Freitag, 31. August 2018

American Idiot

Welche Instrumente fallen euch beim Stichwort Punkrock ein? E-Gitarre? Bass? Schlagzeug? Ukulele? Wahrscheinlich habt ihr allem zugestimmt bis auf Ukulele. Aber ich möchte euch zeigen, dass auch das möglich ist. EatmyUke heißt der YouTube Kanal eines Briten, der mit seiner Ukulele die Musikwelt erforscht und mit seiner Ukulele legendären Songs einen neuen Anstrich verpasst. Eins seiner neuesten Projekte: Ganze Alben von Bands und Interpreten in einem 5minütigen Video spielen, ein Medley erstellen mit allen Songs eines Albums. So hat er es bei Nirvana gemacht, bei Twenty One Pilots und auch bei der weltweit bekannten Punkrockband Green Day. Eins der, oder möglicherweise sogar das bekannteste Album der Band ist "American Idiot". Das 2004 erschienene, siebte Studioalbum der US-Amerikanischen Band aus Billie Joe Armsrong, Mike Dirnt und Frank Edwin Wright |||. (bekannt als Tré Cool) enthält 13 Titel und wird von der Band selbst als "Punkrock Oper" bezeichnet. Darin geht es um Jimmy, der sich zu Hause bei Mutter und Stiefvater in einer Vorstadt die Zeit mit Fernsehen und Drogen vertreibt und dann beschließt, in die Stadt zu ziehen und der Perspektivlosigkeit zu entfliehen.  Er kritisiert die Politik unter Präsident Bush und die Abhängigkeit des Volkes durch die Medien, die Gehirnwäsche betreiben. In der Stadt lebt er auf der Straße, entwickelt ein Alter Ego, wird abhängig von einem Schmerzmittel. Auch die große Liebe, die er auf der Straße trifft, hält nicht lange. Letztlich löst er sich wieder von seinem arroganten und aggressivem Alter Ego, schließt mit dem Liebeskummer ab und kehrt nach Hause zurück. Das gesamte Album dauert 58 Minuten, EatmyUke hat es auf 5 verkürzt, ohne dabei ein Lied auszulassen. Durch die Ukulele bekommt das Punkrock Album eine ganz andere, für das Genre sehr ungewöhnliche Note, aber schlecht klingt es meiner Meinung nach dennoch nicht. Es macht vielleicht noch mehr Lust darauf, in das echte Album rein zu hören, oder?

EatmyUke - American Idiot (Full album)

Freitag, 24. August 2018

Der Stolz eines Königs

Der Name des heutigen Blogeintrags klingt ein bisschen wie eine alte Sage. So ist der Liedtext auch gestaltet, aber zwischen den Zeilen wird über ein Thema gesungen, das bis heute sehr aktuell ist - leider. Die Lüneburgerin Elisa alias Miss Allie ist eine junge Singer-Songwriterin und Slam Poetin. Auf ihrer Webside sagt sie über sich selbst: "Ich sage, ich bin lieb aber ehrlich. Ehrlichkeit ist mir tatsächlich am wichtigsten. In meinen Songs verpacke ich meine Erfahrungen oft in einen Wattebausch aus Humor, doch manchmal lass ich auch die Hosen runter. Also im übertragenen Sinne." In ihrem Lied "Der Stolz eines Königs" singt sie über eine der tragischsten und schrecklichsten Dinge dieser Welt; Krieg. Ihr Lied erzählt die Geschichte eines Königs, der von seiner Frau betrogen wird, ausgerechnet mit seinem großen Konkurrenten. Im Liebeskummer und vor lauter Verletztheit beginnt er einen Krieg, um jeden Mann im Reich seines Feindes zu töten und ihn zu besiegen. Was übrig bleibt sind dann weinende Waisen und verzweifelte Witwen, die sich Fragen: Was hat das jetzt gebracht? Der König feiert seinen Sieg, doch muss später erkennen, dass er dennoch verloren hat. Mit diesem Lied wird eine Frage genau angesprochen und im Text sogar besungen: Hat der Krieg sich auch wirklich gelohnt? Was hat er gebracht? Kriege haben keinen Sinn, sie zerstören Natur, Länder und Völker und werden auf den Schultern der unschuldigen Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgetragen, die hinterher auch viele schreckliche Folgen ertragen müssen. Der Liedtext regt zum Nachdenken an und die junge Frau singt es sehr bewegend, finde ich. Ihre Texte finde ich sehr schön, sie sind lieb aber eindeutig und sprechen auch mal ernstere Themen an. Nun also viel Spaß beim Hören dieser kleinen, musikalischen Sage.

Miss Allie - Der Stolz eines Königs

Freitag, 17. August 2018

Respect

Diese Woche verlor die Musik eine weitere große Stimme, eine Powerfrau und ein großes Musikidol verloren. Die "First Lady of Soul" verstarb am 16. August in Detroit an Krebs. Uns hinterlässt sie die Erinnerung an ihr unfassbar großes musikalisches Talent und viele Hits, so wie "A natural woman", "Say a little prayer", "Bridge over troubled water" oder "Chain of fools". Das Australische Institut für Musik - kurz AIM - hat Schüler, Schülerinnen und Lehrer versammelt, um in einem kleinen Konzert die Geschichte afro-amerikanischer Musik zu feiern und zu ehren. Von der großartigen Amerikanerin, die den Soul von einem verpöhnten und als Provokation geltenden Genre zu einem Symbol der Hoffnung und Stärke jedes Menschen machte, suchten sie sich den Welthit "Respect" aus. Der Inhalt des Songs ist die Geschichte ihrer Aneignung. Aretha Franklin war schon immer sehr engagiert und setzte sich für Emanzipation ein und auch das Lied entstand aufgrund von der Arroganz eines Mannes. Beim Hausputz hörte sie im Radio ein Lied, in dem ein Macho von seinen Reichtümern singt und deswegen von allen Respekt und Liebe verlangt. Das gefiel ihr gar nicht und sie wollte aus dem Lied etwas anderes machen. Es entstand eine "Hymne an die Frauen", wie die zuletzt 74jährige selbst sagte. In ihrer Version geht es darum, dass eine verheiratete Frau Sozialhilfe bezieht, was damals in den USA undenkbar war. Die Sozialhilfe überlässt sie ihrem Mann und dafür verlangt sie von ihm Reespekt, wenn er nach Hause kommt. Sie schmeißt den Haushalt, kocht und verlangt dafür Anerkennung. "Respect" markierte ihren Aufstieg zum Weltstar. Sie selbst sagt, dass ihr Vater den größten Einfluss auf ihre Musik hatte, ihre Musik widerum war so weltbewegend, dass ihre Stimme sogar den ehemaligen US Presidenten zu Tränen rührte. Ein weiteres Zitat der Powerfrau lautet zum Lied: "Wir alle brauchen und wollen Respekt, Mann oder Frau, schwarz oder weiß. Das ist unser Grundrecht!" Respekt haben auch die SchülerInnen und LehrerInnen des Australischen Instituts für Musik verdient. Für so eine großartige Interpretation des Welthits der großen Soulikone. Die Sängerin hat eine beeindruckende Stimme und auch die Instrumentalisten spielen das Lied so, dass es klingt wie das Original.

AIM - Respect

Freitag, 10. August 2018

Indiana Jones & Scheherazade

Meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, Verwandte, Freunde und Fremde, hier ist er nun: Mein 200. Blogeintrag! Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass ich einmal so weit kommen würde. Musichearts besteht jetzt seit fast vier Jahren und hat mittlerweile Leser in Spanien, Schweiz, der Ukraine, Peru, Portugal, Österreich, den USA, Frankreich, Russland und Deutschland. Mein Blog wurde insgesamt 3.542mal aufgerufen, in den letzten vier Wochen allein 216mal. Zu den Top 5 der am meisten gelesenen Beiträge gehören: "Trichter drauf" von der Amateur - Punkband Garbage and Flowers, "Horst und Monika" von den Orsons, "Dafür sind Freunde da" von Peter Maffay und "Ich will nicht vergessen" von der Ostrockband Die Puhdys. Mit insgesamt 176 Aufrufen ist der Eintrag über "Beethoven's 5 secrets" von The piano guys mit großem Abstand Spitzenreiter. Erinnert ihr euch an den Eintrag? Dieses Lied war eine instrumentale Zusammenstellung aus dem klassischen Meisterwerk Beethoven's 5. Symphonie und dem großen Hit "Secrets" von One Republic. Mitte Februar 2016 habe ich den veröffentlicht.
Aber lasst uns noch ein wenig zurück in die Vergangenheit gehen. Wie hat das alles angefangen? Mein aller erster Blogeintrag, vom 17. Oktober 2014, war ein kurzer Text, in dem ich mich knapp vorgestellt habe und meine Idee zu diesem Blog erläuterte. "Ich werde meine eigenen Gedanken über die Musik hier reinschreiben. Musik, die etwas bewegt, Musik, die die ich mit Erlebnissen oder Ereignissen verbinde oder schlicht und einfach Musik, die zu Herzen geht." schrieb ich mit damals 17 Jahren. Die ersten Einträge über Songs waren zunächst aber noch anders als sie heute sind. Die Einträge hatten schon Namen von Liedern, aber es ging nicht um die Lieder selbst, sondern um die Gedanken, die das Lied in mir auslöst. Welches Lied genau ich im Kopf hatte, habe ich in den ersten Einträgen nie erwähnt. Im 4. Eintrag habe ich mal Lieder erwähnt, die mich durch mein Leben begleitet haben, im siebten ging es dann das erste Mal um ein Album. ab da ging es dann immer mehr dazu, wirklich über die Lieder direkt zu schreiben; wie sie gestaltet sind, was sie in mir auslösen und was ich mit ihnen verbinde. Der erste Link zum Anhören des Liedes, über das ich erzählte, kam dann im 19. Eintrag - über Garbage und Flowers. Es ist eine wirklich interessante Entwicklung, die mein Blog bisher durchlebt hat. Und wer weiß, was noch so kommt.

Ich habe lange und viel überlegt, wie ich den 200. Eintrag gestalte.  Stelle ich das erste Lied, das ich je hier vorgestellt habe nochmal vor? Suche ich mir meinen Lieblingseintrag raus? Nehme ich den am meisten aufgerufenen Song nochmal? Suche ich eine neue Version von dem Lied oder ein weiteres Lied von der Gruppe? Ich habe mich für letzteres entschieden und mich auf die Suche nach einem weiteren Remix gemacht. Gefunden habe ich eine wundervolle Version der bekannten Filmmelodie von Indiana Jones, gepaart mit einer traumhaften Suite von dem russischen Komponisten Rimsky-Korsakow, genannt Scheherazade. In der Videobeschreibung beschreiben The piano guys oft, wie es zu dieser Gestaltung und Vermischung beider Lieder kam. Grundidee war diesmal die kleine Weltreise der Männer, die unbedingt alle 7 Weltwunder besuchen wollten. Als sie in Jordan "Petra" besuchten, waren sie inspiriert. Und welches Lied passt besser zu diesem Weltwunder aus Stein und Felsen als die berühmte Melodie aus Indiana Jones? Das Weltwunder kommt in diesem Film sogar vor und ist Kulisse! Aber den beiden hochtalentierten Musikern fehlte noch die richtige, Arabische Spur in der Musik. Da fiel ihnen der russische Komponist Rimsky-Korsakov ein, der eine Suite, basierend auf einer Sammlung von Sagen und Mysterien aus dem Mittleren Osten, schrieb. Diese heißt "Scheherazade" und hat Melodien in sich, die die Musiker so in den bekannten Titel einbanden, dass man als Unwissender fast meinen könnte, es gehöre da rein. Die Videoaufnahmen aus Jordan, selbstverständlich vom Weltwunder Petra, geben dem Auge die passende Begleitung zur großartigen Musik, allein durch Piano und Violoncello. Wie sagte ich in meinem allerersten Eintrag schon? "Mit Musik ist alles möglich."

The piano guys - Indiana Jones & Scheherazade

Freitag, 3. August 2018

A Million Dreams

Die berühmte Eleanor Rosevelt hat einmal gesagt: "Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben." Ich finde, sie hat Recht. Jeder von uns braucht einen Traum. Egal, ob wir jung older alt sind, groß oder klein, arm oder reich. Träumereien werden so oft eher den kleineren Kindern und jungen Leuten zugeordnet. Aber dürfen Erwachsene nicht träumen? Haben Erwachsene keine Träume? Ich würde beide Fragen stark verneinen. Träume sind Ziele, die man erreichen will. Träume sind das, was uns motiviert, vorantreibt und uns wieder an uns glauben lässt. In unseren Träumen glauben wir an uns. Nur warum glauben manche nicht mehr an ihre Träume? Auch, wenn sie noch so absurd und verrückt klingen. Über Träume handelt auch das Lied dieser Woche. Es stammt aus dem aktuell sehr geliebten Kinofilm "The greatest showman" und wird gesungen von einem amerikanischen Kinderchor, der schon mit vielen berührenden Performances die Herzen weltweit bewegt hat. "A Million Dreams" handelt davon, dass man viele Träume hat, die einen des nachts im Bett wach halten und so viele Visionen und Ziele hat, die man erreichen will. Viele sagen, es klingt völlig verrückt, und vielleicht klappt es nicht auf Anhieb perfekt und wird nicht haargenau so, wie man es sich erträumt hat. Aber wenn man versucht, den Traum zu verwirklichen, und ihm möglichst nahe kommt, ist es dennoch das schönste und zufriedenstellendste, was es gibt. Wenn viele davon abgeraten haben, weil es absurd und unmöglich klingt und man es dennoch geschafft hat, weil man dafür gekämpft und hart gearbeitet hat. So etwas ähnliches verfolgt der Vision Children's Choir aus Utah, in den USA mit den Auftritten und ihren Videos auch.  Sie haben zum Beispiel geholfen, 10.000 Dollar für eine Organisation zu sammeln, die bedürftige Kinder unterstützt, deren Eltern im Gefängnis sitzen. Denn nur weil ihre Eltern kriminell sind, heißt das nicht, dass die unschuldigen Kinder kein gutes Leben haben sollen. "Die Welt zu einem noch schöneren Ort machen - Lied für Lied." ist der Slogan, den man groß auf der Website lesen kann. Und die berührende Version des Songs über die Träume passt doch auch dazu. Jeder hat einen Traum und jeder hat die Chance verdient, ihn bestmöglichst zu verwirklichen und in einer Welt zu leben, die er haben will - friedlich, liebevoll und tolerant.

