollte oder könnte. Ich stelle euch meine Variante vor. Ich denke, dass es in dem Lied darum geht, dass man sich nach etwas Sicherheit und Beständigkeit sehnt. Man möchte nicht ständig mit erhitztem Kopf durch den Alltag hetzen und sich den Kopf and einer Fensterscheibe kühlen, sobald eine in der Nähe ist. Aber wie gesagt, diesen Liedtext kann jeder anders interpretieren. Hört euch das Lied an und bildet euch eure eigene Meinung!

Freitag, 14. Oktober 2016

Keine Maschine

"Ich bin ein Mensch." Ein kleiner Satz mit nur 4 Worten. Auf den ersten Blick scheint er lapidar, aber wenn man ihn in einen Zusammenhang setzt, bekommt er eine sehr tiefe Bedeutung. So ist es auch im Lied dieser Woche. Im Kontext des gesamten Liedtextes macht der kurze Satz viel mehr her, als wenn er nur alleine dastehen würde. Wenn man an deutsche Popmusik denkt, ist der Interpret dieses Songs auf keinen Fall wegzudenken. Er hat sich etabliert und gehört mittlerweile schon seit mehreren Jahren zu den bekanntesten und, meiner Meinung nach, auch besten deutschen Sängern. Seinen ersten Erfolg sackte er mit einem Lied über den vollgepackten Terminkalender eines Alltagshelden ein. Na? Wisst ihr, wen ich meine? Genau! Tim Bendzko. Er sang sich 2011 mit "Nur noch kurz die Welt retten" in die Charts und in die Herzen der Menschen. Er gewann mehrere Preise und legte noch mehrere Ohrwürmer nach. Und auch sein neuestes Album kann durchaus einige Hits beinhalten. Ein Lied davon stelle ich euch diese Woche vor.
In "Keine Maschine" wird der Leistungsdruck der heutigen Zeit besungen. Perfektionismus und ständige Erreichbarkeit sind Faktoren der Arbeitswelt, die durchaus problematisch werden können. Wenn man keine Zeit mehr findet, sich zu entspannen, Zeit, das zu machen, was Spaß macht, Zeit, etwas für sich zu tun, dann kann sich das auch auf die Gesundheit auswirken. Nicht nur die physische Gesundheit sollte man achten, auch die mentale. Denn diese beiden Seiten leben in Wechselwirkung aufeinander. Geht es dem Körper schlecht, fühlt man sich mental nicht gut. Hat man über zu lange Zeit zu viel Stress und fühlt sich mental ausgelaugt, wird auch der Körper und das Immunsystem schneller angreifbar für Krankheiten.
Die Welt sehen, spannende Dinge erleben, das Leben selbst gestalten, all das bleibt oft nur ein Traum. Im Lied dieser Woche geht es um genau diesen Traum. Niemand kann ununterbrochen perfekt funktionieren, denn wir sind keine Maschinen, keine programmierten Roboter. Wir sind Menschen mit Fehlern, Wut und Euphorie. Wir leben von Luft, Liebe, Fantasie. Niemand ist perfekt und deswegen kann man von niemandem etwas perfektes erwarten, vor allem nicht am laufenden Band und 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche. Es tut uns gut, mal eine Zeit lang gar nichts zu tun, an nichts zu denken und einfach nur durchzuatmen. Nehmt ihr euch doch wenigstens die drei Minuten Auszeit und hört euch das Lied dieser Woche an.

Tim Bendzko - Keine Maschine