Vision Children's Choir - A Million Dreams

Freitag, 27. Juli 2018

A thousand years

Diese Woche wird es instrumental. Kiral Artists heißt der YouTube Kanal, aber wer denkt, dass das Streichquartett so heißt, hat sich getäuscht. Kiral Artists ist eine Agentur, die Musiker und Musikgruppen managed und produziert. Im Video sieht man ein Streicherquartett, dass die berühmte Ballade "A Thousand Years" von Christina Perri. Die vier jungen Erwachsenen in weiß nennen sich New York Virtuosi String Quartett und sie spielen das Lied mit ihren Streichinstrumenten mehrstimmig und ganz ohne sonstiges Playback im Hintergrund. Ausdrucksstark und gefühlvoll kommt das Lied auch so schön herüber wie das Original. Man vermisst keinen Gesang, sondern man genießt es so in vollen Zügen, kann dazu träumen, summen oder singen. 2 Violinen, gespielt von Filip Pogady und Hillary Castle, teilen manchmal die Melodie untereinander auf, während Peter Kiral mit der Viola und Nelly Rocha mit ihrem Violoncello den vollen Klang perfekt machen. Gänsehaut ist durchaus möglich, finde ich. Wenn ihr etwas entspannen wollt, klickt auf den Link, lehnt euch zurück und genießt dieses Streichquartett mit dem Liebeslied der 31jährigen aus Philadelphia, USA. Vielleicht habt ihr sogar jemanden, an den ihr liebevoll denken könnt.

New York Virtuosi String Quartet - A Thousand Years

Sonntag, 22. Juli 2018

Valdresguten

Diejenigen unter euch, die die Überschrift nicht verstehen, möchte ich sofort mal beruhigen. Es ist weder deutsch noch englisch, sondern norwegisch. Es handelt sich bei dem Lied dieser Woche "Valdresguten" um einen sogenannten Halling Dance. Das ist ein traditioneller Folkstanz, den man vorwiegend in Norwegen, in manchen Gegenden auch in Schweden tanzt. Vor allem wird er von jungen Männern bei Hochzeiten aufgeführt. Gespielt wird das Lied von einer jungen Frau, die als aufgehendes Sternchen am norwegischen Instrumentalistenhimmel gilt. Mit 14 Jahren debütierte Ragnhild Hemsing mit dem Mendelssohn Violinkonzert beim Bergen Philharmonic und bei Trondheim Symphonieorchester. Im Video spielt sie das norwegische Nationalinstrument: Die Hardangerfiedel. Aus Ahorn- und Fichtenholz gebaue Instrument sieht auf dem ersten Blick aus wie eine Geige. Aber sie hat 9 Saiten statt 4. Auf den oberen Saiten aus Katzendarm wird die Melodie gegriffen und die unteren Resonanzsaiten aus Stahl schwingen mit und ergeben die Grundharmonien. Die Saiten sind immer unterschiedlich gestimmt, weswegen das Instrument nur selten in Orchestern auftritt. Und wenn, dann nur als Soloinstrument. Wie man das Instrument baut, wissen nur sehr wenige und es wird kaum darüber gesprochen. Die nach der norwegischen Provinz benannte Kastenhalslaute ist vorzüglich in der südlichen und südwestlichen Regionen Norwegens beliebt. Oberhalb von Trondheim kaum. Für uns Mitteleuropäer klingt es vielleicht etwas merkwürdig und seltsam, aber ich finde den Klang trotzdem schön. Das Lied klingt leicht, fröhlich und beschwingt - passend zu einer Hochzeit oder einer anderen Party.

Ragnhild Hemsing, Hardangerfidel - Valdresguten

Freitag, 13. Juli 2018

Sailing

"I am sailing, I am sailing home again, across the sea." - Na? An wen denkt ihr bei dieser Textzeile? Ich vermute, dass die meisten unter euch an Rod Stewart denken, der dieses Lied berühmt gemacht hat. Aber wusstet ihr, dass der Song gar nicht original von ihm ist? Der britische Rock- und Popsänger hat das Lied gecovert, denn im Original stammt das gefühlvolle Lied über das Reisen mit einem Schiff oder Boot von den Sutherland Brothers. Das schottische Folk-Rock-Duo war bis 1979 musikalisch aktiv und hat im Jahr 1973 "Sailing" veröffentlicht. Im Vergleich zu der berühmten Version von Rod Steward ist das Originallied, meiner Meinung nach, etwas kräftiger, bassvoller. Der Grundton der Harmonie wird durchgehend gespielt und auch das Schlagzeug erscheint mir im Original von Anfang an kraftvoller als im Cover vom heute 73jährigen Stewart. Wenn man die musikalische Gestaltung nun etwas metaphorisch interpretieren mag, könnte man sagen, der etwas dunklere, düsterere Klang des Originals bestärkt die Gefahren und die Ungewissheit, wann man wieder zu Hause ankommen wird. Rod Stewart's Version klingt für mich persönlich etwas ruhiger, zumindest am Anfang des Liedes, und auch nicht ganz so düster wie das Original. Das könnte die Freiheit, auf dem Meer zu reisen, unterstreicht. Ob meine persönlichen Interpretationen plausibel sind oder welche der beiden Versionen die bessere ist? Hört rein und entscheidet selbst!


Sutherland Brothers - Sailing

 Rod Stewart - Sailing

Freitag, 6. Juli 2018

Grüner wird's nicht

Na? Woran müsst ihr bei der Überschrift denken? Manche von euch assoziieren den Spruch wohlmöglich, so wie ich, mit dem Verkehr auf den Straßen: Man steht in einer Schlange vor einer roten Ampel, die dann endlich auf grün umspringt - Und? Das erste Auto bewegt sich nicht vom Fleck. Diese Situation ist besonders nervig, wenn man es gerade eilig hat. Man würde dem Vordersten am liebsten zurufen: Fahr endlich los!! Und eben diese Aussage fasst auch den Inhalt des Liedtextes zusammen. Allerdings nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf uns und unsere Lebenswege bezogen. Die deutsche Schauspielerin, Poetry-Slammerin, Dichterin und Sängerin hat ein Motivationslied für alle diejenigen geschrieben, die ihren Lebensweg gehen wollen, einen Plan und ein klares Ziel vor Augen haben, aber sich nicht trauen, den entscheidenden nächsten Schritt in Richtung Ziel zu gehen. Aber warum warten die? Worauf warten die? Darauf, dass andere den Schritt gehen für uns? Das wird nie jemand tun. Auf einen Startschuss? Den wird es wohl nicht geben. Man sollte nicht erwarten, dass das Glück von alleine vorbeikommt und sich anbietet. Manchmal muss man selbst einen Weg gehen. Julia Engelmann ermutigt in "Grüner wird's nicht" dazu, das zu tun, was man fühlt, sich nicht tausende und abertausende Gedanken über jedes Detail zu machen. Und ich finde, sie hat Recht. Natürlich sollte man nicht leichtsinnig irgendwelche unüberlegten Dinge machen, aber wenn man sich zu sehr den Kopf über Dinge macht und jedes mögliche Detail durchdenkt, was passieren könnte, bringt uns das erst Recht nicht voran. "Du bleibst halt stehen, wenn du nicht gehst." singt die 26jährige. Jede Kleinigkeit exakt planen macht sowieso keinen Sinn, denn irgendwas kommt immer anders als man es plant. Aber wenn man ein Ziel hat und dafür aus vollem Herzen brennt, sollte man den Weg gehen. Ob es letztlich richtig ist oder nicht, kann niemand voraussagen. Aber wie heißt ein altes Sprichwort? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Julia Engelmann - Grüner wird's nicht

Freitag, 29. Juni 2018

Move in the right direction

2012 veröffentlicht, Platz 11 in den deutschen Charts, mehrere Remix-versionen und 3 Minuten und 19 Sekunden lang - das sind die Fakten, die ich euch über den Song dieser Woche sagen kann. Die Indie Rockband Gossip gründete sich 1999 in Olympia, Washington und hat seitdem 5 Studio Alben und 11 Singles veröffentlicht. "Move in the right direction" war sowohl auf einem Album zu hören, als auch auf der gleichnamigen Single. In dem Lied geht es darum, dass man seinen Weg mit Zuversicht geht. Man tritt seinen Ängsten gegenüber und geht weiter gerade aus, statt ständig in der Vergangenheit zu leben und alten Dingen nachzutrauern. Procastination bringt nichts, man muss vorangehen, denn sonst zieht das Leben an uns vorbei. Mit Zuversicht und Optimismus nach vorne zu sehen, gibt einem doch auch ein besseres Gefühl, als wenn man nur Angst hat vor dem, was da eventuell kommen mag. Die Rockmusik ist so energiegeladen, man kann da doch nur gute Laune und Optimismus in sich haben, oder? Diesen Optimismus und die Kraft strahlt die Frontsängerin Beth Ditto auch aus; in den Musikvideos, auf der Bühne und auch sonst. Die offen lesbische Amerikanerin ist nun, nach der Trennung der Band solo unterwegs und auch so erfolgreich. Aber ihre Hits wie "Heavy Cross" oder auch das Lied dieser Woche werden ihr immer zugeschrieben bleiben. Denn ihre unfassbare Power haben wahrlich nicht viele Musikerinnen und Sängerinnen.

Beth Ditto, Gossip - Move in the right direction

Freitag, 22. Juni 2018

Can't do better

In dieser Woche des LGBTQ+ Themen-Monats geht es um das, eziehungsweise um eins der Ts der Abkürzung. Es passt sogar gut zu dieser Woche, da Transsexualität glücklicherweise in der ICD 11 - einer weltweitanerkannten, von der WHO herausgegebenen Internationalen Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblemen - nicht mehr als psychische Krankheit einordnet. Die als Tim Petras geborene Kölnerin begann schon sehr früh damit, ihre Geschlechtidentität als Mädchen/Frau auszuleben. Mit 12 Jahren begann die Hormontherapie, mit 16 wurde sie operiert. Und heute? Macht sie als Kim Petras weltweit Karriere mit ihrer Musik. Modern, flippig, aus der Menge herausstechend; So wie die Sängerin selbst ist, ist auch ihre Musik. Das Video dieser Woche ist seit dem 19. Juni online. Im Lied geht es um die Ansage einer Person mit gebrochenem Herzen. Ob nach einer Trennung oder durch unerwiderte Gefühle ist nicht ganz deutlich im Text zu erkennen. Jedoch fasst sie neuen Mut, schaltet ihre Schüchternheit und ihre Unsicherheiten aus und macht der anderen Person klar: Hey, was Besseres als mich findest du nicht! Das mag zunächst ziemlich arrogant und narzistisch klingen, aber in gewisser Weise ist diese Ansicht ganz gut, um weiter seinen Weg zu gehen. Aufgeben scheint jedenfalls keine Option zu sein. "Ich kann dich nicht gehen lassen." heißt es mehrfach im Liedtext. Also eventuell auch eine Kampfansage aus Liebe? So stark und kraftvoll der Liedtext scheint, so impulsiv und stark klingt die Musik. Die Strophen sind je etwas ruhiger und sanfter, klingen meiner Meinung nach aber dennoch nicht nach Nachgiebigkeit geschweige denn Rückzug. Der Refrain kommt dann ziemlich bombastisch und energiegeladen daher. Mit dem passend kraftvollen Ausruf: Du kannst nichts besseres finden!

Kim Petras - Can't do better

Freitag, 15. Juni 2018

Junimond

Und weiter geht's in meiner orstellung von bekannten Sängerinnen und Sängern, die sich offen dazu bekannt haben, dass sie nicht heterosexuell sind. Heute geht es um den selbsternannten "König von Deutschland". Ralph Christian Möbius begann seine musikalische Karriere mit der Band Ton Steine Scherben, danach ging er als Solokünstler seinen Weg. Neben dem stimmungshaften, scherzhaft gemeinten Wahlkampf-Song ist einer seiner größten Hits "Junimond". Der 1996 im Alter von 46 Jahren gestorbene, unter dem Künstlernamen Rio Reiser bekannte Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler bekannte sich 1970 erstmals öffentlich zu seiner Homosexualität. Zu einem Abbruch seiner Beliebtheit führte das allerdings nie wirklich. Auch in seiner Solokarriere machte er seine Fans weiter mit seiner  Musik glücklich. Das Lied dieser Woche wurde zwar in der Zeit von Ton Steine Scherben geschrieben, aber veröffentlicht wurde es dann doch erst nach der Auflösung der Band, zu Beginn seiner Solokarriere. Es erschien auf dem Album Rio | und dann auch als Single, landete damals aber keinen Platz in den Charts. Trotzdem scheint es bei den Hörern Erfolg zu haben. Der Herzschmerz-Song über den Liebeskummer nach einer Trennung wurde bis heute schon mehrfach von einigen Musikern gecovert, was wohl nur noch einmal unterstreicht, wie schön das Lied bei Musikern und Musikfans ankommt. Am bekanntesten ist wahrscheinlich das Cover von der Band Echt. Im Text wird davon gesungen, dass der Schmerz nach einer Trennung nicht mehr da ist. Allerdings hat das Lied und die Musik noch immer eine recht melancholische und trübselige Atmosphäre. Meiner Meinung nach klingt es nicht ganz so, als würde der Sänger optimistisch in die Zukunft sehen und vorangehen kann. Gefühle zeigt der schwule Rocker mit diesem Song auf jeden Fall. Und den einfachen Text im Refrain kann man sich schnell einprägen, um ihn mitsingen zu können.

Rio Reiser - Junimond

Freitag, 8. Juni 2018

The climb

Über die Sängerin dieser Woche muss ich, glaube ich, nur ein paar Stichworte sagen bis man sie erkennt. Die Amerikanerin ist berühmt geworden durch die Serie Hanna Montana, und sämtliches Merchandise, das darauf folgte - CDs, DVDs und vieles mehr. 2013 gab es dann großes Theater um sie, weil sie sich stark verändert hatte: statt langer, lockiger brauner Wallemähne hatte sie blonde, kurze Haare, statt den süßen und braven Mädchenklamotten trug sie nun ziemlich knappe Bekleidung, die viel Haut zeigte. Und so schwang sie sich in einem Musikvideo durch das Bild, auf einer Abrissbirne, zu ihrem damals neuem Hit "Wrecking Ball". Manche fanden es cool und sehr stark  und emanzipiert von ihr, andere fanden es sexistisch, waren entsetzt oder enttäuscht und wollten ihre gute alte Miley Cyrus zurück. Mittlerweile hat die 25jährige, so finde ich, ein akzeptables Mittelmaß gefunden. Ihre neueren Lieder finde ich persönlich besser als die aus den früheren 2010er Jahren. Und ja, die bekannte Schauspielerin und Sängerin gehört auch in die LGBTQ+ Community. Sie hat sich in einem Interview mit einer US-amerikanischen Zeitschrift nämlich als pansexuell geoutet. Pansexuell bedeutet, dass man sich nicht nur zu einem oder zwei Geschlechtern - männlich und/oder weiblich - hingezogen fühlt, sondern zu allen Geschlechtern. Der Fokus liegt also nicht auf dem Geschlecht der anderen Person. Zurück zur Musik. Ein ziemlicher Klassiker von der jungen Frau aus Tennessee ist "The climb". Es handelt von den Hoch- und Tiefphasen des Lebens, dass man immer wieder neuen Hindernissen und Problemen begegnet und immer wieder weitere Hürden überwinden muss. Man zweifelt an sich selbst, redet sich klein, macht sich schwächer als man ist, weil man glaubt, man kann es eh nie schaffen. Aber den Mut darf man nicht aufgeben. Denn am Ende, wenn man alle Steine aus dem Weg geräumt und den Berg des Lebens erklommen hat, kann man stolz auf sich sein und auf den langen und harten Weg hinter sich zurückblicken. Und man wird doch feststellen, dass es den beschwerlichen Weg bergauf wert war. Denn jetzt ist man glücklich am Ziel angekommen. Der Weg ist eben das Ziel. Und oben auf dem Berg kann man dann die wundervolle Aussicht genießen; auf Vergangenes und Zukunft.

Miley Cyrus - The climb

Freitag, 1. Juni 2018

The show must go on

Heute ist der erste Tag im Juni und damit nicht nur Kindertag, sondern auch der Beginn des Pride month - auf deutsch des Monats des Stolzes. Im Juni kämpfen die Anhänger der LGBTQIA+ Community (in der alle nicht-heterosexuellen Menschen zusammengefasst werden) um eine bessere Representation in der Gesellschaft, um Gleichberechtigung und um die Aufmerksamkeit, die sie bisher leider nicht bekommen. Daher kam ich auf die Idee, die nächsten vier Einträge den Künstlern zu widmen, die auch dieser Gruppe der LGBTQIA+ Community angehören. Den Anfang macht dabei ein bereits verstorbener Megastar. Seinen Namen auf deutsch zu übersetzen, brächte verschiedene Möglichkeiten. Frederick Quecksilber, Frederick Merkur - entweder nach dem Planeten oder dem Gott benannt. Kennen, und lieben, tun ihn alle unter seinem Künstlernamen Freddy Mercury.Der Frontsänger der erfolgreichen Band Queen bekannte sich in den 70er Jahren öffentlich zu seiner Bisexualität und war zudem der erste Künstler, der sich offen als AIDS Kranker zu erkennen gab. Er entschuldigte sich für das lange Geheimhalten der unheilbaren Krankheit und starb nur wenig später an einer Lungenentzündung. Was bleibt, sind Erinnerungen an seine bombastischen Bühnenshows, seine schrillen Outfits, sein exessives Leben mit Alkohol und Drogen; und nicht zuletzt die Vielzahl seiner großen Hits. "We are the champions", "Bohemian Rapsodie", "Who wants to live forever", "I want to break free", "Radio Gaga", "Don't stop me now" sind Titel, die Milliarden von Menschen weltweit bis heute lieben und hören. Zu den absoluten Welthits der britischen Rockband ist "The show must go on". Der Text befasst sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Die Lektionen, die wir lernen, die Prozesse, die wir durchleben, um uns zu verbessern und herauszufinden, wofür wir auf der Erde sind. Weiterhin geht es auch darum, dass man um seine Ziele kämpft, sich seine Träume bewahrt und nicht so schnell unterbuttern lässt. So heißt es im Text: "Ich nehme es mit einem Grinsen. Ich gebe niemals auf. Die Show muss weitergehen!"

Queen - The show must go on

Freitag, 25. Mai 2018

Halo

Man kennt ihre Stimme aus dem Radio und aus mehreren großen Charthits. Mittlerweile hat sie allein in Deutschland 1.600.000 verkaufte CDs, 2 goldene und 3 Platinschallplatten gewonnen. Berühmt ist sie auf der ganzen Welt und das mit gerade mal 17 Jahren! Entdeckt wurde die junge Britin auf YouTube, wo sie ihre Coverversionen von berühmten Songs veröffentlichte.  Eins dieser Coversongs der musikalisch talentierten Jasmine Thompson möchte ich euch diese Woche vorstellen. 2010, im Alter von 10 Jahren, gründete sie ihren YouTube Kanal, 2013 kam ihre erste CD heraus und kurz darauf landete sie schon in den britischen Charts. Das Video dieser Woche stammt aus dem jahr 2014. Da war das Mädel 14 Jahre alt - und ihre Stimme? Ist immer schon unverwechselbar. Auch dem Cover von "Halo", im Original von Beyoncé gesungen, verleiht sie etwas ganz persönliches und einzigartiges. Sie begleitet sich selbst auf der Gitarre und ihre Stimme singt engelsgleich zart und gefühlvoll, finde ich.  Apropos engelsgleich: Halo ist englisch und bedeutet Heiligenschein. Im Text geht es nämlich darum, dass man in seinem Leben jemanden gefunden hat, der uns Lebensfreude und -kraft zurückgibt, uns inspiriert und motiviert. Und obwohl man schon metaphorische Mauern um sich errichtet hat, um sich einzusperren und in einer dunklen Ecke zu verkriechen, schafft es diese Person scheinbar mühelos, unser Leben wieder mit Licht und Liebe zu füllen. Solche Menschen sind wahre Engel auf Erden und sie bedeuten uns unsagbar viel, wenn wir sie einmal gefunden haben. Dementsprechend liebevoll ist die Stimme des jungen Teenie Mädchens, wenn sie es singt. Ihre Stimme ist sanft und passt somit, meiner Ansicht nach, gut zu dem Song. Fällt euch eine Person ein, die euch in sehr dunklen Zeiten wieder Lebensmut geschenkt hat?

Jasmine Thompson - Halo

Freitag, 18. Mai 2018

Fall in line

Das Lied, das ich euch diese Woche vorstelle, ist brandneu. Das Video ist gerade mal seit 2 Tagen online und das Album, auf dem das Lied zu hören ist, kommt erst demnächst heraus. Warum ich es euch jetzt schon präsentiere? Grund 1: Die musikalische Gestaltung des Liedes ist bombastisch. Grund 2: Die Nachricht des Textes ist kraftvoll und wichtig. Zwei große Musikidole haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Lied für die Gleichberechtigung. Christina Aguilera und Demi Lovato singen davon, dass jede Frau das Recht hat, sich Ihre Meinung zu bilden und diese frei zu äußern, ihre Stärke zu zeigen und auszuleben und ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu leben. Denn leider gibt es auf der Welt immer noch Kulturen oder Familien, in denen die Frauen von den Männern kleingehalten und bevormundet werden. Meiner Meinung nach wurde sogar eine Anspielung darauf ins Lied eingebaut. Es gibt nämlich 2 Stellen, an denen eine Männerstimme einen Marschrhythmus zählt und Befehle gibt. Aber jeder Mensch hat das Recht auf sein eigenes Leben und auf seine eigene Meinung, seine eigene Stärke. Somit ist "Fall in line" eine kraftvolle Hymne für alle Frauen dieser Welt. Wir wurden nicht gemacht, um zu fliehen, uns allen anzupassen und erst Recht nicht, um uns von anderen unterdrücken oder missbrauchen zu lassen. Die Powerstimmen der zwei Frauen unterstreicht diese Nachricht nochmal und man könnte sogar meinen, dass der energiegeladene Refrain, insbesondere der letzte, so eine Art Befreiungsschlag darstellt. Wir sind niemandem dazu verpflichtet, ihm unseren Körper oder unsere Seele zu geben. Nur aufgrund unseres Geschlechts oder Aussehens schulden wir niemandem etwas. Vielleicht ändern sich die Kulturen nicht mehr, vielleicht ändern sich bestimmte Männer nicht mehr, aber jede Frau hat immer dieses Feuer in ihrem Blut und eine einzigartige Kraft in ihrer Seele. Und diese Kraft, diese Leidenschaft und dieser Wille zur Selbstbetimmtheit verdient es, ausgelebt werden zu dürfen.

Christina Aguilera, Demi Lovato - Fall in line

Freitag, 11. Mai 2018

Refrain

Lust auf eine kleine Zeitreise? Dann begleitet mich auf meiner Kurzreise zum 24. März 1956, in eine schweizer Stadt namens Lugano. Da war die Geburtsstunde des großen Musikwettbewerbs, der damals noch Grand Prix d'Eurovision de la chanson hieß. Heute kennen ihn, besonders die jungen Leute, unter dem Namen Eurovision Song Contest. Wisst ihr eigentlich, wer der allererste Sieger des Wettbewerbs war? Lys Assia, eine Schweizerin sang sich mit ihrem Lied "Refrain" in die Herzen vieler internationaler Musikfans. Rosa Mina Schärer, wie die damals 32jährige mit bürgerlichem Namen heißt, hatte aber schon vorher große, internationale Erfolge. Doch zurück zum Grand Prix. Zur heutigen Gestaltung und Aufmachung des Wettbewerbs sieht man etliche Unterschiede. Statt einer riesigen Bühne gab es nur eine kleine, bescheidene, mit Blumen geschmückte Bühne. Ein Orchester spielte die Musik zu den Liedern live. Die Performance der Interpreten war damals deutlich reduzierter. So steht die Sängerin bei der Presentation ihres Liedes in einem unauffälligen Kleid am Mikro und singt - das war's. Hintergrundtänzer, Pyrotechnik, Computeranimationen? Fehlanzeige! Es ist alles sehr brav und schüchtern zurückhaltend. Als Siegerin bekam sie nicht mal einen Pokal oder Glitterregen. Ihr wurden lediglich Blumen überreicht. Den Pokal erhielt sie erst viele viele Jahre später; 2002. Nur eins ist gleich geblieben: Der Siegersong wird am Ende der Veranstaltung nochmal gesungen. Und auch, wenn die Gesamtgestaltung recht trocken und unspektakulär ist, hat das Lied seinen Charme, der ans Herz geht, finde ich. Es hat den typischen Musikstil der Chansons aus den 0er Jahren. Der französische Liedtext des Liebesliedes gibt dem ganzen Stück irgenwie noch eine Eleganz. Dieses Jahr im März 2018 verstarb die Sängerin in ihrem Heimatland Schweiz, aber ihren Sieg kann ihr niemand nehmen. Und nun bin ich gespannt, wer am morgigen Abend das Rennen machen wird.

Lys Assia - Refrain

Freitag, 4. Mai 2018

Everybody gets a kitten

Der Anfang dieses Monats zeigt sich doch wettertechnisch in einem wunderbar frühlingshaften und schönen Kleid. Zum Träumen schön. Jetzt ist die Sonne untergegangen, aber wir können gerne noch etwas weiter träumen. Warum nicht zum Lied, das ich euch diese Woche vorstelle? Im Text geht es um Fantasien über die Zukunft. Wie wird die Menschheit in 50-100 Jahren leben? Wie sieht dann unser tägliches Leben aus? Zu diesen Fragen hat sich Jeremy Messersmith mal ein paar Gedanken gemacht und seine Fantasien dazu in einen Liedtext verwandelt. Er stellt sich vor, dass jeder Tag ein Samstag ist, dass es keinen Hunger und keinen Krieg mehr auf der Welt gibt, dass wir mit fliegenden Autos oder Düsenantriebrucksäcken unterwegs sind, und und und. Das Beste von allem ist aber: Jeder bekommt ein Kätzchen! Jeden Tag ein neues, man kann dem Tier einen Namen geben und es aufziehen, oder es verschenken und jemandem, den man sehr gern hat, damit eine Freude machen. Diese Fantasie ist für Katzenfans, wie mich, sehr sehr süß. Katzen sind beliebt, im Internet boomen Katzenvideos immer wieder, das Kuscheln mit einer Katze fördert die Gesundheit und selbst das Gucken eines süßen Katzenvideos kann vor einer großen Prüfung Stress und Nervosität etwas reduzieren. Die kleinen süßen Vierbeiner sind einfach so wundervoll liebenswert. Das Lied dieser Woche, "Everybody gets a kitten" aber auch. Der Indie Pop Musiker aus South Carolina begleitet seine sanfte und weiche Stimme nur mit seiner Ukulele. Deswegen lädt das Lied, meiner Meinung nach, auch so zum Tagträumen ein. Durch die reduzierte instrumentale Gestaltung und die angenehme Stimme des Interpreten bekommt das ganze Lied Gefühl und Leichtigkeit. Zum Träumen schön.

Jeremy Messersmith - Everybody gets a kitten

Freitag, 27. April 2018

Polaroid

Die Anzahl der Menschen, die uns im Laufe unseres Lebens begegnen und mit denen wir zu tun haben, kann wohl niemand ganz genau sagen. Da müsste man schon ständig ein Tagebuch führen und eine Strichliste machen. Es gibt Menschen, denen wir begegnen, die aber nach einer gewissen Zeit aus unseren Erinnerungen verschwunden sind. Weil sie keine große Relevanz für uns hatten, weil sie nur für sehr kurze und begrenzte Zeit mit uns in Kontakt waren, weil man im Streit auseinanderging und den anderen eventuell verdrängt und aus seinen Gedanken absichtlich gelöscht hat. Manche Menschen aber sind das komplette Gegenteil davon. Mit diesen Menschen wird jeder noch so kleine, kurze und eigentlich unbedeutende Moment zu einer wunderbaren Erinnerung. Wir genießen die Zeit, die wir mit diesen Menschen verbringen und freuen uns jedes einzelne Mal auf ein Wiedersehen. Am liebsten würde man jeden einzelnen Augenblick mit diesen Personen festhalten, weil sie für uns immer wunderschön sind und wir sie genießen. An genau so eine Person wendet sich das Lied dieser Woche. Der Popsänger Sasha, mit bürgerlichem Namen Sascha Schmitz, veröffentlichte vor kurzem sein neues Album "Schlüsselkind" herausgebracht. Mit deutschen Liedern zeigt der 46jährige nochmal eine andere Seite von sich. Ein Lied im Album heißt "Polaroid" und handelt von genau einer solchen Beziehung, wie ich sie oben beschrieb. Es wendet sich an eine Person, mit der jedes Mal die Zeit stehen zu bleiben scheint und mit der man keine einzige Erinnerung vergessen will. Dementsprechend fröhlich klingt auch die Musik des Liedes. Der aus Soest in Nordrhein-Westphalen stammende Sänger hat mit diesem Lied eine schöne Ode an diese besonderen Menschen in unserem Leben geschaffen. Es klingt positiv, liebevoll und ist gleichzeitig nicht zu beschwingt - was dem Ganzen meiner Meinung nach noch mehr Herzlichkeit verlangt. Habt ihr eine Person in eurem Leben, mit der jeder noch so beliebige und unbedeutende Augenblick zu etwas Besonderem wird? Einen Freund, einen Verwandten, Mitschüler oder Kollegen? Dann hört euch dieses Lied an und schickt es gerne an die jeweilige Person weiter!

Sasha - Polaroid

Freitag, 20. April 2018

Come on board

42 Jahre alt, in St. Louis geboren, seit 1999 in auch in Europa als Musicaldarsteller tätig, mit seiner herausragenden Tenorstimme - diese Fakten liest man im Internet über den heutigen Künstler. Er spielte schon in großen Musicals wie "Der Glöckner von Notre Dame", "Tanz der Vampire", "Hair" oder auch "Rocky" mit und hat sich so international in das Herz vieler Musicalfans gesungen. Drew Sarich ist aber auch als Sänger unterwegs, solo oder mit Kollegen. Das Lied dieser Woche, "Come on board",  ist eine gesungene Einladung zur Seefahrt ins Nirgendwo. Eine Einladung für jemanden, der sich einsam fühlt und Abenteuer erleben will. Alle, die ihn sonst so herzlich empfangen und lieb behandelt haben, ließen ihn im Stich und er kann den Geschmack der Luft, die er atmet, nicht mehr ertragen. "Wenn du Helden suchst, komm mit mir mit" heißt es in einer Zeile.. Ob man diese Fahrt ins Nirgendwo Und die musik dazu klingt ebenso spannend, vielversprechend und abenteuerreich. Im Video spielt er nur Gitarre, aber dennoch klingt es schon sehr stark und ausdrucksvoll, finde ich. Das Original auf der CD "Silent Symphony" klingt noch etwas explosiver, aber auch dies Version gefällt mir persönlich sehr gut. Und auch, wenn man den Amerikaner noch nicht in einem Musical auf der Bühne gesehen hat, wird doch deutlich, dass er musikalisch sehr talentiert ist.

Drew Sarich - Come on board

Freitag, 13. April 2018

Leave a light on

"Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages.", diese Worte soll der bekannte griechische Philosoph Demokrit einst gesagt haben. Und seine Worte sind wahr, oder nicht? Hin und wieder mal durch dunkle Zeiten durchzumachen, schlechte Laune zu haben und traurig zu sein, ist menschlich und völlig normal. Jeder von uns kennt diese Phasen. Aber auch diese Zeiten gehen vorbei. Leider neigen wir dazu, dies ab und zu in schlechten Zeiten zu vergessen und den Kopf deprimiert in den Sand zu stecken. Dann brauchen wir Hilfe, dann brauchen wir Superhelden. Unsere eigenen, ganz persönlichen Superhelden. Menschen, die zu uns stehen, egal was passiert und uns unterstützen, uns helfen und an uns glauben - ganz egal, wie oft wir im Leben fallen. Die Rede ist von unseren Freunden und unserer Familie. Das Lied dieser Woche ist aus der Sicht eines solchen, persönlichen Helden geschrieben. Der aus den Charts bekannte Singer-Songwriter Tom Walker schrieb eins seiner Lieder aus der Sicht einer Person, die für eine andere, hilfsbedürftige Person da ist und ihr bedingungslose Unterstützung und Ermutigung anbietet. "Wenn du in die Ferne siehst, da ist ein Haus auf dem Hügel, das strahlt wie ein Leuchtturm; Ein Platz wo du dich sicher fühlen kannst." heißt es mehrfach im Songtext von "Leave a light on". In den Strophen geht es darum, dass er erfuhr, dass es einem seiner Freunde gar nicht gut geht und seit dem nicht mehr aufhören kann, sich um diese geliebte Person Sorgen zu machen. "I will leave a light on" heißt übersetzt "Ich werde ein Licht anlassen" und verdeutlicht in einem kurzen Satz, dass man für seine Freunde und Familie jederzeit da ist und für sie alles tun würden. Ebenso einprägsam und kraftvoll die Nachricht des Liedes, so ist auch die Musik und die Stimme des 26jährigen Briten. Während in den Strophen, in denen von den Sorgen und Ängsten über diese Person gesungen wird, die Musik noch etwas sachter und ruhiger gestaltet ist, klingt der Refrain mit der Hauptaussage "Ich bin immer für dich da!" schon kraftvoll, energisch und eindringlich. Dasselbe gilt für die unverwechselbare Stimme des Briten. Aber ich kann ja viel erzählen. Hört rein!

Tom Walker - Leave a light on

Freitag, 6. April 2018

Tagträumen

Schneller als gedacht kommt scheinbar doch noch der Frühling zu uns. Es ist schönes Wetter, die Sonne scheint und es regnet nicht mehr so oft. Dieses Wetter macht doch gute Laune, oder? Gute Laune macht auch das Lied dieser Woche. Es geht um das, was uns Menschen oft am Leben hält und vorantreibt. Warum legen wir uns denn so oft ins Zeug, halten stressige Situationen aus und geben immer wieder immer weiter unser Bestes? Weil wir Ziele haben. Und weil wir Träume haben! Wir wollen bestimmte Dinge im Leben erreichen und wir träumen davon, wie es wäre, hätte man sein Ziel schon erreicht. Und träumen kann man nicht nur nachts. Davon singt auch die fünfköpfige österreichische Band Tagtraeumer. In ihrem Lied "Tagträumen" besingen sie die Träume und Gedanken, Wünsche und Fantasien, die uns manchmal durch den Kopf gehen können. Und auch die eher unrealistischen sind dabei. 30 Grad im Schatten, mitten im Dezember oder Schnee im Hochsommer, einen eigenen Formel 1 Wagen oder 14 Kinder. Für die Erfüllung des Traumes muss jeder Mensch natürlich auch etwas tun. Man kann manche Träume verwirklichen, wenn man es wirklich will und sich Mühe gibt. Unsere Ziele und Träume sind das, was uns Menschen vorantreibt, motiviert und uns Kraft gibt. Daher ist es das Wichtigste, dass wir Menschen nicht aufhören zu träumen, nicht aufhören zu leben. Das besingt sie Band aus der Steiermark immer wieder im Refrain. Die Musik ist ebenso froh, schwungvoll und motivierend, finde ich. Sie kann einem Kraft geben und uns wieder verdeutlichen, dass Träume ein wichtiger Bestandteil des Motors unseres Lebens sind. Die schöne, stimmungsvolle Popmusik der 2013 gegründeten Gruppe ist dafür ein sehr guter Soundtrack.

Tagtraeumer - Tagträumen

Freitag, 30. März 2018

So still mein Herz

Was passiert, wenn eine Rockband aus Braunschweig, eine Shanty Band aus Schleswig Holstein und eine 27jährige junge Wolfsburgerin, die sich den Genren New Age und Keltischer Musik verschrieben hat, gemeinsam Musik machen? Ein derartiges Werk wie "So still mein Herz" von Oonagh, Santiano und Oomph! Rock, Shanty und Keltische Musik mögen zunächst völlig unterschiedliche Genres sein, aber auch gemeinsam können derartige Bands ein schönes Lied gemeinsam produzieren. Das Lied dieser Woche ist, meiner Meinung nach, ein guter Beweis dafür. Im Song geht es um die Sehnsucht zweier Menschen zueinander. Das Gefühl kennt wahrscheinlich jeder. Die Situation des Paares: Er ist Seefahrer, weit draußen auf dem Meer, und sie ist auf dem Festland und wartet auf seine Wiederkehr. Beide vermissen den anderen sehr, aber sie haben etwas, das sie miteinander verbindet. Ganz egal, wie weit sie voneinander entfernt sind, sie haben ihre Musik, ihre Lieder, ihre Stimmen, die sie doch immer wieder zusammenführen. Vielleicht kennt ihr das auch: Man vermisst jemanden sehr, und wenn man dann seine Stimme wieder hört, ist alles wieder gut. Die Person ist vielleicht nicht direkt neben uns, aber die Stimme zu hören streichelt und heilt die Wunden in unserer Seele doch deutlich. Musikalisch sind die drei verschiedenen Musikrichtungen der Gruppen, meiner Ansicht nach, gut zueinander gebracht worden. Ich mag das Lied und höre es gern, wenn ich jemanden vermisse.

Freitag, 23. März 2018

The fools that dream

Bei diesem eiskalten und unangenehm ekligen Wetter ist man doch gerne zu Hause im Warmen, oder? Sich mit einer wuscheligen Decke, Menschen, die man liebt und vielleicht einer Tasse Tee vor den Fernseher setzen und einen schönen Film gucken. Möchtet ihr eine Filmempfehlung von mir? La La Land ist ein überaus großartiger Film. Nicht umsonst haben der Liebesfilm und alle an ihm Beteiligten  2016 und 2017 so viele große Preise abgeräumt. Sogar völlig zurecht haben sie das. Aber da mein Steckenpferd hier im Blog nun mal nicht auf Filmen liegt, sondern auf Liedern und Musik, habe ich natürlich ein Lied aus dem Soundtrack aus dem Werk im Kopf, welches ich euch sehr gerne vorstellen möchte. Die weibliche Hauptdarstellerin Emma Stone, die im Film eine leidenschaftliche Schauspielerin auf der Suche nach dem großen Erfolg spielt, singt bei ihrem Casting ein Lied, das mich persönlich tief bewegt und berührt. Zunächst erzählt sie kurz von ihrer verstorbenen Tante, die im Ausland lebte und einmal breit lächelnd davon berichtete, wie sie einmal barfuß in die eiskalte Seine in Frankreich sprang. Sie war danach einen ganzen Monat lang erkältet, dennoch würde sie es immer wieder tun. Verrückt, oder? Ja. Und das ist toll so. "Das Geheimnis ist ein Schuss Verrücktheit, der uns neue Farben sehen lässt." heißt es später im Lied. "The fools who dream" heißt trocken auf deutsch übersetzt "Die Narren, die träumen" und der Song ist ein Loblied auf genau diese Menschen. Denn was sind wir Menschen ohne Träume? Es gibt noch mehrere andere Künstler, die Lieder zu dieser Frage geschrieben haben und alle sind sie doch zu einem Ergebnis gekommen: Wir brauchen Träume. Und es tut gut, Träume zu haben, auch mal etwas kindisch zu sein, auf sein Herz zu hören. Die schöne Stimme von Emma Stone ergeben zusammen mit der zunächst sehr sachten und dann doch kraftvollen instrumentalen Begleitung ein für mich wunderbar emotionales Lied. Es kann einerseits ermutigen und andererseits zum Träumen einladen. Und mit ein bisschen Träumerei vergeht das mies kalte Wetter bestimmt schneller als gedacht. Und falls nicht, seht es mal so: Bald ist Sommerzeit, dann haben wir alle eine Stunde länger Zeit zum Rodeln. ;)

https://www.youtube.com/watch?v=SL_YMm9C6tw

Freitag, 16. März 2018

Find

In dieser Woche möchte ich euch einen jungen Newcomer vorstellen. In der vergangenen Woche brachte er sein Debut-Album "Down and up" heraus und momentan tourt er als Support Act mit Sunrise Avenue durch viele Länder Europas. Der deutsche Singer-Songwriter Tim Kamrad hat also beste Unterstützung auf seinem Weg in die Karriere als Musiker. Seine Songs sind modern, frisch und bewegend. Zum Beispiel "Find". Es handelt von der großen Suche im Leben. Der Suche nach dem, was wir uns erträumen, nach dem, was wir wollen, nach dem, was uns glücklich macht. Kurzum: Von der Suche nach uns selbst. Oft dauert es lange bis man sein Ziel endlich erreicht hat, aber es gibt doch nichts, worüber man sich Sorgen machen sollte. Man hat Zeit, das Leben zu entdecken und zu erleben. Man kann sich ausprobieren, auf unterschiedlichste Weisen und das so lange, bis wir sein eigenes Ding gefunden hat. Und wenn man das dann gefunden hat, oder sich diesem großen Ziel immer weiter nähert, erkennt man, wie viel Liebe das Leben bietet. "Du wirst finden, dass es Liebe in deinem Leben gibt." heißt eine Textzeile aus dem erfrischenden Lied des 20jährigen. Und da hat er auch Recht. Denn nur die Liebe zählt am Ende. Die Liebe zur Familie, zu Freunden und schließlich auch die Liebe für das, was wir machen. Ich finde die Musik des jungen Wuppertalers gut und würde euch daher nur empfehlen: Wenn ihr eine CD mit einer roten Aufzugtür daarauf seht, hört doch mal rein! Einen kleinen Vorgeschmack gebe ich euch jetzt schon.

Tim Kamrad - Find

Freitag, 9. März 2018

Who you are

Gestern war internationaler Frauentag und starke, selbstbewusste Frauen wurden geehrt und gefeiert. Ich möchte euch heute auch eine großartige Frau vorstellen. Mit ihren Hits wie "Price Tag", "Flashlight" oder "Masterpiece" hat sie sich schon mehrmals in die Charts gesungen und lief im Radio rauf und runter. Ihr bürgerlicher Name ist Jessica Ellen Cornish, die meisten von euch kennen sie unter ihrem Künstlernamen Jessie J. Die 29-jährrige Britin ist eine wahre Powerfrau und im Lied dieser Woche ermutigt und bestärkt sie andere. In "Who you are" besingt sie die menschlichen Schwächen und wie ungern man diese an sich selber sieht. Man hinterfragt sich selbst so oft: Sehe ich perfekt aus? Bin ich gut genug? Kann ich mein Ziel je erreichen? Man zweifelt start und besonders Rückfälle drücken uns zu Boden. "Manchmal ist es schwer, seinem Herzen zu folgen" heißt eine Zeile im Refrain. Und ich denke, solche Momente haben wir alle schon mal erlebt. Aber dennoch ist es das Wichtigste, dass man es sich in schweren Zeiten, in denen man am Boden liegt, selbst noch schwerer macht, indem man sich an kleinen Fehlern aufhängt und sich dafür verurteilt. Fehler sind menschlich und es ist in Ordnung, sich auch mal nicht gut zu fühlen. Denn was zählt, ist, dass man sich selbst und seinem Herzen treu bleibt - Be true to who you are. So stark und eindrücklich wie die Nachricht ist auch die Stimme der Popmusikerin. Mit einer beeindruckenden Kraft und Ausdrucksstärke singt sie die hohen Töne im Refrain. Das Wegbrechen ihrer Stimme gibt dem Song noch eine stärkere Wirkung - meiner Meinung nach. Als würde sie es schreien, damit es bei jedem einzelnen Hörer ankommt. Starkes Lied. Starke Stimme. Starke Frau.

Jessie J - Who you are

Freitag, 2. März 2018

Natural Woman

Ich habe mal eine Frage an euch. Wann habt ihr euch das erste Mal so richtig erwachsen gefühlt? Wann kamt ihr euch nicht mehr vor wie ein Kind, sondern wahrlich wie eine erwachsene Frau oder ein erwachsener Mann? Das kann ein schönes Gefühl sein. Und manchmal gibt es Menschen, die uns dieses einzigartige Gefühl geben. Sie behandeln uns auf eine unbeschreibliche Art und geben uns das Gefühl, erwachsen zu sein. So eine Person wird auch im Lied dieser Woche besungen und angesungen. Die heute 75jährige US-amerikanerin Aretha Franklin besingt seit 1968 einen Mann, der ihr das Gefühl gibt, eine echte, natürliche Frau zu sein - liebenswert, begehrenswert und wunderschön. Die Soul-Sängerin beschreibt im bekannten Liebeslied "A Natural Woman" ihr Gefühle und Gedanken über diesen einzigartigen Mann. So heißt es zum Beispiel auch in der zweiten Strophe: "Wenn ich dich glücklich mache, muss ich nichts mehr tun." Für ihn tue sie alles, denn er gibt ihr dieses wunderschöne Gefühl. Er stärkt ihr den Rücken und kann sie motivieren, wenn sie keine Motivation und Inspiration zum weitermachen mehr findet. Dank ihm hat sie das Gefühl, alles schaffen zu können und mit ihm zusammen, Seite an Seite, will sie auch alles schaffen. Eine Starke Liebe, ein starkes Lied. Der Song hat Kraft, eine angenehme Melodie und jede Menge Soul. Nicht zuletzt wegen der beeindruchenden Stimme der hübschen Frau, die offensichtlich nicht umsonst "First Lady of Soul" oder auch "Queen of Soul" genannt wird.

Aretha Franklin - A Natural Woman

Freitag, 23. Februar 2018

Zombie

Vor ein paar Wochen verstarb die Sängerin Dolores O'Riordan - an einer Überdosis Schmerztabletten. Die Irin sang sich mit ihrer Band The Cranberries (ursprünglich The Cranberry Saw Us) seit 1989 in die Ohren und Herzen vieler Musikfans. Ihr Song über den Nordirlandkonflikt war gleichzeitig ihr bis heute erfolgreichster. In "Zombie" sang sich die im Alter von 46 Jahren gestorbene Sängerin und Songwriterin mit ihrer durchdringenden und einzigartigen Stimme auf die Spitze vieler internationaler Charts. Um dieses Lied geht es in dieser Woche. Allerdings zeige ich euch nicht das Original, sondern ein Instrumentalcover des Rockhits. Dank eines großen musikalischen Taltents des Instrumentalisten, Komponisten und Alexandr Misko geht, meiner Meinung nach, kein bisschen des rockigen Stils verloren. Der Russe interpretiert das Lied auf eine tolle Art und Weise. Obwohl er nur Gitarre spielt, hat es Pepp und man hat doch nicht das Gefühl, das irgendwas fehlt - ein Schlagzeug oder so. Auch die Art wie er spielt ist beeindruckend. Der 20jährige spielt im sogenannten Fingerstyle. Harmonien, Beat und Melodie werden dabei gleichzeitig gespielt; also mit mehreren Fingern auf mehreren Saiten gleichzeitig. Und er beherrscht den Fingerstyle sauber und akkurat. Das hat meiner Ansicht nach Respekt verdient. Denn einfach ist es sicher nicht, dieses Lied derartig eindrucksvoll und nur auf einem einzigen Instrument arrangieren und spielen zu können.

Alexandr Misko - Zombie

Freitag, 16. Februar 2018

I like me better

Diese Woche stelle ich euch ein Cover eines aktuellen Chart-Hits vor. Im Radio hört man das Lied zur Zeit ziemlich oft. Ein US-amerikanischer Sänger und Musiker mit lettischen Wurzeln hat mit "I like me better" ein grooviges Liebeslied in die Charts katapultiert. Der unter dem Künstlernamen Lauv bekannte Ami ist 23 Jahre alt und macht viel Dance und Electro music. Eine etwas sanftere, aber immer noch groovige Version des Liedes arrangierte Tiffany Alvord. Die durch YouTube bekannte Sängerin und Songschreiberin hat, gemeinsam mit ihren Freunden Jordan Martone und David Michael Frank, das Lied auf eine poppige Art und Weise gestaltet. Was im Original mit Synthezisern erzeugt wird, spielt Jordan live auf der Geige. Die Stimmen der beiden Sänger, Tiffany und David, passen sehr gut zu dieser Atmosphäre, die das Lied ausstrahlt. Im Text geht es darum, dass man sich in jemanden verliebt hat und sich sicher ist, lebenslang zusammen zu bleiben. Denn wenn der Partner in der Nähe ist, mag man sich selbst auch viel mehr. Man fühlt sich gut, denn der andere scheint die perfekte Ergänzung zu sein. Unabhängig vom wahren Alter fühlt man sich jung und man wünscht sich nur, dass der Andere für immer bleibt. Dieses Gefühl von Glück und Harmonie kommt nicht nur in der fröhlichen Musik rüber, im Video könnte man auch durchaus denken, dass Tiffany und David mehr als Freunde sind. Ob es so ist oder nicht, spielt aber keine wesentliche Rolle. Das Cover ist sehr schön gemacht und mit Liebe arrangiert. Es macht Spaß, zuzuhören, meiner Meinung nach. Gute Laune macht sich breit, oder zumindest eine Spur von Optimismus und Träumerei.

Tiffany Alvord - I like me better

Freitag, 9. Februar 2018

Single on Valentines Day

Der 14. Februar steht vor der Tür und zahlreiche Discounter, Firmen oder andere Anbieter werben mt Sonderaktionen für den Tag der Liebe. Ich möchte mich diese Woche an die jenigen wenden, die keinen Partner haben, nicht in einer Beziehung sind und sich etwas niedergeschlagen fühlen. Eine Gruppe aus 6 Schwestern aus Amerika haben ein Lied zu diesem Thema geschrieben. Denn 5 der 6 Schwestern von Cimorelli sind nicht vergeben am Valentinstag. Sie sind "Single on Valentines Day". Das macht sie zunächst recht traurig und verzweifelt. Sie verfluchen den Tag und planen schon, den ganzen Tag lang im Bett zu liegen und zu weinen. Bis die sechste Schwester kommt und mit ihnen spricht. Sie macht den anderen 5 klar, was für wundervolle und liebenswerte Eigenschaften sie haben. Du bist klug, du bist witzig, du hast ein leidenschaftliches Herz. Diese Worte gehen den Schwestern ins Herz und sie sehen ein: Nur, weil sie jetzt nicht vergeben sind, bedeutet das noch lange nicht, dass sie lebenslänglich allein bleiben. Dieselbe Nachricht möchte ich an euch Singles da draußen weitergeben. Single sein bedeutet nicht, dass ihr nicht liebenswert seid, sondern viel mehr, dass noch keiner erkannt hat, wie wundervoll und einzigartig ihr seid. Aber diesen Menschen gibt es ganz bestimmt. Und eines Tages werdet ihr ihn treffen! Darum lasst euch doch von der positiven Stimmung der Musik anstecken und bleibt optimistisch, denn jeder hat etwas einzigartiges, liebevolles an sich.

Cimorelli - Single on Valentines Day

Freitag, 2. Februar 2018

Augenbleck

So langsam beginnt die heiße Phase der Karnevalszeit und sämtliche närrischen Vereine sind mitten in den Partys und Veranstaltungen. Was da natürlich nicht fehlen darf, ist Karnevalsmusik. Ich habe euch schon etliche Lieder vorgestellt, heute kommt ein weiteres dazu. Zu den großen, berühmten Bands gehören Die Höhner, Cat Ballou, Brings und noch andere. Heute möchte ich euch Klüngelköpp presentieren. Die kölner Mundart-Band, die sich 2003 gegründet hat, besteht aus den Musikern Frank Reudenbach, Rober Kowalak, Jochen Damm, Mike Siegmund,Jörg Bracht und Stephan Loschelders. Im Lied dieser Woche besingen sie etwas einzigartiges. Etwas, dass es so, wie es ist, nur einmal gibt - den Augenblick. Odre auf kölsch "Augenbleck". Gemeinsam feiern, mit Freunden Spaß haben und die schöne Zeit zu genießen ist doch immer wieder schön, und doch immer wieder anders und besonders. Es ist doch egal, woher man dan kommt. Alt, jung, arm, reich; beim Karneval stehen die unterschiedlichsten Menschen beieinander, und sie feiern zusammen. Was zählt, ist das gute Herz, das man hat. Diese herzliche und einladende Atmosphäre überbringt das Lied, meiner Meinung nach, auch sehr schön. Es ist ruhig, man kann dazu schunkeln und es verbreitet doch irgendwie ein Gefühl des gemütlichen Beisammenseins. Und das sollte man immer genießen. Denn - so heißt es im Lied selbst - "Eine schöne Nacht, eine schöne Zeit, bringt uns kein Geld der Welt."

Klüngelköpp - Augenbleck

Freitag, 26. Januar 2018

DNA

Das Wochenende beginnt! Und was macht man am Wochenende gerne? - Feiern! Egal, ob man einen speziellen Grund hat oder nur so mal richtig abtanzen will. Viele lassen am Wochenende gerne mal alle fünfe gerade sein und schwingen die Hüften zur Musik. Zum Lied dieser Woche kann man auch sehr gut tanzen! Der Rhytmus ist schwungvoll und macht gute Laune - die besten Voraussetzungen also, um auf der Tanzfläche für gute Stimmung zu sorgen. Den Songtext können da wahrscheinlich eher wenige mitsingen, aber das muss ja nicht immer sein, oder? Hauptsache, das Lied hat Pepp und bringt Schwung in die Bude. Und das kann man von "DNA" definitiv behaupten. Eine südkoreanische Firma namens Big Hit Entertainment stellte vor 5 Jahren eine Boygroup zusammen. Ihr Name: Bangtan Boys; oder kurz BTS.  Gemeinsam machen sie Japanische, Koreanische Pop und Hip Hop Musik und haben weltweit Millionen von Fans. Für die besonders Neugierigen unter euch habe ich mir die Mühe gemacht, und den Text übersetzt. Um euch wenigstens eine kurze Inhaltszusammenfassung zu geben. Um es ganz kurz zu halten: Es ist ein Liebeslied. Es wird davon erzählt, dass man in dem Moment, als man eine Person das erste Mal traf, sofort wusste, dass man zusammen gehört und füreinander bestimmt ist. "Wie eine mathematische Formel, das Gesetz der Religion, die Wege des Universums" heißt es zum Beispiel. Ob man den Text nun kennt und kann oder nicht, ziemlich egal. Meiner Meinung nach fräst sich zumindest das melodische Pfeifen, welches am Anfang des Liedes und immer wieder zwischendurch im Hintergrund zu hören ist, schnell ins Gedächtnis. Und der Beat geht ebenso schnell ins Blut und in den Fuß. Definitiv tanzbar, der Song! Hört rein!

Ich widme diesen Eintrag meiner sehr guten Freundin Lina-chan. In gewisser Weise kann man den Liedtext auch auf uns übertragen - allerdings im freundschaftlichen Sinne. Dennoch stimmt es: Als ich dich das erste Mal traf, hatte ich gleich das Gefühl, dass wir uns super verstehen werden und wir uns niemals ganz aus den Augen verlieren. Nun sieh dir an, wo wir Jahre später sind. Mein Leben ohne dich als meine Freundin wäre farbloser als es mit dir ist. Ich danke dir für alles. Happy Birthday! Lass dich feiern, meine Süße! 18 wird man nur einmal im Leben :) <3 

Freitag, 19. Januar 2018

You've got a friend in me

Wenn man seinen Namen im Internet sucht, kommt man auf über 13 Millionen Suchergebnisse. Man kann sich Infos über sein Leben, seine Alben, die Filme, für die er Songs geschrieben hat. Sein Name ist nämlich aus etlichen bekannten Filmen bekannt. Ein paar Beispiele? Das große Krabbeln, Die Mosnter AG, Cars oder auch Küss den Frosch. Das Lied dieser Woche stammt aus dem beliebten Kinderfilm Toy Story. Randy Newman ist ein US-amerikanischer Sänger, Songschreiber, Pianist und Komponist. Und einer seiner wohlmöglich bekanntesten Lieder ist "You've got a friend in me" aus dem bereits benannten Computeranimationsfilm über das lebendig werdende Spielzeuge. Eine Cowboyfigur, ein Spielzeugastronaut, ein rosa Schweinchen und was sich noch so im Kinderzimmer eines kleinen Jungen finden lässt. Es gibt Abenteuer, Schwierigkeiten, Streitereien, aber am Ende sind sie doch miteinander befreundet. Passend dazu schrieb Newman das Lied über Freundschaft. Freunde sind sehr wichtig, für jeden. Dabei ist das wichtigste nich unbedingt, viele Freunde zu haben, sondern gute und ehrliche Freunde zu haben. Freunde, die wirklich zu uns stehen, wenn wir sie brauchen und in guten Zeiten mit uns lachen und Spaß haben. Freunde, die unsere Macken aushalten udn die uns ehrlich ihre Meinung sagen. Viele Dinge ändern sich im Laufe der Jahre, aber richtig gute Freunde begleiten uns immer weiter. Manchmal verliert man sie aus den Augen, manchmal trifft man sie nach Jahren wieder und freut sich, dass man sie wieder gefunden hat. Die Anzahl unserer Freunde mag mit den Jahren schwanken, aber die richtigen Freunde bleiben in unserem Leben. Diese Freunde nenne ich "meine zweite Familie". Habt ihr auch eine zweite Familie? Dann macht ihnen doch eine Freunde und sendet ihnen dieses liebliche Lied über das magische Bündnis der Freundschaft. Eure Freunde werden sich sicherlich freuen, wenn ihr ihnen mit diesem Lied zeigt: Egal was passiert, ich bin dein Freund!

Randy Newman - You've got a friend in me

Freitag, 12. Januar 2018

I miss you

Das Gefühl, jemanden zu vermissen, kennt jeder. Ob es ein Partner ist, von dem man sich getrennt hat, ob es ein sehr guter Freund ist, der tausende Kilometer weit weg wohnt, oder ob es ein Verstorbener ist; einen geliebten Menschen nicht oder nicht mehr in seiner Nähe zu haben, ist ein schmerzhaftes Gefühl. Durch die Abwesenheit dieser Person fehlt ein Teil in unserem Puzzle des Lebens. Und kein Mensch ist einfach austauschbar. Von diesem traurigen und miesen Gefühl singt auch die heute 33jährige kanadisch-französische Avril Lavigne. 2004 veröffentlichte die Rocksängerin ihr Album "Under my skin", auf dem sich auch das Lied dieser Woche befand. Im Text sind hier und da Hinweise versteckt, dass das Lied an einen Verstorbenen gerichtet ist. So heißt es "du bist von uns gegangen", "du bist dahingeschieden" oder auch "Ich würde dich so gerne wiedersehen, aber ich kann nicht". Dennoch, finde ich, kann man diese Nachricht "I miss you"  auch an jede andere Person senden, die man momentan so liebend gern bei sich und in der Nähe hätte. Die samtige Stimme der hübschen Avril Lavigne passt gut zu diesem langsamen, traurigen und melancholischen Song. Ein gutes Lied, um an verstorbene oder vermisste Personen zu denken. Hört rein und wenn ihr auch jemandem habt, den ihr sehr vermisst, dann denkt doch an diese Person.

Avril Lavigne - I miss you

Freitag, 5. Januar 2018

Don't stop believing

Wer beim Lesen des Titels schon in freudiger Vorfreude, den kann ich nur bestätigen. Ja, beim Lied dieser Woche handelt es sich tatsächlich um "Don't stop believing" von Journey. Besonders jetzt zu Beginn des neuen Jahres hielt ich es für eine gute Idee, ein Lied mit so einer kräftigen und positiven Aussage zu wählen. Keiner kann so genau wissen, was in den kommenden 12 Monaten passieren wird. Aber jeder kann sich die Hoffnung und den Glauben an viele viele positive Ereignisse und Erlebnisse im Herzen bewahren. Mut, Zuversicht und Liebe sind noch immer die besten Wegbegleiter und sie erleichtern und verschönern ihn ungemein. Auch wenn es immer wieder schlechte Nachrichten, Skandale und Krisen gibt, gemeinsam kann man viel schaffen. Wir sollten den Glauben an das Gute nie verlieren. Ebenso wenig den Glauben an uns selbst. Haltet eure Wünsche und Träume fest, glaubt an sie und verwirklicht sie! Das ist die Aussage des berühmten Hits der US-amerikanischen Rockband. Aber so wie im Video dieser Woche, habt ihr das Lied bestimmt noch nie gehört. Robyn Adele Anderson ist eine 28jährige Amerikanerin, die mit ihrer Band oder auch anderen Musikern alte und neue berühmte Songs im Stil der 50er, 60er Jahre gestaltet. Seven Nation Army, Smells like teen spirit bis hin zu I kissed a girl und Cheap thrills - das Repertoire ist breit gefächert. Und auch, wenn alle Lieder im ähnlichen Stil gemacht sind, klingen sie doch wieder komplett anders. Mal mehr Jazz, mal mehr Swing, aber immer unverwechselbar und besonders. Viel Spaß beim Hören!

Robyn Adele Anderson - Don't stop believing Jazz

Freitag, 29. Dezember 2017

Spell on you - Brother Louie - Stand by me

Im letzten Eintrag eines Jahres ist es in meinem Blog zu einer Art Tradition geworden,  dass ich meinen persönlichen, musikalischen Jahresrücklick gebe. So auch dieses Jahr wieder. Ich habe mir überlegt, über drei Musiker zu schreiben, die man nicht - oder zumindest noch nicht - im Radio hören kann. Dennoch stecken, meiner Meinung nach, große musikalische Talente in diesen Personen. Und bei allen 3 handelt es sich um überraschende Talente.

Beginnen möchte ich mit einer jungen georgischen Frau, die eigentlich nur für ein Jahr als Au Pair nach Deutschland kam. Natia  Todua ist dem Einen oder Anderen von euch vielleicht bekannt als die Gewinnerin der diesjährigen Staffel von The Voice of Germany. Begonnen hat ihr Weg durch die Show mit "I put a spell on you", welches im Original von Annie Lennox gesungen wird. Meine persönliche Erinnerung: Als sie bei den Blind Auditions auf der Bühne stand, sah ich gerade nicht zum Fernseher. Dann begann sie zu singen und ich musste einen Augenblick inne halten. Ihre außergewöhnliche Stimme faszinierte und begeisterte mich in den ersten paar Takten. Sie singt kraftvoll, mit Ausdruck und Gefühl. Zudem ist die Klangfarbe ihrer Stimme nicht schwer mit anderen zu verwechseln. Und offensichtlich war ich nicht die Einzige, die von der Stimme der 21jährigen beeindruckt war. Erst bekam sie einen 4er Buzzer, alle Coaches wollten sie haben, dann sang sich sich immer und immer weiter, bis ins Finale. Und da gewann sie dann mit beachtlichem Vorsprung - völlig verdient. Ihre Stimme erkennt man sofort wieder.

Natia Todua - I put a spell on you

Den nächsten Überraschungsmoment gab es in der Castingshow Das Supertalent. Ein junger, unscheinarer Mann betritt die Bühne, stellt sich auf englisch vor und meint, er sei Sänger aus Irland. Die Musik beginnt, er fängt an zu singen. So weit so gut. Plötzlich ist ein mehrstimmiger Männerchor zu hören und weitere 8 Männer betreten die Bühne. Wenig später kommen noch 5 hübsche junge Frauen hinzu. Und dann geht die Show erst richtig los. Die Sänger in den weißen Hemden singen mehrstimmig ein  irisches Volkslied und dazu gibt es eine River dance-darbietung vom Feinsten. Man hat sich kaum an diesem beeindruckenden Spektakel satt gesehen, da wechselt die Musik zu einer äußerst bekannten Melodie. "Brother Louie" von Modern Talking; nun in der Version der irischen Gruppe Dùlamàn. So etwas hat man noch nie gesehen und gehört. Sauberer Satzgesang mit tiefen und hohen Stimmen gepaart mit einem Augenschmaus. Ein tolles Erlebnis für Augen und Ohren. Oder wie es Dieter Bohlen auf den Punkt brachte: "Geil."

Dùlamán - Brother Louie

Überraschung Nummer 3 erwartete mich außerhalb des Fernsehens, außerhalb von irgendwelchen Castingshows. Entdeckt habe ich Derek Brown im Internet. Der Saxophonist lebt und arbeitet in Chicago und begeistert mit seinem musikalischen Talent weltweit Millionen von Menschen. Ihr fragt euch, was so besonders ist an seiner Art zu spielen? Er praktiziert Multitasking in großer Perfektion. Er spielt nicht nur einfach so Saxophon - was ja eigentlich schon schwer genug ist. Aber was fehlt, wenn nur ein Blasinstrument spielt? Richtig, der Beat. Kein Problem für den Amerikaner. Ohne Makel und ohne aus dem Takt zu kommen, fügt er seinem Spiel durch Beatboxen noch einen gewissen Pepp hinzu. Aber auch das scheint ihm für dieses Video nicht genug gewesen zu sein. "Stand by me" von Ben E. King habt ihr sicherlich noch nie so gehört: Mit Saxophon, Beatbox und Gesang. In kleineren Gruppen mag das ohne Probleme möglich sein, aber mit nur einer einzigen Person finde ich das swundervoll und einzigartig. Mich persönlich hat dieses musikalische Talent wahrlich überrascht. Und euch?

Derek Brown - Stand by me

Last but not least kann und möchte ich euch einen ruhigen und guten Abschluss dieses Jahres wünschen. Kommt gut in das neue Jahr rein und ich hoffe, dass es ein schönes, ereignisreiches, erfolgreiches und liebevolles 2018 wird.

Freitag, 22. Dezember 2017

Progressive Christmas Carols

In weniger als 48 Stunden ist wieder Heiligabend und in den letzten Wochen hört man hier und da, immer wieder immer mehr Weihnachtsmusik. Alt bekannte Melodien erklingen und gehen manchmal sogar gar nicht mehr aus dem Kopf. Aus diesem Anlass möchte ich euch diese Woche modernere Versionen von einigen bekannten und beliebten Weihnachtsliedern vorstellen. Wenn man sagt "modernere Versionen" denken viele erst einmal an modernere Musikbegleitung, Rhythmen oder eine abgeänderte Melodie. Ich meine aber eher einen moderneren Liedtext. "Progressive Christmas Carols" heißt auf deutsch "Fortschrittliche Weihnachtslieder". Auf die Idee kam der Amerikaner Jon (Kurform von Jonathan) Cozart. Mit Humor hat der 25jährige Sänger, Comedian und YouTube Star die Texte beliebter Weihnachtslieder abgeändert. In 'Santa Clause is coming to town' heißt es beispielsweise nicht mehr: Aufpassen, nicht schreien, nicht weinen! sondern Nicht verurteilen, nicht hassen, nicht mobben oder diskriminieren! Auch keine schlechte Aussage, oder was meint ihr? Oder auch die Geschichte von Rudolf dem Rentier verläuft anders. Aufgrund seiner besonderen, leuchtenen Nase überlebt Rudolf all seine Freunde und gibt seine Gene weiter. Es wäre also alles so verlaufen, wie es Charles Darwin in seiner Evolutionstheorie erklärte. Außerden; wenn die Geschichte von Jesus Christus in der heutigen Zeit stattfinden würde, was wäre wohl dann? Josef guckt Golf, die drei heiligen Könige finden den Stall mit GPS und Maria posted die ersten Lebensstunden ihres Sohnes auf Snapchat? Das sind nur ein paar Beispiele. Natürlich sind alle veränderten Liedtexte mit einem deutlich zwinkernden Auge zu betrachten. Der auf YouTube unter dem Namen PAINT bekannte junge Mann hat wahrlich Humor. Und er hat eine tolle Stimme! Die verschiedenen Klangfarben haben alle etwas sehr berührendes, sein Stimmumfang ist meiner Meinung nach beachtlich und wie er Vibrato und Gefühl in die Töne hineinlegt, überwältigt mich mnanchmal noch heute. Kurz gesagt - Jonathan Cozart ist, meiner Meinung nach, ein großes musikalisches Talent. Er singt alle 4 Stimmen selbst ein, trifft jeden Ton direkt ins Herz und hat dann immer noch dieses humorvolle und verschmitzte. Ich bin Fan - und ihr?

Jon Cozart - Progressie Christmas Carols

Freitag, 15. Dezember 2017

Mister Sandman

Okay, heute muss ich ehrlich sein: Ich hatte - bis vor wenigen Minuten - absolut keine Ahnung, welches Lied ich euch diese Woche vorstellen soll. Gerade eben erst bin ich auf das Video gestoßen, das ich für euch unter diesem Text verlinkt habe. Die junge Frau aus Nebraska war mir bisher auch unbekannt, aber ihr Talent hat mich sofort angesprochen. Auf ihrem YouTube Channel veröffentlicht die 24jährige Anne Reburn neben einigen VLOGS auch Musikvideos. Dort covert sie Lieder aller möglichen Stilrichtungen; von ABBA bis Sam Smith. Mal mit Musikplayback, mal mit eigener instrumentaler Begleitung und manchmal sogar ganz acapella. So auch das Lied dieser Woche. Viele kennen es bestimmt. Es gehört in die Kategorie Old but Gold. Nicht unbedingt aktuell, aber die Version der hübschen Amerikanerin hat mich dennoch in den Bann gezogen. "Mister Sandman" (im Original von The Chordettes aus dem Jahr 1958) ist, besonders wenn man die Begleitungsmelodien betrachtet, nicht gerade das aller einfachste Lied. Es gibt einige Tonabfolgen, Arpeggien, die relativ schnell abgespielt bzw. abgesungen werden müssen. Das macht die YouTuberin aber mit Bravour, wenn ihr mich fragt. Sie singt sauber, trifft jeden Ton und ihr Gesang hat auch einen gewissen Charme. Man merkt ihr an, dass sie wahrlich Spaß am Singen hat. Zusätzlich weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es auch mit Kopfhörern manchmal recht schwierig sein kann, ein mehrstimmiges Lied dermaßen synchron einzusingen wie sie es macht. Alles in allem also ein sehr gelungenes Stück Arbeit. Von mir ein großes Lob! Und was meint ihr?

Anne Reburn - Mr. Sandman

Freitag, 8. Dezember 2017

Hänsel und Gretel

Advenszeit ist Märchenzeit und ein wahrer Märchen-Klassiker ist Hänsel und Gretel. Aber immer nur das altbekannte Lied des Märchens zu hören und zu singen, kann auf Dauer etwas langweilig werden. "Shape of you" von Ed Sheeran, "Wenn sie tanzt" von Max Giesinger, "Die immer lacht" von Kerstin Ott oder auch "Despacito" von Louis Fonsi. Das alles sind Lieder, die man aus dem Radio kennt. Was aber, wenn man das alte Märchen der Gebrüder Grimm mit aktuellen Hits und Gassenhauern kombiniert? Ihr meint, das geht nicht gut? Oh doch, das geht prima! Der Ostfriese Otto Waalkes ist bei Alt und Jung sehr beliebt. Sowohl als Synchronsprecher von Sid in Ice Age, als Schauspieler in Schneewittchen und die 7 Zwerge und natürlich auch als Komiker auf den großen Bühnen. Dass er sich bekannte Lieder raussucht und die Texte passend zu Hänsel und Gretel umgestaltet, ist an sich nichts Neues mehr. Aber für seine aktuelle Tour hat sich der 69jährige aus Emden aktuelle Hits und gestaltet mit ihnen 10 Minuten kunterbunten Märchenspaß. Seine Gesangsstimme ist sicher nicht einwandfrei sauber, aber sein Humor berührt die Herzen seiner Fans seit vielen vielen Jahren. Absolut verständlich, meiner Meinung nach. Und was meint ihr?

Otto Waalkes - Hänsel und Gretel

Freitag, 1. Dezember 2017

Footprints in the sand

Im Lied der letzten Woche ging es darum, eigenständig wieder Kraft zu finden, wenn man harte und anstrengende Zeiten durchmacht. Aber muss man da immer ganz alleine durch? - Nein! Bestimmt ist da mindestens ein Mensch, der uns immer zur Seite steht, wenn wir Hilfe brauchen. Jemand, der uns Mut macht, wenn wir Angst haben. Jemand der uns Kraft und Motivation gibt, weiter zu machen und nicht aufzugeben. Jemand, der uns tröstet, wenn wir Rückschläge verkraften müssen. Und an genau so einen Menschen wendet sich das Lied, das ich euch diese Woche vorstellen möchte. Aus der Sicht desjenigen, der die Hilfe und Unterstützung erhalten hat, wird in dankbarer und liebevoller Weise davon erzählt, was die Person für den Hilfesuchenden schon alles getan hat. Herzlich dankbar wird besungen, dass diese Person - ganz egal was gerade im Agen lag - immer half und hinter einem stand. Wenn man die Person brauchte, war die Person da; man sah ihre "Fußspuren im Sand". "Footprints in the sand" wird im Original von der weltberühmten Sängerin Leona Lewis gesungen. Ich möchte euch das Cover vom Rhianna Emms vorstellen. Die junge Sängerin und Songwriterin gibt dem Lied ab der ersten Note einen sehr persönlichen und eigenen Klang. Ihre Stimme klingt anders als die von Lewis, aber dennoch ist es nicht weniger schön, ihr zuzuhören. Ihr Gefühl in der Stimme ergreift, meiner Meinung nach, sofort das Herz der Zuhörer. Sie hat wohl nicht umsonst mehr als 1,5 Millionen Abonnenten auf YouTube. So resonanzreiche, tief ergreifende und warme Stimme hört man nicht überall. Habt ihr auch jemanden, der immer für euch da ist und dem ihr mal Danke sagen wollt? Vielleicht ist dieses Lied ja genau das Richtige!

Freitag, 24. November 2017

Fight Song

Jeder kennt diese Zeiten, in denen man nur noch entmutigt ist. Man hat ein Ziel, aber es ist nur schwer vor den Augen zu erkennen. Immer wieder erleidet man Rückschläge, viele sagen einem, dass man es nicht schafft und nicht machen kann. Doch der Traum lebt im Herzen weiter. In solchen Zeiten sollte man seine Kräfte sammeln, nicht aufgeben und weiterkämpfen. Genau darum geht es auch im Lied dieser Woche. "Fight Song" von Rachel Platten beschreibt zunächst das hilflose Gefühl. Man fühlt sich wie ein winziges Boot im Ozean, umgeben von großen Wellen. Viele sagen: Du kannst das eh nicht. Aber trotzdem gibt man nicht auf. Dieses Lied ist die musikalische Kampfansage. Es vergehen vielleicht Jahre, die Knochen tun weh und man hat unzählige Niederlagen einstecken müssen. Aber man glaubt immer noch daran, dass man es schaffen kann. Und deswegen macht man weiter und versucht alles, um seinen Traum zu erreichen.
Meiner Ansicht nach wird der Textinhalt auch musikalisch im Lied gut unterstrichen. Zu Beginn sehr sanft und leise, aber dann explosionsartig kräftiger und lauter. Auch die feine Stimme der Sängerin passt sich dem wundervoll an. Die zurückhaltenden Stellen könnte man, meiner Meinung nach, fast als eine Art Monolog interpretieren. Sie singt es leise und etwas nachdenklich, als würde sie nur in sich hinein sprechen. Der Refrain ist dann die Kampfansage: energiegeladen, laut und mit kraftvollem Gesang. Motivierend, kraftschenkend und anspornend wirkt das Lied auf mich. Und wie findet ihr es?

Rachel Platten - Fight Song

Freitag, 17. November 2017

Narhalla Marsch

Am vergangenen Samstag um 11:11 Uhr hieß es wieder in vielen Städten: Hellau! Alaaf! Der Karneval beginnt! Alle Narren und Jecken starteten wieder in die fünfte Jahreszeit. Ein berühmtes Musikstück, das gern zur Karnevalszeit und auch bei Karnevalsveranstaltung gespielt wird ist der "Narhalla Marsch". Das Narhalla entstand dadurch ein Wortspiel aus Narren und Walhalla. Somit kann man Narrhalla mit "Versammlungsort der Narren" übersetzen. Einer Legende nach soll Narhalladas Reich des ewigen Karnevals, das Schlaraffenland für Karnevalisten sein. Der Marsch wurde 1838 vom französischen Komponisten Adolphe Adam komponiert. Im selben Jahr übernahm Carl Zulehner, Gründungsmitgleid des Mainzer Carneval Vereins, kleine Motive des Stückes in seinen "Jocus-Marsch". Dieser wurde dann 1840 in der "Neuen Auflage" als Narhalla Marsch uraufgeführt und 1856 bei Schott verlegt. Seitdem ist dieser fröhlich und festlich klingende Marsch ein wahrer Klassiker in der Mainzer Fassenacht, genauso wie in vielen vielen anderen Karnevalsveranstaltungen und Festsitzungen. Und die gute Laune, die im Karneval nun mal unabdingbar ist, wird mit diesem Marsch sehr gut herübergebracht. Ich finde, man bekommt durch diese Musik schnell gute und fröhliche Laune - ganz unabhängig davon, ob man Karnevalsfan ist oder nicht. Hört doch mal rein!

Carl Zulehner - Narhalla Marsch

Freitag, 10. November 2017

Broadway Medley

"Niemand verlässt das Theater und summt das Bühnenbild." Dieser Satz ist ein Ausspruch vom 14maligen Tony Award-Gewinner und berühmten Broadway Komponisten Richard Rodgers. Und er hat doch so Recht. Was wären all die bekannten und so geliebten Shows am Broadway ohne die Songs, die sich in unsere Ohren und Herzen schlichen. Das hat auch der Zauberkünstler, Regisseur, Produzent und Schauspieler Neil Patrick Harris erkannt. Der aus Serien wie "How I met your mother" oder auch aus der Kinofilmreihe "Die Schlümpfe" bekannte Amerikaner zeigt im Video dieser Woche nicht nur sein Talent im Entertainment und Humor, sondern auch sein Gesangstalent. Innerhalb von knappen 2 Minuten besingt er Melodien aus 30 verschiedenen Broadway Musicals. Kaum zu glauben, aber wahr: Der öffentlich schwule Schauspieler aus New Mexico ehrt in dieser wahrlich Kurzen Hommage etliche preisgekrönte Musicals. Unter anderem dabei: Cats, Hairspray, Oliver!, Cabaret, Into the woods und Titanic. Da alle Lieder an ein Tempo angepasst wurden, kann es schon etwas dauern, bis man alle wirklich erkannt hat (noch ein Grund mehr, es mehrmals anzuhören), aber garantiert lässt sich eines sagen. Der heute 44jährige begeistert mit dieser ultimativen Zeitreise durch vergangene Jahre der Broadwaygeschichte nicht nur die Zuschauer, die 2012 live bei der Verleihung der Tony Awards dabei waren, sondern auch sehr viele Zuhörer, die sich das Video im Nachhinein anschauen. Und für diejenigen, die es noch nicht wussten, ist jetzt auch klar: Neil Patrick Harris kann singen - und wie. Den Spaß an der Musik sieht man ihm in jeder Sekunde an. Er scheint dafür zu leben. Seine Stimme ist schön, resonanz- wie gefühlvoll. Aber ich kann doch noch so viel sagen. Hört euch dieses "Broadway Medley" am besten selbst an!

Neil Patrick Harris - Broadway Medley

Freitag, 3. November 2017

The bad guy

Wenn ihr euch schon auf das nächste witzige, spannende, berührende oder unterhaltsame Musikvide gefreut habt, muss ich euch leider enttäuschen. Habt ihr euch allerdings auf gute Musik und eine beeindruckende Stimme gefreut, dann kann ich euch sagen, ihr werdet nicht enttäuscht. Jay Harper ordnet sich selbst weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zu. Nur eins ist sicher: Die Stimme ist definitiv zu den berührenden und hörenswerten zuzuordnen. In einem Musical vom ehemaligen Vine- und heutigen YouTube-Star Thomas Sanders singt Jay, die sich im Internet auch Joe nennt, mehrere Lieder. Mal mit ihren Kollegen gemeinsam und mal alleine. "The bad guy" ist ein Solo ihrer Rolle. Alle denken, sie sei der Böse, der Antagonist. Aber interessiert sich jemand dafür, warum sie so handelt? Was sie im Leben schon durchleben musste, was sie erlebt hat? - Nein. Alle be- und verurteilen sie, obwohl keiner auch nur nachfragt, warum sie sich so verhält. Man will nur alles richtig machen, die anderen zufrieden stellen, und dann ist es am Ende doch wieder total das falsche. Und das Schicksal wirft dich wieder auf den Bürgersteig. Man versucht, sich durchzubeißen, aber manchmal beißt das Leben ununterbrochen zurück. Um dieses Gefühl geht es im Lied. Und mit der ruhigen musikalischen Gestaltung kommt der nachdenkliche, enttäuschte und traurige Textinhalt auch schon in der Musik rüber. So sehe ich es zumindest. Bildet ihr euch doch euer eigenes Urteil und hört rein!

Jay Harper - The bad guy

Freitag, 27. Oktober 2017

Hearbreak Century

Nach mehr als 8 Monaten ist es an der Zeit, euch mal wieder ein Album vorzustellen. Habt ihr schon einmal etwas von der Band „Sonnenaufgangs-Allee“ gehört? Nein? Ich denke schon. Die Band ist unter dem Namen Sunrise Avenue berühmt. Der süße Frauenschwarm Samu Haber gründete 1992 die Band Sunrise. Das Problem? In Skandinavien gab es noch elf andere Bands mit demselben Namen. Daher wurde aus der Formation dann 2002 die Band Sunrise Avenue, welche sich zunächst als Liveband in kleineren Clubs Finnlands etablierte. Heute haben sie weltweit große Erfolge. Nach einer Schaffenspause von 3 Jahren melden sie sich nun mit ihrem neuen Album „Heartbreak Century“ wieder. Die Compact Disk ist gefüllt mit 12 guten Rocksongs mit viel Gefühl und tiefgehenden Texten. Über die Lebe und das Leben, Niederelagen und Selbstfindung - es werden viele verschiedene Themen angesprochen und jeder Song ist auf seine eigene Art ein potentieller Ohrwurm. Ich persönlich höre das Album sehr gerne. Samu Habers Stimme berührt und begeistert, die Musik geht ins Blut und die Texte der Lieder kann jeder auf die eine oder andere Weise nachvollziehen. Auf jeden Fall hörenswert!

Ganz am Anfang des Albums steht schon eine große und wichtige Aufforderung an alle: „Never Let Go“  - Lass niemals los! Oder auch: Gib niemals auf!  Des Öfteren sehen wir im Leben Dinge vor uns, die alles andere als einfach und sicher sind. Dennoch müssen wir den Weg gehen. Wir wissen nicht, ob uns der Weg dorthin führen wird, wo wir eigentlich hin wollen. Es kann alles schiefgehen. Aber deswegen den Weg nicht gehen und aufgeben? Nein. So heißt es auch in der zweiten Strophe: „Wenn du jetzt umdrehst, waren deine Schritte hier her nichts wert.“ Man kann immer aus allem das Beste herausholen und am Ende wird man glücklich sein. Man muss nur den Kopf über Wasser halten. Niemals aufgeben. Auch, wenn es mal schwer wird, kann man am Ende doch nur umso stolzer auf sich sein, dass man es zum Bestmöglichen geschafft hat. Man hat vielleicht Angst oder sorgt sich, ob man seine Ziele wirklich erreicht. Aber man sollte den Weg gehen. Und den Traum nicht so schnell loslassen. Das ist die bedeutungsvolle Botschaft des Liedes dieser Woche.  Obwohl der rockige Stil der finnischen Band auch in diesem Lied wahrlich nicht zu kurz kommt, hat die Musik - meiner Meinung nach -  durch die Akustikgitarre auch einen Hauch von Countrymusik. Ich denke, dass nicht nur die Sunrise Avenue Fans sich an diesem Lied und dem gesamten Album erfreuen. Auch für alle anderen Liebhaber guter Musik ist es wahrscheinlich ein Ohrenschmaus.

Freitag, 20. Oktober 2017

I'm still here

Am Dienstag feierte dieser Block sein dreijähriges Bestehen! Für mich ist es unglaublich, wie die Zeit vergeht. Ich möchte ein paar Dankesworte an den Anfang dieses Eintrags setzen. Danke an diejenigen, die mich dazu inspiriert haben, diesen Blog überhaupt zu eröffnen. Vielen Dank an alle, über die ich auf dieser Plattform schon ausführliche Einträge schreiben konnte. Ihr Sänger, Sängerinnen, Bands, Musiker, Gesangsprofis und -laien; ohne euch könnte ich garantiert nicht drei Jahre lang jede Woche über Musik schreiben, die mein Herz berührt. Letztendlich auch tausend Dank an euch da draußen! Die, die ihr meine Blogeinträge verfolgt und mit mir so die Leidenschaft zur Musik teilt! Ich freue mich euf jeden Eintrag, mit dem ich euch noch erfreuen darf. Wenn ich zurückblicke auf die vergangenen 156 Wochen bin ich einerseits beeindurckt von der Masse an Einträgen, die ich damit schon veröffentlicht habe, andererseits auch berührt, weil es offenbar so unsagbar viel an toller Musik gibt. Vielleicht war ja der ein oder andere euch unbekannte Musiker dabei, von dem ich nun ein Fan seid. In 156 Einträgen git es einiges zu entdecken und ich habe häufiger über Sängerinnen, Sänger oder Bands geschrieben, die man nicht jeden Tag im Radio hört. Es war sicher nicht immer einfach, ein Lied, einen Interpreten oder ein Album zu finden, aber ich habe es letztlich immer geschafft.
"Gute Zeiten und gammelige Zeiten - ich habe sie erlebt und, meine Lieben, ich bin immer noch hier." Mit diesen Worten beginnt das Lied dieser Woche. Darin blickt der Sänger ebenso auf die Vergangenheit zurück; in diesem Falle auf sein eigenes Leben. Was hat er schon alles erlebt? Was musste er ertragen? Welche freudigen Zeiten gab es? Von all dem erzählt er in seinem Lied. Er schlief in Baracken und Edelhotels, trank Wein und Bier, war Star und Opfer von Klatsch und Tratsch, lag mal auf vornehmem Samt und mal auf Zeitungspapier, war in Reno und Beverly Hills. Er sah seine Träume zu Scherben zerbrechen - und doch ist er immer noch hier. Und stolz auf sein Leben. Der amerikanische Schauspieler, Autor und Drehbuchautor Christopher Paul Colfer ist der jüngeren Generation vor allem durch TV-Serien wie Glee bekannt. Mich persönlich hat er mit seiner Stimme in den Bann gezogen. Wenn ihr ihn singen hört, werdet ihr mir zustimmen: Chris singt "I'm still here" auf eine sehr berührende Art. Sein Stimmumfang ist beeindruckend groß. Er singt tiefe als auch (für Männer sonst ungewöhnlich) hohe Töne mt Bravur, Vibrato und sehr viel Gefühl. Wie groß sein Stimmumfang ist, kann man im Lied dieser Woche nur erahnen. Ich kann euch versichern: Sowohl nach unten als auch nach oben trifft er noch eine ganze Menge an Tönen mit einer atemberaubenden Stärke. Der offen Homosexuelle, für den seine Rolle in der Serie noch extra entwickelt wurde, singt ausdrucksvoll und mit Charme. Ich finde, es ist ein wahres Vergnügen, dem jungen Talent zuzuhören und zuzusehen. Hoffentlich habt ihr ähnlich viel Spaß.

Chris Colfer - I'm still here

Freitag, 13. Oktober 2017

ID

Wer öfters mal Radio hört, kommt in den letzten Wochen nicht an diesem Song vorbei. Er ist erfolgreich in den Charts und wenn ihr mich fragt: Absolut zurecht! Der Song geht schnell ins Blut und hat meiner Ansicht nach definitiv Ohrwurm-Potential. Den Sänger kennt man seit vielen Jahren. Nur Solist war er nicht immer. Angefangen hat alles im familiären Rahmen. Früher tourte er mit der Kelly Family, heute ist er alleine als Michael Patrick Kelly unterwegs, aber war er doch immer schon muskalisch talentiert und erfolgreich. In seinem Lied "ID" (Identifikationsnummer) spricht er sich - gemeinsam mit Rapper Gentleman - gegen Intoleranz, Gewalt und Ausgrenzung aus. Ich könnte hier den ganzen Liedtext zitieren, aber das würde den Rahmen sprengen. Im Liedtext heißt es, "wir sind alle nur Menschen", "es ist ok, wenn du anders denkst" oder auch "Verteilt Liebe untereinander und wir können die Kinder spielen sehen." Mit dem letzten Textausschnitt wird ein weiterer Aspekt deutlich, den der heute 39jährige Ire in seinem Lied besingt: Nicht nur wir leiden unter Krieg, Gewalt und Hass, auch unsere Kinder leiden darunter. Oder noch dramatischer: Es wird keine Kinder mehr geben. Ich finde es ebenso wichtig wie der Sänger, dass jeder den anderen so akzeptiert, wie er ist. Andere Meinungen, andere Glaubensrichtungen, andere Ansichten - sobald sie niemanden verletzen oder diskrimminieren - sollten toleriert werden. Die Menschen dieser Welt tragen die Verantwortung, wie ihre eigene Zukunft und ebenso die Zukunft der kommenden Generationen aussehen wird. Jeder darf so sein, wie er ist. Oder wie Michael Patrick es in seinem Lied formuliert: "Du kannst du sein und ich werde ich sein."

Michael Patrick Kelly, Gentleman - ID

Freitag, 6. Oktober 2017

Refrain

Was haben alle großen Hits der Geschichte gemeinsam? Sie gehen schnell ins Ohr und nicht so schnell wieder raus. Man singt einfach gerne mit, laut und mit Freude. Wenn da nicht dieses eine Problem wäre. Diese kleine Schwierigkeit, die wir wohl alle irgendwie kennen. Die A capella Gruppe Wise Guys besingt im Lied dieser Woche genau dieses eine Problem, welches des öfteren auftritt, wenn man ein gutes Lied hört und mitsingt. Der Text des Refrains ist einfach, eingängig und geht schnell ins Gedächtnis. Aber das war es dann oft auch schon. Den Text der Strophe können nur die wenigsten. In solcher Situation gibt es an sich nur zwei Möglichkeiten: Entweder man erfindet seine eigene Sprache, deren Laute ähnlich klingen wie der Text in den Strophen, oder man kommt ins Stocken, hört ganz auf und wartet bis der erlösende Teil wieder kommt; der "Refrain".
Meiner Meinung nach treffen die fünf Sänger der Gruppe mit diesem Lied mal wieder einen Nerv, sie amüsieren mit ihren lustigen Texten und bleiben dennoch in Situationen, die nicht alltagsfremd sind. Das merkt man auch bei vielen ihrer anderen Gesangswerke. Die in den 90er Jahren als Schulband beginnende Formation von leidenschaftlichen Sängern zeigt mit "Refrain" nur ein weiteres Mal, dass sie nicht nur humoristisch, sondern auch gesanglich jede Menge drauf hat. Die mehrstimmigen Parts des Liedes klingen einwandfrei sauber und obwohl kein einziges Instrument zur Begleitung genutzt wird, hat man meiner Ansicht nach nie den Eindruck, es würde irgendwas fehlen. Die Stimmen der Männer nehmen den Raum ein und harmonieren wirklich gut miteinander. Schon nachdem ich das Lied zweimal gehört habe, wurde ich den Ohrwurm nicht mehr los. Und so ironisch es auch ist: Ich kann nur den Refrain.

Wise Guys - Refrain


Freitag, 29. September 2017

Gold von den Sternen

Anfang Oktober starten wieder die neuen Wintersemester der Studien- und Ausbildungsgänge. Gleichzeitig haben viele Studenten und Auszubildene den nächsten Schritt, direkt ins Berufleben hinein, geschafft. Wenn sie es nicht schon getan haben, suchen sich viele junge Erwachsene außer einen Arbeitsplatz auch eine eigene Wohnung oder ziehen in eine WG. Diese Abnabelung von den Eltern kann beiden Seiten schwer tun. Das Lied dieser Woche passt dazu sehr gut. Im Liedtext wird eine kleine Geschichte erzählt. Der Sohn eines Königs würde so liebend gern die Welt bereisen und sein eigenes Leben leben. Jedoch hat er dazu keine Chance. Die Mauern, die sein Vater rund um das Schloss und den Schlossgarten errichten ließ, ist so hoch, dass er einfach nicht entkommen kann. Der König meint es nur gut, er will sein geliebtes Kind vor dem brutalen und skrupellosen Leben schützen. "Die Liebe des Königs sprach aus jedem Wort, doch die Sehnsucht sprach zum Prinzen: Du musst hier fort!" heißt es im Lied. Er will in die Welt hinaus, das Schöne dieser Welt live erleben; das "Gold von den Sternen". Das Lied, genauer gesagt der Liedtext, ermutigt ihn dazu, "in die Welt voll Gefahr" hinauszugehen.
Der zutiefst berührende Song stammt aus dem Musical "Mozart!", welches 1999 in Wien uraufgeführt wurde. Das Stück handelt vom Leben des berühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und musikalisch werden Rock, Pop und Klassik mtieinander verbunden und vereint. Die Musicaldarstellerin, die ihr im Video sehen und hören könnt, verleiht diesem Lied meiner Meinung nach eine unglaubliche Kraft und Mengen an Emotion. Es mag sich für manchen sogar anfühlen und anhören wie ein musikalischer Befreiungsschlag - was ja widerum zum Inhalt des Textes einwandfrei passt. Ich wünsche euch viel Vergnügen bei diesem akustischen Feuerwerk der Sehnsucht nach Freiheit.

Mozart! Musical - Gold von den Sternen